Ab in die Höhe
Zurück in Phnom Penh auf dem Sofa sitzend, können wir euch nun von den letzten beiden Tagen erzählen. Gestern war es unglaublich heiß in Kampot und sehr drückend durch die hohe...

Veröffentlicht: 15.10.2025
Gestern während der Arbeit erfuhren wir ganz beiläufig, dass der 15.10. in Kambodscha ein Feiertag ist und wir daher nicht arbeiten würden. Dies ist der Todestag des Vaters des Königs.
Nachdem wir mit der Arbeit fertig waren, wollten wir noch einmal die Mall besuchen, um in dem Buchladen noch ein oder zwei Bücher zu besorgen. Also per Grab ein TukTuk bestellt und ab geht's. Und irgendwie fuhren wir und fuhren und kamen nicht an. Irgendwann meinte Feli: "Ich glaube, wir sind hier völlig falsch." Es stellte sich heraus, dass es zwei Malls mit dem gleichen Namen in Phnom Penh gibt. Die eine 15 Minuten von unserem Apartment entfernt, die andere eine Stunde. Tja. Blöd gelaufen. Aber auch hier gab es einen kleinen Bücherladen und wir konnten uns mit Krimis eindecken (fragt uns in den nächsten Tagen nochmal, ob sie empfehlenswert sind!).
Dann also eine Stunde Heimweg und ab unter die Dusche, wir hatten nämlich noch ein Date! Zum Abendessen waren wir mit Annalina und Mara (ihr erinnert euch, die beiden anderen Famulantinnen) verabredet. Die beiden hatten ein super authentisches Khmer-Restaurant entdeckt. Die Speisekarte war nicht einmal auf Englisch übersetzt und so wurde es ein Bilderraten und ein Versuch, mit Google-Übersetzer einigermaßen herauszufinden, was wir da bestellen würden. Wir haben es aber geschafft, ohne dass bei jemandem frittiete Tarantel auf dem Teller landete.
Da wir heute also frei hatten, konnten wir etwas länger schlafen und dann am Pool unsere neuen Bücher beginnen. Gegen 12 Uhr trieb uns der Hunger in die Innenstadt und wir fanden ein süßes kleines Cafè. Danach wollten wir die Gelegenheit nutzen, uns nochmal so richtig ausknacken zu lassen und buchten eine traditionelle Khmer-Massage. Diese ähnelt der Thai-Massage, allerdings wird sie ohne Öl ausgeführt und man trägt dabei ein mehr oder weniger traditionelles Gewand. Und dann wird mit ganzem Körpereinsatz geknetet, gedrückt, gezogen und gedehnt.
Im Anschluss fuhren wir zum Russian Market. Man kann sich das wie einen Marktplatz vorstellen, bei dem die Stände sehr dicht beieinander stehen, man sich durch enge Gassen drückt, alles irgendwie mit Planen und Blechen überdacht ist und man tatsächlich die ein oder anderen sehr guten Schnäppchen machen kann. Das Angebot reicht von typischen Touri-Andenken über Klamotten, fake Markenhandtaschen, Holzarbeiten, Bast-Accessoires, wunderschönen handgefertigten Lampen und Möbeln bis hin zu Silberschmuck und Edelsteinen. Dort kann man gut und gerne einen ganzen Nachmittag verbringen. Aber wir waren schon wieder verabredet! Auf zurück in die Innenstadt zum Wat Phnom Tempel. Wunderschön auf einem kleinen Hügel gelegen, trohnt dieser buddhistische Tempel über der Stadt. Im Inneren finden sich atemberaubende Wandmalerein, Statuen aus Gold und Marmor und etliche Opfer-Altare.
Gemeinsam mit Mara und Annalina schlenderten wir durch das französische Viertel zum Night-Market, wo für uns der Tag mit einem frischen Zitronentee aif Eis und Streetfood endete. Dieser ereignisreiche Tag hinterließ bei mir ein bisschen seine Spuren, weshalb wir relativ zeitig Richtung Apartment aufbrachen.
Morgen geht es bereits zum vorletzten Mal in die Klinik, daher gehen wir nun besser schlafen. Bis dann!
