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BLOG 18: Taos Pueblo

Veröffentlicht: 11.06.2025

Fahrt
Santa Fe → … → Taos Pueblo
High Road to Taos
Attraktion
Santa Fe Opera
Santa Fe, United States
Attraktion
San Jose de Gracia
Las Trampas, United States
Attraktion
Taos Pueblo
Taos, United States
Essen
Grandma’s Cafe
$$ · Snack

Von Santa Fe weg nehmen wir nicht den direkten Weg über den Highway, sondern machen zuerst einen kurzen Stopp beim „Santa Fe Opera“ Haus, eine recht ungewöhnliche Teil-Freiluftspielstätte etwa 15 km nördlich außerhalb der Stadt. Das jetzige Theater wurde 1998 neu erbaut und verfügt über etwa 2200 Besucherplätze.

Weiter geht es über die „High Road to Taos“, die uns durch eine schöne Gebirgslandschaft, teilweise almartig fast wie in Mitteleuropa. Unterwegs stoppen wir bei der Kirche „San Jose de Gracia“ von 1760 im Ort Las Trampas. Da geschlossen, können wir nicht ins Innere schauen.

Taos Pueblo ist die vermutlich älteste durchgängig bewohnte Siedlung in den Vereinigten Staaten. Das Pueblo ist eines der Eight Northern Pueblos, deren Einwohner eine von zwei Varianten der Tanoa-Sprache sprechen. Im Pueblo selbst wohnen heute noch ständig rund 150 Indianer in weitgehend traditioneller Lebensweise.

Die ältesten Teile der heutigen Gebäude gehen auf die Anasazi-Kultur zurück und wurden zwischen 1000 und 1450 errichtet. Das Pueblo wurde an den Abhang des Taos Mountains in der Sangre de Cristo Range am Rio Pueblo de Taos gebaut – lange bevor Kolumbus Amerika „entdeckte“…

In der Frühzeit war das Taos Pueblo ein zentraler Handelsplatz zwischen den Bewohnern des Rio Grande-Einzugsgebietes und den benachbarten Prärie-Indianern im Nordosten. Im Herbst war es Austragungsort eines Marktes nach der Ernte.

Die ersten spanischen Besucher erreichten das Taos Pueblo 1540 auf der Suche nach den sagenhaften „Sieben Goldenen Städten“. Fray Francisco de Zamora gründete 1598 die erste Mission. Um 1620 leiteten spanische Jesuiten den Bau der ersten katholischen Kirche innerhalb des Pueblos, die Mission de San Geronimo de Taos. Berichte aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass sich die Einwohner gegen den Bau der Kirche und den Zwang zum Beitritt zur katholischen Religion wehrten. Im ganzen 16. Jahrhundert gab es wachsende Spannungen zwischen den Eingeborenen und der zunehmenden Präsenz spanischer Kolonialisten. 1660 wurde die Kirche zerstört und der spanische Priester getötet. Einige Jahre später wurde sie wieder aufgebaut. 1680 begann der Pueblo-Aufstand, in dessen Verlauf die Kirche abermals zerstört und zwei Ortspriester getötet wurden.

Am Übergang zum 18. Jahrhundert wurde San Geronimo de Taos zum dritten Mal wieder aufgebaut. Die Beziehung zwischen Spaniern und Taos waren für eine kurze Zeit sogar freundschaftlich, da sich beide Gruppen gegen einen gemeinsamen Feind verbünden mussten: Ute und Comanchen drangen in das Gebiet vor. Die Ablehnung des Katholizismus und der spanischen Kultur blieb jedoch weiterhin stark. Trotzdem durchdrangen die religiösen Vorstellungen der Spanier und landwirtschaftliche Methoden langsam die Taos-Kultur, verstärkt durch die engere Zusammenarbeit.

Der Taos-Aufstand (Taos Revolt) begann am Ende des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges 1847. Der mexikanische Patriot Pablo Montoya und Tomasito, ein Anführer des Taos Pueblo, führten eine Miliz aus Mexikanern und Taos, die gegen den Anschluss an die Vereinigten Staaten kämpften. Sie töteten Gouverneur Charles Bent und andere und marschierten auf Santa Fe. Der Aufstand wurde niedergeworfen und das Pueblo belagert. Die Rebellen suchten in der Missionskirche Schutz. Die Amerikaner beschossen die Kirche, töteten oder fingen die Aufständischen und zerstörten das Gebäude. Um 1850 wurde in der Nähe des westlichen Tores der Pueblo-Mauer eine neue Kirche errichtet. Die Ruinen der ehemaligen Kirche und der Nachfolgebau von 1850 sind bis heute im Pueblo zu sehen.

