Auf der Silberstrasse
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Von PINs und PUKs

Veröffentlicht: 17.03.2025

Fahrt
Wiesloch → Vesoul
339 km
Sehenswert
Vesoul
Vesoul, France

TAG 2: Eigentlich war Dole heute unser Ziel. Das wären von Wiesloch aus knapp 430 Kilometer gewesen. Wir haben es nur 339 Kilometer weit bis Vesoul geschafft – und das hatte seinen Grund …

Es ist irgendwann am Morgen. Ich bin gerade beim Zähneputzen im Bad und höre, wie Icke im Selbstgespräch vor sich hinmurmelt: „Jetzt habe ich noch einen Versuch.“ Das ist einer dieser Sätze, bei denen mein komplettes Alarmsystem auf Rot schaltet. Mit dem Mund voller Zahnpasta-Schaum prustete ich ein „Nnnnnnn!“, aber: Es war zu spät. „Hmmm, die war’s auch nicht“, sagte mein Schatz, geradeso so beiläufig, als hätte sie die falsche Seite in einem Rezeptbuch aufgeschlagen. Den Bruchteil einer Sekunde später stand ich neben ihr und sah, wie sie ihr Handy zuklappte. „Wasch hascht Du getan?“, stammelte ich und verteilte dabei die Zahnpasta im Raum. „Ich habe die SIM-Nummer von meinem Handy dreimal falsch eingetippt“, sagte Icke. „Und jetzt?“ Meine Frau überlegte kurz. „Nicht so schlimm. Irgendwo muss ich diese PUK-Nummer zum Entsperren haben.“

Ja … Nach einer Stunde ergebnislosem Suchen stellte sich heraus, dass die PUK-Nummer sicher verwahrt zu Hause in der Ablage für die Telefonrechnungen liegt. Schade nur, dass niemand bei uns zu Hause ist und wir weitab vom Schuss wohnen. Jetzt war guter Rat teuer! Mit jeder Minute „ohne Verbindung zur Außenwelt“ (O-Ton Icke) stieg die Nervosität. Da die Hotspot-Verbindung zu meinem Handy sehr instabil war, konnte das den Stresspegel meiner Frau so gut wie gar nicht senken. Fast fünf Stunden neben Icke ohne Handy wurden zu einer echten Herausforderung. Schließlich wurde Tanni, unsere Tochter, kontaktiert, nach der Arbeit bei uns zu Hause nach der Nummer zu suchen. Gegen 16 Uhr kam von unserem Engel der erlösende Anruf – die PUK-Nummer war gefunden, und Sekunden später war Icke wieder online. Da waren wir kurz vor Vesoul.

So groß die Freude darüber auch war, sie konnte leider an der Tatsache nicht rütteln, dass ich mit meinem Nerven und damit auch mit meinen Kräften schon auf Sparflamme kochte. Und so entschieden wir, Vesoul einen Besuch abzustatten. Wir nutzten die frühe Ankunft zu einem Spaziergang durch die schöne Innenstadt und stellten fest, dass dieses 15.000 Einwohner zählende Städtchen durchaus einen Besuch wert ist.

Die verlorenen Kilometer machen wir bestimmt irgendwann irgendwie wieder gut – und wenn nicht, dann eben nicht. Hauptsache, wir bleiben in Verbindung zur Außenwelt.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
Mit Familie (3)
Abseits der Pfade
  • Vesoul erreicht statt des eigentlich geplanten Dole
  • PUK-Nummer nach langem Suchen wiedergefunden
  • Spaziergang durch die Innenstadt von Vesoul
HandySIM-KartePUK-Nummer
StadtTransit
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Antworten (3)

Bianka Fröschleinvor mehr als 1 Jahr
So ganz ohne Verbindung zur Außenwelt geht gar nicht 😉😘

vor mehr als 1 Jahr
Dafür habe ich vollstes Verständnis, ohne meine dritte Hand geht bei mir auch nichts 😂 gute Weiterfahrt! 🥰

vor mehr als 1 Jahr
Das war für Willi die Höchststrafe🤦🏻‍♀️oh mein Gott 😹

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