Busan, 6. April 2026
Heute sind wir wieder in der Hafenstadt Busan in Südkorea. Dieses Mal sind wir nicht weit aus der Stadt weggefahren, sondern sind in einen Tempel und einen Bambuswald am...


Veröffentlicht: 07.04.2026







































Nachdem wir Südkorea verlassen haben, sind wir wieder in Japan in der Stadt Nagasaki angelandet. Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, vor allem das Friedensmuseum und den Friedenspark, beim letzten Besuch schon besucht. Heute konnten wir es daher locker angehen. Das Wetter ist top, am morgen früh noch etwas kühl, aber bald wurde es richtig sommerlich warm. Das hat zur Folge, dass die schönen Kirschblüten fast wie Schnee herunterkommen, schade aber dennoch schön.
Als erstes haben wir nochmals die Oura Kirche besucht. Sie ist 26 Christen gewidmet, die im 16. Jh. hingerichtet wurden und seitdem als Märtyrer verehrt werden. Die Kirche wurde 1853 gebaut, als sich Japan im Rahmen der Restauration wieder öffnete.
Wir sind dann entlang des Nakashima Fluss durch die Stadt gelaufen. Er ist zwar kanalisiert, hat aber schöne Brücken und wird zum Teil von den Anwohnenden liebevoll bepflanzt. Es hat auch entlang dem Fluss viele kleine Schreine, denen Opfer gebracht werden und wo Gebete gesprochen werden.
Wir sind bis zum Suwa Shrine, einem der bedeutendsten Shinto Tempel in Nagasaki. Dieser wurde im Jahr 1614 als Reaktion auf die Christianisierungsbemühungen der westlichen Missionare gebaut. Wie die meisten grossen Tempel ist er wunderbar gelegen, eingebettet in einem Bestand an alten Bäumen mit vielen Nebentempeln. Zum Hauptgebäude führen 277 Stufen, aber der Zugang zum Tempel hat schon mehr Stufen und zu den Nebentempeln geht es auch noch weiter hoch. Eine besondere Attraktion ist natürlich eine Tempelkatze, die offenbar gerne in einer Laterne schläft.
Wir sind dann auch weiter zum Omagari Neko Schrein. Das ist eigentlich ein kleiner Laden, der wie ein Tempel gestaltet ist und lauter Katzen-Nippes verkauft. Wir haben natürlich zugeschlagen.
Wir wollten eigentlich noch in ein Katzen Kaffee, haben aber kein gutes bzw. kein offenes gefunden. Deshalb sind wir noch weiter an einem anderen Seitenarm des Nakashima Flusses bis nahe an den Stadtrand gelaufen.
Dort haben wir dann ein Tram zurück ins Zentrum genommen. Die Tramlinie fährt noch mit der gleichen Technik, wie die alten Basler Tram mit den Handschiebetüren und den Billetteuren. Aber sie sind in perfektem Zustand und, wen wundert’s, die Linie 3 ist den Katzen gewidmet.
Wir haben dann nach einem kleinen Restaurant gesucht, das auch kleine Gerichte anbietet. Wir hatten dann wie gewünscht, Udon-Nudeln mit Ei. Das sind dicke, weiche Weizennudeln in einer sehr ausgewogen gewürzten Suppe mit geröstetem Schnittlauch. Man kann mit den Nudeln aber alles Mögliche haben, von Tempura-Shrimps, Hühnchen oder Fisch bis zu Kobe-Beef.
Wir haben noch etwas das Wetter und die Stadt genossen und sind dann langsam zurück aufs Schiff. Selbst wenn wir versuchen, das Wetter wegzulassen, gefällt uns Nagasaki deutlich besser als Hiroshima. Die Stadt ist natürlich etwas kleiner, aber die grünen Hügel, welche Nagasaki umschliessen, die drei grossen Flüsse mit vielen Nebenarmen die durch die Stadt hindurchziehen, die vielen, unterschiedlichen (wieder aufgebauten) Gebäude aus verschiedensten Epochen machen die Stadt sympathisch.
