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Zwischen schottischem Stadtflair und mariner Tierwelt! - Dunedin

Veröffentlicht: 11.11.2017

07/11 - 09/11

Nach einigen Tagen im Bergland hatte ich echt Lust auf etwas städtisches Treiben. Deshalb fuhren wir quer durchs Land an die Ostküste nach Dunedin. Die Fahrt dauerte um die 3.5 Stunden - es war aber wiedermal dem Panorama geschuldet, dass die Zeit echt wie im Flug verging.

Bereits einige Kilometer vorher merkt man den schottischen Touch dieser Stadt. In Dunedin sieht es aus, wie ich mir eine schottische Stadt vorstelle (das war wahrscheinlich auch ein Mitgrund, warum ich unbedingt dorthin wollte). Wie es sich bei einem Städtetrip gehört, haben wir die wichtigsten Sehenwürdigkeiten erkundet: das Octagon mit den zahlreichen Restaurants & Bars, das schöne alte Bahnhofsgebäude und die Baldwin Street, die laut Guinness Buch der Rekorde die steilste Straße der Welt ist.







Einen ganzen Tag verbrachten wir aber auf der weit sehenswerteren Otago Peninsula, die wir mit dem Auto annähernd vollständig abgefahren sind. Von der landschaftlichen Schönheit abgesehen - auf die wir in Neuseeland denk ich nicht mehr speziell hinweisen müssen ;) - bietet diese Region aber noch mehr: nämlich eine vielfältige marine Tierwelt. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Touren, die man buchen kann...wir wollten uns aber wieder Geld sparen und entschieden uns dazu, das Ganze auf eigene Faust zu machen.





Gleich in der Sandfly Bay hatten wir Glück und konnten drei schlafende Seelöwen sichten. Dort tobte allerdings auch aufgrund des starken Windes ein unangenehmer Sandsturm, weshalb wir schnell wieder den Rückweg antraten. Ich wollte es auch nicht riskieren, dass meine Kamera den umherwirbelnden Sandkörnern zum Opfer fällt.





Danach hatten wir leider nicht mehr soviel Glück mit dem Sichten von weiteren Tieren, weshalb wir für den Abend eine Tour buchten, um die kleinsten Pinguine der Welt (die Zwergpinguine oder blue penguins) beim An-Land-gehen zu beobachten. Es war so ein lässiger und auch lustiger Anblick, wie diese kleinen Vögel grüppchenweise angespült wurden und an Land gewatschelt sind...;) Das ganze Spektakel dauerte nur eine Stunde, aber länger hätten wir es aufgrund der Kälte ohnehin nicht ausgehalten.





Ein Mitarbeiter aus unserem Hostel hat uns einen Küstenabschnitt nördlich von Dunedin empfohlen, wo man noch mehr Tiere sehen kann. Am Katiki Point Lighthouse haben wir dann tatsächlich unzählige Seelöwen in allen Größen und Posen sowie den seltensten Pinguin - den Gelbaugenpinguin - in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten können. Teilweise konnte ich bei den Seelöwen sehr nah rangehen, bei allen anderen Fotos kam das Teleobjektiv zum Einsatz.







Dunedin hat neben Meerestieren auch ein paar Surfstrände zu bieten. Luki hat gleich mal die Chance ergriffen und online einen Surfkurs am St. Clair Beach gebucht. Während er seine Surfkenntnisse ausgebaut hat, habe ich mir die Zeit in einem netten Café am Strand vertrieben.





An das Leben in Hostels haben wir uns mittlerweile auch schon gewöhnt, das tägliche Kochen macht mitunter sogar Spaß (sofern die Küche gut ausgestattet ist). Wir müssen aber immer wieder feststellen, dass wir so gut wie die Einzigen sind, die richtige Gerichte kochen. Die anderen, meist jüngeren Traveller, essen Sachen, wo man nicht glauben kann, dass das die Kehle runtergeht. Beispiele gefällig?

- zwei labbrige Toastscheiben übergossen mit Tomatensoße und nicht geschmolzenem Reibekäse (ich glaube, es sollte sowas wie Pizza sein)

- gekochte Penne getränkt in kaltem Schlagobers und bestreut mit geriebenem Parmesan (wir tippen auf Penne Carbonara)

- 4 Eier ohne Schale (!) in kaltes Wasser geschlagen und darin gekocht...danach mit nichtgetoasteten Brotscheiben als Sandwich gegessen (wir haben keine Idee, warum die Eier nicht einfach in der Pfanne gemacht wurden)

- Tiefkühlpizza ist ja prinzipiell ein gutes Essen und da kann man nicht viel falsch machen. Blöd nur, dass die Hostelküchen keinen Backofen haben...einer dachte, er kann das Ding in der Pfanne warm machen...


Fazit:

Dunedin als Stadt fanden wir nicht besonders spektakulär. Es gibt ein paar nette Sehenswürdigkeiten und urige Pubs/Bars, aber dafür allein würde ich keinem empfehlen, so weit in den Süden der Südinsel zu fahren.

Die Otago Peninsula war allerdings absout ein Highlight und ist jede Reise wert. Die Halbinsel ist wunderschön und die Tierwelt, sofern man sich dafür interessiert, sehr spannend. Ich habe mich bisher auch nicht so sehr für Wildtiere begeistert, aber wenn man mal die Gelegenheit bekommt, ihnen nah zu kommen und sie in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten, ist es ein einmaliges Gefühl und verlangt irgendwie immer nach einer Wiederholung...



Als wenn das noch nicht genug wäre, diesen Stopp als Erfolg abzustempeln, kommt noch ein weiterer Faktor dazu. Wir legten bei der Erkundung der Halbinsel mal eine kleine Pause im Penguin Cafe ein, wo ich den besten Karottenkuchen meines Lebens serviert bekommen habe. Selbst Luki als Nichtnaschkatze war sichtlich angetan und hat kräftig zugelangt! Ich ärgere mich noch immer, dass ich zu feig war, nach dem Rezept zu fragen...


Hasta pronto!

E&L


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Antworten (4)

Elisa
Pizza kann man aber tatsächlich in der Pfanne machen. Schmeckt sogar recht gut! Probiert es mal aus falls ihr mal wild sein wollt ;-)

Emivon somewhereoutthere
Haha, na witzig! Dann haben wir eigentlich was von dem Typen gelernt und ihn zu Unrecht belächelt...shame on us! :) Wir werden sicherlich mal ganz wild sein und das auch ausprobieren!

Elisabeth
Pau super , erinnert mich voll an Irland , und die Tierwelt an Africa lustig . War auch nie so interessiert daran, man wird aber irgendwie wenn man Zeit hat süchtig 😅 Tolle Geschichten von euch, weiter so

Sabine
Sehr Schöne Fotos 👍🏼

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