Spreewald wie früher – Ein lohnender Ausflug nach Lehde
Tag 2 – Spreewald: Ein Tag in Lehde, der bleibt Heute ging es nach Lehde – einem kleinen Ort, der sich fast wie eine Insel anfühlt. Umgeben von Fließen, nur per Boot oder über...


Veröffentlicht: 20.09.2025
Tag 2 – Bismarckturm Burg: Viel Höhe, wenig Weitblick
Nach unserem Besuch in Lehde ging es weiter zum Bismarckturm in Burg – einem der wenigen erhaltenen Bismarcktürme in Brandenburg. Das Bauwerk steht auf dem Schlossberg, wurde zwischen 1915 und 1917 aus über 1,5 Millionen roten Klinkersteinen errichtet und ragt heute stolze 28 Meter in die Höhe.
Der Aufstieg beginnt mit zwei Freitreppen, dann geht es über insgesamt 138 Stufen hinauf zur obersten Aussichtsplattform. Die Wendeltreppe ist eng, die Luft wird dünner, und man spürt die Höhe in den Beinen. Oben angekommen: Ruhe. Und Wald. In alle Richtungen. So weit das Auge reicht – ein grünes Meer aus Baumwipfeln, ohne Landmarken, ohne Überraschungen.
Die Aussicht ist... gleichmäßig. Wer sich auf spektakuläre Panoramen oder weite Sichtachsen freut, wird hier eher enttäuscht. Es fehlt das Besondere – kein Fluss, kein Dorf, kein Horizont, der sich öffnet. Nur Wald. Schön, aber monoton.
Trotzdem hat der Turm seinen Wert: als Denkmal, als Zeugnis einer Zeit, in der man Bismarck mit steinernen Türmen ehrte. Und als stiller Ort, der zeigt, wie viel Landschaft der Spreewald wirklich bietet – auch wenn sie sich manchmal im Gleichklang verliert.
Fazit: Der Bismarckturm ist ein Stück Geschichte, das man gesehen haben kann – aber nicht gesehen haben muss. Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Spaziergang oder einem Picknick am Fuß des Turms. Denn unten, zwischen Wiesen und Wegen, ist der Spreewald oft spannender als oben.
