BLOG 19: Cumbres & Toltec Scenic Railroad
Von Taos geht’s noch Nordwesten Richtung Chama – zu einem Highlight für Gerhard, zur Cumbres & Toltec Scenic Railroad. Auf dem Weg dorthin überqueren wir die Schlucht des...

Veröffentlicht: 16.06.2025























Weiter gehts nach Norden Richtung Denver – unsere Fahrt neigt sich dem Ende zu…
Zunächst fahren wir wieder die Strecke nach Antonito, wie gestern nach der Bahnfahrt mit dem Bus in umgekehrter Richtung. Wieder geht’s am Cumbres und La Manga Pass über 3000 m Höhe hinaus und wir verlassen nun endgültig New Mexico nach Colorado.
Nach Antonito durchquerten wir die landschaftlich eher langweilige Hochebene von Alamosa, in der Ferne können wir die Great Sand Dunes (haben wir schon auf einer früheren Reise besucht) erkennen und über den näherkommenden Bergen der Rocky Mountains entladen sich einige offensichtlich heftige Gewitter. Der Highway 17 führt von Alamosa bis über Moffat hinaus über eine Strecke von über 70 km praktisch immer schnurgeradeaus!
Unser Ziel ist der Hecla Junction Campground in der Arkansas Headwater Recreation Area – immerhin auch auf etwa 2300 m Höhe. Hier verbringen wieder 1 ½ „Ruhetage“ mit einer gemütlichen Wanderung am Arkansas River Trail im Brown Canyon.
Der Arkansas River ist einer der längsten Flüsse in den USA, hier ist er nicht allzuweit von seinem Ursprung entfernt doch schon ein beachtlicher Gebirgsfluss – nach etwa 2400 km mündet er als wesentlicher Zufluss in den Mississippi.
Im Canyon gegenüber von Campingplatz und Wanderweg verläuft die Trasse der seinerzeitigen Strecke der Denver & Rio Grande Western Railroad - wäre sicher auch eine tolle Strecke für eine Nostalgie Dampfbahn, wurde aber leider schon vor vielen Jahren als Strecke aufgegeben, aber wie in den USA üblich, nie abgebaut. Aus der Ferne schauen das Gleis und die Brücken gar nicht so schlecht aus, wäre sicher wieder betriebsfähig zu machen.
Der Arkansas ist in diesem Bereich sehr beliebt für White Water Rafting, direkt neben dem Campingplatz ist auch ein Start und Landungsplatz, der von einigen professionellen Anbietern und auch privaten Wassersportlern benützt wird.
Von diesem Platz aus hat man auch einen ganz guten Blick auf den Mount Antero, dem höchsten Gipfel der südlichen Sawatch Range der Rocky Mountains. Er ist immerhin 4350 m hoch und wurde zur Ehrung des Häuptlings Antero des Uintah Stammes der Ute-Indianer benannt. Ohne auf Details einzugehen – auch den Ute Indianern wurde wie den anderen Stämmen von den Weißen in Kriegen und mit gebrochenen Verträgen übelst mitgespielt, bei diesem Stamm haben sich die Mormonen besonders negativ „hervorgetan“.