Franshoek, ein Bobotie & ein Milktart, Montagu Pass und Swellendam
Mittwoch 6.1.2016 Um 9.00h sitzen wir abmarschbereit, können die Dame wg. der Bezahlung nicht finden. G. fährt ne erste Testrunde Linksverkehr mit rechtsgesteuertem Auto und um...


Veröffentlicht: 04.09.2019

























Donnerstag 7.1.2016
Es regnet weiter. Um 9.00h haben wir das Standard-Frühstück genossen, was mit Toast, Ei, Marmelade, Käse, Kaffee mehr als reichlich war. Wir wuchten unsere Koffer wieder ins Auto, steuern kurz ein Spa an, das aber ausgebucht ist. Also fahren wir in den Ort, gehen in die ulkige Kirche, die mehrere Baustile vereint, innen aber ganz schlicht ist.
Der Friedhof rund um das Gebäude zeigt wieder viele deutsche und holländische Namen aus dem 19. Jahrhundert. In einer kleinen Shopping Arcade gegenüber finden wir die schon in Kapstadt gesuchten Beach Chairs, um auch mal zwischendrin beim Picknick sitzen zu können. Mit 149 Rand (knapp 9 EUR) sind sie so teuer, wie in Deutschland. In der Auslage des Bäckers liegen tatsächlich Brötchen. Als solche auch beschriftet!
Sitzprobe im Supermarkt
Im Regen laufen wir zuzm Drostdy Museum. Dieses open-air Museum ist eine Ansammlung von kapholländischen Gebäuden, die aus der Mitte des 18. und 19. Jahrhunderts stammen. Hier residierte damals der Drost – also in etwa so etwas wie der Landrat. Auch eine Gefängniszelle gehört zur Anlage. Die Wohnräume und mehrere Handwerksräume in den kleineren Häuschen des Geländes, kann man ansehen, ebenso wie alte Post-, Reise und die Sarg-Kutsche!
Wir fahren mittags nach Barrydale und von dort auf die Route 62, die in etwa das südafrikanische Pendant zur amerikanischen Route 66 sein soll.
Weite Täler liegen vor und neben uns, immer mal abwechselnd mit Weinanbau und dann wieder Bergen links und rechts. Wir stoppen natürlich bei Ronnies Sexshop für einen Milchshake.
Diese Kneipe steht allein auf weiter Flur an dieser Landstraße und ist aufgrund des Namens eine Berühmtheit. Es war eigentlich immer eine Kneipe, aber da die Leute alle daran vorbei fuhren, hat der Inhaber (oder seine Frau) irgendwann mit dem Trick eines neuen Namens versucht, mehr Kundschaft anzulocken. Offenbar ein voller Erfolg. Heute steht diese Kneipe in jedem Reiseführer und ist auch als wir dort ankommen, gut frequentiert. Man kann hier in einem kleinen Laden alle möglichen Souvenirs mit dem Namen der Kneipe kaufen – Ronnie sitzt in ganzer Pracht auf seiner Tiefkühltruhe und lässt sich bereitwillig fotografieren („May I take a picture?“ „I don’t care what you do!“).
Nebenan kann man an einem Kiosk ein paar Sachen zu Essen erstehen und auch Milkshakes und andere Getränke. Dazu gibt es noch eine echte Kneipe, deren Deko im Wesentlichen aus hunderten BHs besteht und die Wände mit tausenden Vistenkarten vollgeklebt sind. Wir lassen auch unsere Visitenkarten dort, gönnen uns einen Milkshake uns sitzen nach 20min wieder im Auto.
Mittlerweile ist es trocken, aber dicht bewölkt. Gegen 17.00h rollen wir in Oudtshoorn ein. Das heutige Quartier – das Karoo Sun Guesthouse - ist ein super modernes Haus von einem jungen Ehepaar geführt und mit viel Stilsicherheit eingerichtet. Die junge Dame des Hauses hat offenbar eine künstlerische Ader. Einzig müssen wir unsere tonnenschweren Gepäckstücke die sehr hohe Treppe in den ersten Stock schleppen, wo alle Gästezimmer sind. Der Eingangsbereich bietet gemütliche Sofas, kostenlosen Portwein und den Bereich für’s Frühstück sowie den Zugang zum Garten mit kleinem Swimmingpool. Diese Unterkunft wird mit die schönste sein, die wir in 3 Wochen in Südafrika hatten.
Nach einer kleinen Pause laufen wir zur Baron van Reede Street und gehen nach etwas Hin- und Herlaufen dann doch in ein Grill-Restaurant, das die Atmosphäre einer Bahnhofshalle hat oder an einen amerikanischen Diner erinnert.
Oudtshoorn
Die Kellnerin warnt uns vor dem chinesischen Essen auf der Karte und so entscheiden wir uns für irgendwas anderes. Gut ist, dass das Restaurant – wie viele andere in Oudtshoorn – einen kostenlosen Shuttle zu den Hotels anbietet. Wir schnappen uns das Ding und fahren durch stockfinstere Straßen zurück zum Hotel. Zum Laufen – auch angesichts der Löcher in der Straße – wäre das jetzt nicht sehr gemütlich gewesen. Bilder sichern und ab ins Bett.
