Fukuoka, 5. April 2026
Fukuoka ist die sechstgrösste Stadt Japans und hat rund 1.6 Mio. Einwohnende. Wir haben prächtiges Wetter und nach gestern macht das auch die Stadt viel schöner. Wir haben uns...


Veröffentlicht: 06.04.2026





























































Heute sind wir wieder in der Hafenstadt Busan in Südkorea. Dieses Mal sind wir nicht weit aus der Stadt weggefahren, sondern sind in einen Tempel und einen Bambuswald am Stadtrand. In einer Stadt mit 3.5Mio. Einwohnenden heisst das allerdings immer noch 45min. fahren.
Die Stadt strotzt vor Hochhäusern und modernen Gebäuden (z.B. die neue Oper) und Brücken mit Auffahrten wie den Kehrtunneln am Gotthard. Was dieses Mal anders ist, die Sicht ist etwas schlecht, dafür sind auch hier die vielen Kirschbäume überall am Blühen: Zwischen den Häusern, in Parks, in Wäldern, an Flüssen aber auch entlang der Autobahnen.
Wir sind recht früh auf eine Tour gegangen und haben als erstes den Hae Dong Yong Gung Tempel besucht. Das ist eine grosse buddhistische Tempelanlage, die 1376 erbaut worden sein soll. Allerdings scheint das historisch nicht korrekt zu sein. Die Anlage ist aber sehr gross und sehr schön am Meer gelegen. Es wird auch kräftig gebetet und geopfert. Es gibt allerlei Buddha-Figuren, andere Götter und auch Statuen der chinesischen Tierkreiszeichen. Wie in Japan sind die Grenzen zu anderen Religionen fliessend und solange der Rubel, hier der Won, rollt, ist sowieso alles in Ordnung. Es hat denn auch mitten in der Tempelanlage Geldwechselmaschinen, Bancomaten und Souvenirshops.
Nach dem Tempel sind wir weiter zum Ahopsan-Wald der seit 400 Jahren im Besitz der gleichen Familie ist und mittlerweile von der neunten Generation betreut wird. Es war längere Zeit vorrangig ein Bambuswald. Die Bedeutung des Bambus hat aber stark abgenommen, deshalb werden auch (wieder) Zypressen, Zedern, Ginkgo und Kiefern gepflanzt. Auch wird der Wald für den Anbau von Speisepilzen verwendet. Der verbliebene Bambuswald wird heute als touristische Attraktion und als Filmlocation genutzt. So wurden dort sechs Spielfilme und mehrere Fernserien gedreht. Es gibt noch ein Tor zur Vergangenheit, das von den Dreharbeiten zum Film "Der König: Ewiger Monarch" übriggeblieben ist. Das Tor scheint aber nicht mehr zu funktionieren, wir haben es mehrfach ausprobiert. Wir konnten eine schöne Wanderung durch die Wälder machen und unser Guide ist wohl oder übel den längeren Weg (als der gewünschte) mit uns gekommen. Wir haben aber die vorgesehene Zeit präzis eingehalten.
Nach diesem Ausflug sind wir mit dem Shuttle Bus nochmals ins Stadtzentrum gefahren. Dieses ist sehr belebt, es hat überall Essensstände und Restaurants, kleine Geschäfte vor allem mit Kleidern, Uhren und Schmuck und Elektronik. Südkorea ist etwas chinesischer als Japan. Das heisst, viele Geschäfte sind ziemlich vollgestopft, einiges ist etwas vernachlässigt, es hat etwas mehr Abfall und der Won ist etwas stärker als der Yen. Alles vergleichbar mit der Schweiz. Es hat dann auch hier gegen Abend der Regen eingesetzt. Wir sind deshalb zurück aufs Schiff und offiziell aus Südkorea ausgereist.
