Hiroshima, 4. April 2026
Wir hatten gedacht, das letzte Mal sei das Wetter in Hiroshima übel gewesen. Aber es war tatsächlich noch schlimmer. Zum Teil ist das Regenwasser wie ein Wasserfall über die...


Veröffentlicht: 05.04.2026



























































Fukuoka ist die sechstgrösste Stadt Japans und hat rund 1.6 Mio. Einwohnende. Wir haben prächtiges Wetter und nach gestern macht das auch die Stadt viel schöner.
Wir haben uns heute ein kleines Programm vorgenommen und sind mit dem Shuttle-Bus vom Hafen zur City Hall gefahren. Von dort aus sind wir in den sehr grossen Stadtpark Maizuru und Ohori Park gelaufen. Diese beiden aneinander liegenden Pärke zeichnen sich durch drei Sachen aus: Sehr viele blühende Kirsch- und Zwetschgenbäume, die Ruinen eines grossen Schlosses und einen ansehnlichen See.
Die blühenden Kirschbäume sind wirklich phantastisch. Die Blüte ist jetzt auf dem Höhepunkt und die Japaner feiern das auch. Und wie uns Freunde schon erzählt haben, werden im ganzen Park Flächen reserviert um gemeinsam mit der Familie, mit Freunden, den Arbeitskollegen usw. zu feiern. Es werden auch sehr viele Essensstände aufgebaut.
Das Maizuru Castle wurde 1603 fertiggestellt und 1868 im Rahmen der Restauration der Kaiserherrschaft und der Öffnung Japans weitgehend geschleift. Aber alleine die Grundmauern der Burg sind eindrücklich und auf den verschiedenen Ebenen stehen viele Kirschbäume.
Der See im Ohori Park ist sehr belebt, vor allem durch Menschen und auf dem Wasser durch Pedalos in Schwanengestalt.
Wir sind danach mit der U-Bahn in die Altstadt gefahren. Von einer Altstadt ist zwar nichts mehr zu sehen, dafür hat es schöne Tempel und ein verrücktes Einkaufszentrum. Tōchō-ji ist der erste Tempel, den wir besuchten. Ein grosser, wahrscheinlich im Jahr 608 gegründeter buddhistischer Tempel. Er beherbergt eine fast 11m grossen über 30 Tonnen schweren Buddha aus Holz, der allerdings erst 1988 erstellt worden ist. Der Tempel ist eigentlich sowieso neueren Datums, da er schon viele Male komplett abgebrannt und neu aufgebaut worden ist. Das letzte Mal im 2. Weltkrieg. Man darf den Buddha trotzdem, wie in der Regel alle Tempel-Innenräume, nicht fotografieren, deshalb haben wir das Plakat vom Buddha fotografiert. Die Tempel bilden in einer Stadt, in der praktisch alles topmodern ist, Inseln aus einer anderen Welt und Zeit.
Ganz in der Nähe gibt es den Kushida Schrein, einen Shinto Tempel der im Jahr 757 gegründet sein soll. Ebenfalls ein grosser Tempel, bei dem ein Zugang gleich in eine Einkaufsstrasse mündet.
Wir sind dann etwas weiter gelaufen zum Canal City Hakata-Einkaufszentrum, das sich aus verrückten Gebäuden zusammensetzt und unzählige Marken- und Fachgeschäfte, Restaurants, Kinos, Spielhöllen, Hotels, Wasserspiele usw. umfasst. Eigentlich wollten wir dort zu Mittagessen, aber das wollten ein paar tausend Japaner auch. Wir wollten zum einen nicht Schlange stehen und auch nur was Kleines zu essen, deshalb gingen wir weiter in der Hoffnung einen kleinen Imbiss zu finden. Dann waren wir aber plötzlich auf der Reeperbahn von Fukuoka und ob es da gute Nudeln gibt, waren wir nicht sicher. Deshalb sind wir zurück zur City Hall gelaufen und dort in den Shuttle Bus gestiegen und zurück zum Schiff gefahren.