Die Lehmhäuser werden auch heutzutage jährlich von den Eigentümern neu mit Lehm verputzt. Die meisten Häuser sind noch immer im Besitz der Familie und werden von ihr instandgehalten.

Die Häuser werden in der Regel von Generation zu Generation weitergegeben, wobei in der Regel der älteste Sohn der alleinige Eigentümer ist. Diese Häuser werden noch heute für religiöse und kulturelle Aktivitäten genutzt.

Die mehrstöckigen Gebäude, bekannt als Hlauuma (Nordhaus) und Hlaukwima (Südhaus), und deren Erhalt haben für die Gemeinschaft höchste Priorität als Teil des Taos Pueblo-Erlebnisses und der Lebensweise des Stammes.

Um sicherzustellen, dass beide Gebäude ihren Zustand behalten, hat der Stamm ein spezielles Programm zum Schutz und zur Instandhaltung seiner Häuser entwickelt.

Das Taos Pueblo Preservation Program (TPPP) setzt sich für den Schutz und die Erhaltung des kulturellen Erbes des Taos Pueblo als traditionelle Lebensgemeinschaft einund sorgt auch für die Ausbildung junger Leute in den traditionellen Techniken.


Bezeichnend für den früheren Umgang der USA mit den Ureinwohnern war die 1906 erfolgte Enteignung von etwa 19.000 ha Bergland der Taos Mountains mit dem für die Taos heiligen „Blue Lake“ durch ein Dekret von Präsident Theodore Roosevelt. Den Indianern war in der Folge das Betreten verboten, sodass sie ihre jährlich rituelle Wanderung zu ihrem Heiligtum nicht mehr durchführen konnten, Zuwiderhandelnde wurden durch das US-Militär verhaftet und deportiert. Erst im Dezember 1970 korrigierte der damalige Präsident Nixon dieses Unrecht und das entsprechende Gesetz wurde im Kongress gemeinsam von beiden Parteien beschlossen.

Auf der Homepage der Taos (www.taospueblo.com) heißt es dazu:

Präsident Nixon betonte die Bedeutung des Gesetzes: „Dieses Gesetz steht für Gerechtigkeit, denn 1906 geschah Unrecht, als den betroffenen Indianern, den Taos Pueblo, 48.000 Acres Land entzogen wurde.

Der Kongress der Vereinigten Staaten gibt dieses Land nun zurück, wem es gehört … Ich kann mir keine angemessenere Maßnahme vorstellen, die mich als Präsident der Vereinigten Staaten stolzer machen könnte.“

Die Unterzeichnung gab den Taos Pueblo das Land zurück und ermöglichte den ungehinderten Fortbestand ihrer jahrtausendealten traditionellen Kultur. Sie schuf zudem einen Präzedenzfall für die Selbstbestimmung aller amerikanischen Ureinwohner, Stämme und Nationen.

Der Gouverneur der Taos Pueblo, James A. Lujan, erklärte: „Wir hoffen, dass alle unsere Nachbarn im Taos Valley mit uns dieses bedeutsame Ereignis für die Menschen der Taos Pueblo feiern werden.“

Cacique Romero, der religiöse Führer des Pueblos in den späten 1960er und 1970er Jahren, der maßgeblich an der Verteidigung des Pueblos vor dem Kongress beteiligt war, erklärte in seiner Antwort auf die Zustimmung des Kongresses und die Unterzeichnung durch Präsident Nixon: „Ein neuer Tag beginnt nicht nur für die amerikanischen Ureinwohner, sondern für alle Amerikaner dieses Landes.“

Dieser neue Tag führte dazu, dass das Taos Pueblo die Interessen und das Wohlergehen des Pueblos, seine Wasserversorgung, seine natürlichen und heimischen Ressourcen sowie den Ort gesellschaftlicher und kultureller Veranstaltungen wahrte.

Möge es weiter so bleiben !

Unsere Taos – Guide erzählte uns noch viel über das heutige Leben, in dem ihre Bräuche großteils noch immer vor Fremden geheim gehalten werden, auch angeheiratete Mitglieder aus anderen Indianerstämme dürfen nicht an allen Zeremonien teilnehmen.

Der Besuch des Pueblo ist für Besucher nur zwischen 09.00 und 16.00 Uhr möglich, und es dürfen nicht alle Bereiche betreten werden.

Zum Abschluss besuchen wir noch „Grandma’s Cafe“ wo wir uns mit einem Frybread und einem Taos Pueblo Taco stärken.

Der Ort Taos bietet nichts besonderes, auf der Plaza findet sich nicht einmal ein vernünftiges Lokal, in einer Nebengasse finden wir dann eine Kneipe, in der uns unglaublich saure Margaritas serviert werden…

Auf einen Blick

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Kulturell
  • Santa Fe Opera
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