BLOG 12: In der Heimat der Chiricahua-Apachen
Das heutige Chiricahua National Monument umfasst einen Teil des früheren Gebietes der Chiricahua Apachen, die bereits im 15. Jahrhundert von den natürlichen Ressourcen der...

Veröffentlicht: 02.06.2025

























Der Apache Pass war jahrhundertelang ununterbrochen ein wesentlicher Reiseweg, da in diesem Gebiet Holz, Gras und das Wasser von den Apache Springs zu finden war – alles lebenswichtige Güter für die durch die Wüste ziehenden Gruppen. 1849 wurde er zu einem wichtigen Zwischenstopp auf einem „Auswandererpfad“, den hoffnungsvolle Goldsucher von Texas zu den kalifornischen Goldfeldern nahmen, und es entstand die Butterfield Overland Stage Route als Postweg.
Der zunehmende Verkehr durch ihr Stammes- Gebiet verstörte die Chiricahua-Apachen und führte zu über zehn Jahren Überfällen und Kämpfen. Dadurch entstand ein Klima der Gewalt, in dem Indianer und Angloamerikaner um die Kontrolle über den Südwesten und seine natürlichen Ressourcen kämpften.
Fort Bowie spielte eine bedeutende Rolle in den Kriegen mit den Chiricahua Apachen. Im Februar 1861, noch vor der Errichtung des Forts, lieferte sich Leutnant George Bascom eine dramatische Konfrontation mit Cochise. Diese führte zu einem Vierteljahrhundert blutiger Feindseligkeiten zwischen den Chiricahua und den weißen Invasoren sowie zu einem zehnjährigen persönlichen Krieg zwischen Cochise und der US-Armee. Dieses Ereignis ist heute als die Bascom-Affäre bekannt.
General James H. Carleton, der 1862 eine Unionsarmee nach Osten führte, um die Invasion der Konföderierten in New Mexico abzuwehren, kämpfte zwei Tage lang, am 15. und 16. Juli, gegen die Apachen um die Kontrolle der nahegelegenen Apache Spring. Die auch mit Gebirgskanonen ausgerüsteten US-Truppen griffen erneut an und erreichten schließlich das Wasser, nachdem sie die Apachen aus deren Felsbefestigungen, die beide Flanken der Quelle beherrschten, vertrieben hatten.
Diese „Schlacht am Apache Pass“ führte direkt zur Errichtung von Fort Bowie und war nur eine der zahlreichen Auseinandersetzungen, die von beiden Seiten mit großer Härte und Brutalität geführt wurden. Letztendlich wurden die Apachen geschlagen und in ferne Reservate gezwungen.
Nach der Befahrung der Schotterpiste über den Apache Pass und einen Blick aus der Ferne auf die Ruinen von Fort Bowie müssen wir eine „technische Pause“ einlegen, unser Wohnmobil macht seit Beginn unserer Reise Probleme mit der Batterie für den Wohnteil, ein Telefonat mit der „Hotline“ des Verleihers bedeutet ein mehr als halbstündiges „Bedudel“ in der Warteschleife und die vorgeschlagene Werkstatt erweist sich als inkompetent – Fehlerlösung vertagt!
Für weiteren Weg nach Norden wählen wir ab Globe die US 60 – Salt River Canyon Scenic Drive.
Die Strasse für zunächst durch das Reservat der San Carlos Apachen und nach der Überquerung des Salt Rivers durch das der White Mountain Apachen. Wie öfters in USA gibt es ein Brücken Paar – die historische, 1934 errichtete dient als Fußgänger-Aussichtsbrücke, die direkt daneben liegende neue von 1996 ist dem Fahrzeugverkehr vorbehalten.
Die Gegend ist landschaftlich wunderschön, aber nicht wirklich zum alltäglichen Leben geeignet, weswegen wir hier auch keine Apachen treffen können.
Die Etappe führt uns zum Fool Hollow State Park nahe der Stadt Show Low, hier blieben wir 2 Tage, um etwas auszuruhen und die hoffentlich endgültige Behebung der Wohnmobil Probleme anzugehen.