29.11.2017: Moeraki Boulders und noch mehr Pinguine
Unsere heutige Tagesetappe ist die wohl kürzeste während unseres gesamten Trips, denn sie umfasst gerade einmal 40 km. Da das heutige Programm sich an den Gezeiten, speziell der...


Veröffentlicht: 04.12.2017































Unsere erste Nacht im Auto war für den einen mehr und für den anderen weniger komfortabel. Während ich recht gut geschlafen habe und im wohlig warmen Schlafsack aufgewacht bin, hat Eric über Nacht trotz langer Jogginghose und Langarmoberteil im Schlafsack gefroren. Das erklärt warum frühs auch nur meine Seite des Autos beschlagen ist.
Nachdem unsere sieben Sachen wieder im Koffer verstaut sind und wir gefrühstückt haben, setzen wir unsere Fahrt fort. Der erste Punkt auf meiner Liste ist der sogenannten Doctors Point, wo man bei Ebbe durch Höhlen am Strand laufen kann. Wir kommen entgegen meiner Annahme noch rechtzeitig und können die Felsdurchgänge trockenen Fußes erkunden.
Von der Ruhe in die Großstadt - wir fahren weiter nach Dunedin und suchen uns zunächst eine Unterkunft. Im ersten Hostel ist (zum Glück) nichts mehr frei, denn unser erster Eindruck ist alles andere als heimelig. Nur einige Meter weiter befindet sich Hogwartz, wo wir ein geräumiges Doppelzimmer für zwei Nächte bekommen. Überhaupt ist hier alles angenehm groß - so auch die Küche und Badezimmer. Einige Räume tragen vertraute Namen aus den Harry Potter Bänden wie Dobbys Room oder Gringottz. Goldsucher finden hinter der Tür jedoch keine von Drachen bewachte Verliese, sondern lediglich eine Abstellkammer mit Putzutensilien.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben steuere ich mit Eric die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dunedins an. Allem voran der hübsche Bahnhof mit seinem Mosaikinterieur. Dummerweise versperren ständig ein bis zwei Busse die Außenansicht und auch drinnen ist es gerammelt voll. Da hatte ich vor vier Jahren mehr Glück.
Ich führe Eric zur benachbarten Cadbury Schokoladenfabrik. An der Führung nehmen wir zwar nicht teil, aber schon der Eingangsbereich ist fotogen. Selbstverständlich decken wir uns auch mit 4 Tafeln Schokolade für 10 Dollar ein. Im Supermarkt hätte uns das etwa 16 Dollar gekostet.
Die First Church, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, ist bis zur Spitze in ein dickes Baugerüst gehüllt, sodass sich hier leider kein Fotostopp lohnt. Schade.
Für die nächsten Punkte auf meiner Liste brauchen wir das Auto. Zunächst steuern wir die Universität an, deren Gebäude mir auf Fotos schon gut gefallen hat. Und weil es zu einem Besuch in Dunedin dazugehört, zeige ich Eric auch die Baldwin Street, die steilste Wohnstraße der Welt. Da wir uns mal wieder die Zeit bis zur Ebbe vertreiben müssen, scheuchen wir Alexa erneut eine eng gewundene, steile Straße zu einem Aussichtspunkt mit Blick über Dunedin und die angrenzende Otago Halbinsel hinauf. Eine weitere Stunde verbringen wir im Botanischen Garten, bevor wir zum letzten Tagesordnung aufbrechen.
Die schmale Treppe durch einen gedrungenen Tunnel hinunter zum Tunnel Beach ist nämlich ausschließlich bei Ebbe begehbar. Wir bestaunen die hoch aufragenden Klippen und mächtigen Gesteinsblöcke, bevor wir durch den Tunnel zurück laufen und von dort dem großen, vom Meer ausgehöhlten Felsbogen "aufs Dach" steigen. Wenn die Wellen sich in dem Torbogen brechen, bebt der Untergrund, sodass man meint, die Konstruktion, auf der man steht, könnte jeden Moment in sich zusammen brechen. Das birgt schon einen gewissen Nervenkitzel. Nach ein Dutzend Fotos schleppen wir uns den steilen Weg hinauf zu unserem Auto und fahren zurück ins Hostel.
