Valparaíso, Viña del Mar, Valle de Casablanca
An unserem ersten ganzen Tag in Santiago haben wir eine lokale, ganztätige Tour gebucht. Wir fuhren zu den Küstenorten, die vor allem bei den Hauptstädtern sehr beliebte Ferien-...


Veröffentlicht: 15.03.2025






























Heute haben wir Santiago etwas genauer, zu Fuss erkundet. Unser Hotel liegt bereits im historischen Zentrum von Santiago, auch ein Unesco-Weltkulturerbe.
Bei kühlen Temparaturen waren wir als erstes vor dem Palacio de La Moneda und schauten der Wachablösung zu. Die Kapelle spielte nicht Militärmusik sondern vom Wiener Walzer bis zu moderner Pop-Musik. In Mitten der Parade tanzte ein Hund, alles war erstaunlich abwechslungs-reich und das Publikum applaudierte regelmässig.
Unsere nächste Station war das Museo Chileno de Arte Precolombino. Chile selbst war kein besonderer Hotspot der frühen menschlichen Besiedlung. Die Region um Santiago war vor der Eroberungszügen der Spanier das Südende des Inkareichs. Das Museum hat recht wenige chilenische Artefakte, dafür erstaunlich viel Artefakte aus anderen Ländern Mittel- und Südamerikas. In unseren Augen hat das Museum mehr Artefakte der Olmeken, Tolteken und Azteken als Mexiko, wo diese Reiche vor den Mayas vor allem siedelten. Dort haben wir gesehen, dass das Rad diesen Kulturen schon bekannt war. Es wurde aber nur für Spielzeuge und nicht für Transporte verwendet. Den Inka war das Rad, abgesehen von der Töpferscheibe, gänzlich unbekannt. Also ein ganz spannendes Museum.
Nach dem Besuch haben wir uns im Museumscafe etwas erholt und draussen waren dann auch schon die 30°C (in den kommenden Tagen soll esen 35°C werden). Wir haben dann einige weitere Sehenswürdigkeiten wie das Stadttheater von Santiago, verschiedene Plätze und Brunnen, wie den Plaza de Armas und den Plaza de la Constitución, den Stadtberg Cerro Santa Lucía und die Iglesia de San Francisco besucht. Vom Cerro Santa Lucía hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Man sieht zwar deutlich den Smog, der auch den Blick auf die Andenketten verbirgt, aber die Luft ist deutlich besser.
Was sonst noch auffällt sind die Hunde. Sie gehören in der Regel zu einem Haus, leben aber die meiste Zeit auf der Strasse und haben vor dem Haus eine Hundehütte. Wenn sie hinein wollen, dann tun sie das kund, bis jemand die Tür öffnet.
Ausserdem ist die Armut sehr präsent. In vielen Grünanlagen leben Obdachlose und viele Strassen riechen ziemlich unangenehm nach Urin. Obwohl Chile das wirtschaftlich erfolgreichste Land ist, geht es vielen Leuten schlecht. Die Unterschiede erscheinen uns grösser als etwa in Ecuador, Paraguay, Peru, Bolivien oder Mittelamerika.
