Nagasaki, 7. April 2026
Nachdem wir Südkorea verlassen haben, sind wir wieder in Japan in der Stadt Nagasaki angelandet. Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, vor allem das Friedensmuseum und...


Veröffentlicht: 08.04.2026






































Heute hat uns der Vulkan Sakurajima am frühen Morgen wieder rauchend empfangen. Der Vulkan ist ja permanent aktiv und stösst mindestens Dampf oft aber auch Asche aus. Heute hat jedoch selbst der Vulkan das schöne Wetter genossen und im Verlauf des Tages fast nichts von sich gegeben. Die Einheimischen in Kagoshima sind auch ganz glücklich, weil er dieses Jahr bisher sehr ruhig war. Sonst werden sie doch ab und zu mit Asche oder gar Felsbrocken eingedeckt.
Wir haben heute zuerst eine Tour zu Samurai Häusern und zum Kamikaze-/Friedens-Museum gemacht (der offizielle Name des Museums ist Chiran Peace Museum). Die Samurai-Häuser sind ein Dorf mit originalen Häusern, die aber im Unterschied zu unserem Ballenberg noch genutzt werden. Deshalb kann man in der Regel nur in die Gärten und nicht in die Häuser. Die Gärten sind schön gestaltet und gepflegt - so wie man sich Japan vorstellt. Es hat in dieser Gegend überhaupt noch sehr viele traditionelle Häuser und der wichtigste Wirtschaftssektor ist hier auch die Landwirtschaft.
In der Nähe der Stadt Kagoshima war im 2. Weltkrieg eine Ausbildungsbasis und ein Flugplatz der japanischen Armee. Das Kamikaze-Museum dokumentiert die Fliegerei und spezifisch die Kamize-Einsätze (Shimpū Tokkōtai). Es erfolgt keinerlei direkte Wertung, es werden Fotos der Piloten, deren Einheiten, Briefe und persönlichen Gegenstände sowie Flugzeuge gezeigt. Das stellt natürlich trotzdem eine Wertung dar, da nur die bedauernswerten, mehrheitlich sehr jungen Selbstmordpiloten dargestellt werden, aber keine Hintergründe, nichts über die Gegenseite usw.
Nach dieser Tour sind wir ins Stadtzentrum gefahren und haben dort ein besonderes Kaffee mit speziellen Coupes besucht. Im Anschluss sind wir noch zum Terukuni Schrein gelaufen. Dieser Schrein ist der bedeutendste der Stadt, wurde aber erst 1864 in Gedenken an den 1858 verstorbenen "28th Lord von Satsuma, Shimazu Nariakira" gegründet. Dieser war ein "Internationalist" und hat massgeblich zur Öffnung Japans und zur Restauration von 1868 beigetragen. Das Torii ist riesig und eine vierspurige Strasse hat problemlos Platz. Das heutige Torii ist aber ein Nachbau, da das Original einem Bombardement im zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen ist. Markant ist auch der in Form eines fliegenden Vogels geschnittene Baum vor der Eingangstreppe zum Schrein.
Nach dem Besuch des Schreins sind wir noch die 600 Stufen auf den Stadthügel gelaufen um die Aussicht über die Stadt und das schöne Wetter zu geniessen.
