Südostasien und Japan mit Kirschblüte
Südostasien und Japan mit Kirschblüte
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Toba, 22. April 2026

Veröffentlicht: 11.04.2026

Fahrt
Toba → … → Toba
Toba, Japan
Attraktion
Toyouke Daijingu (Gekū)
Ise, Japan
Attraktion
Kōtai Jingū (Naiku)
Ise, Japan
Attraktion
Berg Asama Aussichtsterrasse
Ise, Japan
Attraktion
Mikimoto Island
Toba, Japan
Attraktion
Mikimoto Pearl Museum
Toba, Japan
Essen
Mittagessen in Toba
$$ · Mittagessen

Die Entscheidung des Kapitäns, gestern erst am Vormittag loszufahren, dafür etwas schneller zu fahren, hat sich bewährt. Die ganze Fahr war recht ruhig. Bei der Ankunft am Vormittag war es noch stark bewölkt und windig. So um zehn Uhr haben sich die Wolken aber verzogen und es wurde sonnig und angenehm warm.

Toba ist eine kleine Stadt mit etwa 17'000 Einwohnenden, sie umfasst ein halbes Dutzend eingemeindete Dörfer. Sie ghört zur Präfektur Mie, welche gut 1,7 Mio. Einwohnende hat. Es ist eine ländliche Gegend, die hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Fischerei lebt. Wir haben heute eine Tour zu den Schreinen der Nachbarstadt Ise und zur Mikimoto Insel mit den Perlentaucherinnen gemacht.

Ise ist mit über 200'000 Einwohnenden deutlich grösser als Toba. Wir sind aber nicht direkt nach Ise gefahren, sondern über eine Bergstrasse zum Berg Asama mit einer Aussichtsterasse.

Die Schreine in Ise gelten als die wichtigsten heiligen Orte für die Shinto-Gläubigen und sollten von diesen mindestens einmal im Leben besucht werden. Sie nehmen für sich in Anspruch Japan beschützt und so erhalten zu haben. Als ersten haben wir zuerst den sogenannten äusseren Schrein (Toyouke Daijingu, Gekū) besucht. Er wurde vor über 1'500 Jahren und 500 Jahre nach dem inneren Schrein erbaut. Der innere Schrein liegt etwa vier Kilometer südlich. Es ist einer der beiden Hauptschreine der Stadt Ise und wird auch von den Gläubigen zuerst besucht. Der Haupt-Tempel Toyouke Daijingu ist der Gottheit Omikami gewidmet, die und Beschützerin von Nahrung, Unterkunft und Kleidung. Toyouke versorgt die Sonnengöttin Amaterasu Omikami mit Nahrung, die im inneren Schrein verehrt wird. Wie der innere Schrein werden die Tempel des Schreins alle 20 Jahre auf dem freien Platz neben den bestehenden Tempeln mit frischem Holz neu aufgebaut und der alte Tempel wird gleichzeitig abgebaut. Das alte Holz wird jeweils für die weniger wichtigen Tempel weiter verwendet, damit die auch etwas von der Heiligkeit abbekommen. Die nächste Erneuerung erfolgt im Jahr 2033. Wie immer ist Anlage an einem sehr schönen Ort gelegen und eingebettet in Gärten und Wald mit riesigen Bäumen. Die grossen Bäume sind Riesen-Lebensbäume die etwa 70m gross werden und einen Stammdurchmesser bis 7m haben. In den Tempeln darf man nicht fotografieren. Wir haben uns bei einem aber in die Schlange gestellt, ein Opfer gebracht und das Wunschritual durchgeführt. Das ist noch ergreifend.

Wie es sich gehört, sind wir dann zum inneren Schrein (Kōtai Jingū, Naiku). Er ist über 2'000 Jahre und ist der im Shintoismus am meisten verehrte Gottheit, der Sonnengöttin (Amaterasu Omikami) gewidmet. Er gilt als Japans heiligster Schrein. Der Haupttempel ist in einem alten Baustil errichtet, der keine erkennbaren Einflüsse des asiatischen Festlandes hat. Wie der innere Schrein wird er alle 20 Jahre von Grund auf neu aufgebaut. Der 62. Wiederaufbau erfolgte 2013 . Der 63. Wiederaufbau findet 2033 statt. Verglichen mit dem äusseren Schrein, ist er noch grösser und hinterlässt einen noch stärkeren Eindruck.

An die Anlage schliesst eine Einkaufsstrasse, vor allem mit Essensständen und Restaurants, an. Sie ist sehr gut besucht, fast wie an der Fasnacht.

Danach sind wir zurück nach Toba gefahren und haben zu Mittag gegessen. Der Abschluss unserer Tour bildete die Insel Mikimoto. Kokichi Mikimoto hat Ende des 19. Jahrhunderts die Perlentaucherinnen von Ise beobachtet. Das hat ihn auf die Idee gebracht, Perlen zu züchten. Im Jahr 1888 erhielt er ein Darlehen, um eine Perlenzuchtfarm zu eröffnen. Nach vielen Misserfolgen gelang es ihm 1893 die erste Zuchtperle zu zeigen. Das Verfahren musste aber noch verbessert werden und und so war die Firma, die erste welche zu Beginn 1920er Jahre Zuchtperlen produzierte. Dies führte auch für die Perlentaucherinnen zu einem gesicherten Einkommen. Heute werden dort keine Perlen mehr gezüchtet und die Perlentaucherinnen zeigen ihre Fähigkeiten nur noch als Touristen-Attraktion. Perlen und die Geschichte des Perlentauchens kann man in einem Museum ansehen und es gibt Läden die mit Perlen handeln. Irgendwie sind die Verkäuferinnen aber nicht auf westliche Kundschaft eingestellt. Sie können z.B. die verschiedenen Qualitätsstufen und die damit verbundenen (riesigen) Preisstunterschiede nicht erklären. Deshalb kam es auch nicht zu einem Verkaufsabschluss.  

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Frühling
Kulturell
  • Toyouke Daijingu (Gekū) in Ise
  • Kōtai Jingū (Naiku)
  • Aussicht von der Bergstrasse zum Berg Asama
  • Mikimoto-Insel mit Perlentaucherinnen
  • Mittagessen in Toba
KulturGeschichteEssenStadtTransit
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Antworten (1)

Wilhelmvor 5 Monaten
Huch...? Seid ihr jetzt auch noch unter die Zeitreisenden gegangen? Der 22.April ist erst nächste Woche! ... oder ist das ein heimlicher Test von Tommi um herauszufinden ob eure Beiträge tatsächlich gelesen werden ?!? :-) :-)

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