Neuseeland 3.0
Nach langen Monaten der Vorfreude und Vorbereitung ist es endlich so weit - mein drittes Neuseelandabenteuer bricht an. Wie schon bei der ersten Reise wird mich erneut Singapore...


Veröffentlicht: 22.11.2017



















Hach, warum muss Neuseeland nur so weit weg sein... Nach 4 Stunden Zugfahrt und 12 Stunden Flug, der teilweise recht turbulent war, landen wir leicht gejetlagt, aber noch halbwegs fit in Singapur. Hier bleiben uns 1,5 Stunden bis zum Boarding für unseren Anschlussflug. Wir wollen uns auf jeden Fall die Füße vertreten und nutzen die Zeit für die Erkundung der vielen Gärten - den Schmetterlingsgarten kenne ich noch von meiner ersten Neuseelandreise aus dem Jahre 2013. Und auch dem Kakteen-, Outdoor-, Enchanted- und Wasserliliengarten, verteilt auf 3 Terminals, die wir jeweils mit den Sky Trains anfahren, statten wir einen Besuch ab, wobei uns Singapurs feucht-warmes Klima jedesmal wie ein Hammer entgegen schlägt und sofort die Kameralinse beschlagen lässt. Für die Besichtigung aller Gärten hat die Zeit trotz strammen Schritts leider nicht gereicht, allerdings steht jedem von uns ja noch ein 5,5-stündiger Stopover auf dem Rückweg bevor.
Die zweite Singapore Airlines Maschine,welche uns nach Christchurch bringt, ist ein älteres Modell. Die Sitze sind weniger modern, es gibt keinen USB-Anschluss um das Handy zu laden, die Luft ist so trocken, dass mir die Nase trotz Spray und Eincremen wehtut und das Fernsehbild genießt man lediglich verpixelt. Auf der Karte sieht die Strecke zwischen Singapur und Neuseeland eigentlich gar nicht so weit aus. Bis nach Australien scheint es nur noch ein Katzensprung zu sein und hat man erst einmal die Ostküste erreicht, ist man ja quasi so gut wie da. Dennoch dauert der Flug noch einmal 10 Stunden, die sich ziehen wie Kaugummi. Während Eric einen Film nach dem anderen schaut, döse ich in den unbequemsten Positionen vor mich hin.
In Christchurch angekommen werde ich das erste Mal zur Kofferinspektion einschließlich Röntgen herausgezogen. Auch Eric muss den Inhalt seines Koffers zeigen und während der Beamte unsere Outdoorschuhe überprüft, plaudern wir über die anstehende Reise und dass Neuseeland nach einem nassen Winter wohl ein heißer Sommer bevorsteht. Bleibt zu hoffen, dass heiß auch für trocken steht. Unser Gepäck ist sauber und so traben wir nach draußen und ich erstehe sogar mit 7 NZD Vergünstigung eine neuseeländische Sim-Karte für mein Zweittelefon. An der Bushaltestelle angekommen müssen wir uns noch eine knappe halbe Stunde gedulden, bis unser Bus vorfährt. Der Fahrer ist sehr freundlich und verspricht, Bescheid zu sagen, wann wir aussteigen müssen (in Neuseeland werden keine Haltestellen angesagt und gehalten wird nur auf Fahrgastbedarf). Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir unser Ziel, das Christchurch Krankenhaus, erreicht. Von hier aus sind es nur noch 500m bis zum Hostel. Hier müssen wir noch 20 Minuten warten bis unser Zimmer bezugsfertig ist. Zum Auskurieren des Jetlags haben wir uns für die ersten 2 Nächte ein Zweibettzimmer gegönnt. Obwohl wir uns am liebsten ins Bett plumpsen lassen würden, rappeln wir uns nach einigen Minuten auf, tauschen Jeans sowie Langarmoberteil gegen kurze Hose und Top und machen uns auf den Weg zum 1,5 km entfernten Supermarkt Pak'n'Save. Eine Einkaufsliste haben wir vorbereitet - insgesamt bezahlen wir 100 NZD. Der Rückweg verlangt uns in der Wärme mit prall gefüllten Rucksäcken und Tüten alles ab. Nachdem die Lebensmittel verstaut sind, wollen wir eigentlich nur eine kleine Verschnaufpause einlegen, schlafen aber beide sofort ein. Nach einer Stunde quälen wir uns widerwillig noch einmal hoch und entscheiden uns für einen kurzen Spaziergang durch den angrenzenden Botanischen Garten am Ufer des Avon entlang. Doch die Folgen des Jetlags treiben uns schon bald zurück ins Hostel. Dort angekommen genehmigen wir uns eine herrlich erfrischende Dusche - eine Wohltat nach der langen Reise. Heute gibt es nur ein schnelles Abendessen (Nudeln mit Tomatensauce und Würstchen - ein typisches Backpackeressen). Um kurz nach 21 Uhr liegen wir im Bett. Während Eric, kaum dass er in der Waagerechten liegt, sofort einschläft, halte ich mich noch bis 22 Uhr wach und versinke dann ebenfalls in einen erholsamen Schlaf.
