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Viaje en Sudamérica

Tag 48 - 50 / Salar de Uyuni

Salar de Uyuni

Der erste Tag, 16. April 2018

Nachdem wir alle unser Gepäck für die nächsten drei Tage in der Wüste umgepackt haben, wurden wir von dem Auto abgeholt. Der erste Stopp war bei einem Eisenbahnfriedhof nahe der Stadt. Hier waren hunderte von verrosteten Zügen, über die man rüber klettern komnte. Wären da nicht die vielen anderen Touristen gewesen, wäre es nochmal um einiges schöner gewesen, aber da werden wir uns wohl die nächsten Tage dran gewöhnen müssen.



Der nächste Halt war in der Salzwüste, auf dem Weg dahin sind wir durch eine komplett mit Wasser bedeckte Fläche gefahren. Die Wüste ist schneeweiß und der Boden sehr gerade. Wir hatten Glück nach der Regen- und vor der Trockenzeit zu kommen, so konnten wir noch die Überreste der mit Wasser bedeckten Wüste, aber auch trockene Flächen sehen.






Nach einer Mittagspause sind wir zur Isla Incahuasi gefahren, einer Kakteeninsel mitten in der Salzwüste. Die Kakteen hier waren teilweise mehr als doppelt so groß wie ich, im Gegensatz zu meinen Zuhause, die nicht größer als mein Arm werden. Es war cool so über die Insel zwischen den Kakteen und Felsen bis zu einer Höhle herumzuklettern. Von hier hatte man eine schöne Aussicht über das kilometerlange Weiß um uns herum.


Der letzte Punkt für heute war eine Stelle in der Wüste nahe der Berge, der, bis auf einen Weg für die Autos, komplett mit Wasser bedeckt war und von wo wir den Sonnenuntergang angeschaut haben, der sich in der Wasserfläche, wie alles andere auch, sehr schön gespiegelt hat. Die Anfahrt durchs Wasser Richtung einziger Landstraße weit und breit scheiterte dann aber kurz vor dem Ziel. In einer besonders tiefen Stelle sind wir stecken geblieben und bei jedem Versuch weiterzufahren, ist der hintere Teil des Wagens tiefer eingesunken, wir hatten Glück dass kein Wasser ins Auto lief. Die letzten zwei Meter sind wir dann selber durchs Wasser an Land und haben von dort zugesehen, wie unser Auto von einem anderen rausgezogen wurde.


Während es dunkel wurde (immernoch kein Mond in Sicht) sind wir zu unserem Hotel gefahren. Wahrscheinlich wird man die Sterne nirgends so gut sehen wie hier in der Wüste, Kilometer von der nächsten Stadt entfernt.


Unser Hotel bestand größtenteils aus Salz, der Boden war mit den Körnern bedeckt und die Wand bestand aus festem Salz, wie wir alle einmal probiert haben. Luxuriöserweise gab es hier Duschen, sogar mit warmen Wasser, was wir alle nochmal ausgenutzt haben. Das Essen ist garnicht schlecht, unser Fahrer Luis, der nicht älter sein kann als wir, bereitet es immer für uns zu.


Obwohl die Tour mal ausnahmsweise nicht um drei Uhr nachts sondern morgens um halb elf begann, war es ein langer Tag und wir sind alle erschöpft ins Bett gegangen.

~Lenja


Der zweite Tag unserer Tour ging um halb 8 morgens mit Frühstück los. Die Tische und Bänke bestanden, so wie fast alles im Hotel aus Salzsteinen. Um 8 sollte es dann los gehen was nur etwas schwierig ist mit nur 3 Reifen am Auto.. Offensichtlich war am Tag davor irgendetwas mit der Bremse kaputt gegangen. Aber unser Fahrer Luis war schon fleißig am reparieren. Für uns hieß das warten. Nur leider gab es im Hotel und Umfeld nichts mehr Interessantes zu tun oder zu sehen und der nächste Interessante Ort war 2 km weit weg. Zum Glück lieh uns dann der Hotelbesitzer sein  Motorrad und wir sind alle nacheinander mal eine Runde gefahren um die Zeit zu vertreiben. Nach knapp über 2 Stunden war dann endlich alles repariert und es ging los. Das erste Ziel war eine hübsche kleine Lagune mit Flamingos drin. Da wurde dann auch gleich zu Mittag gegessen


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 Das Gute an unserer Panne war, dass wir an allen Orten, zu denen wir gingen, fast immer alleine waren und es keine anderen Touristen gab, weil wir ja immer zu spät waren. Als nächstes ging es zu einer größeren Lagune mit noch mehr Flamingos und Salzinseln drin. Am Rand gab es hohe Grasbüschel in denen Mäuse und Vögel leben.


 Es war außerdem sehr windig und wir konnten einen Minitornado aus Staub ganz in der Nähe sehen.


 Beim weiter fahren kamen wir an großen Steinformationen vorbei und auf einmal haben wir Wüstenkaninchen am Straßenrand auf ein paar Steinen gesehen. Haben natürlich gleich angehalten. Die Touristen, die vor uns und da lang gekommen sind, haben Essensreste (Nudeln und Gemüse) hin gelegt und mehrere Wüstenkaninchen und eine kleine Maus waren mitten beim Essen. Wir konnten ganz nah ran und sie sogar füttern und kurz anfassen. Sie waren richtig süß! Nach 30 Minuten gings wieder weiter.


 Die Landschaft war übrigens auch überall voll mit Vulkangestein, dass wie flüssiger Käse der an den Steinen runter läuft aus sah. 


Die Vulkane konnte man auch immer mal wieder meistens mit der Spitze schneebedeckt sehen. Der nächste Stop war beim Steinbaum. Das ist eine große Steinformation die unten dünn und oben dick ist wie ein Baum. 


Zum Schluss kamen wir zum Roten See, den wir uns aber nur kurz vom Ausguck anschauten, weil es inzwischen ziemlich kalt und windig geworden war.


 Direkt nebendran war dann auch der Eingang zum Nationalpark, wo wir Eintrit gezahlt gaben. Danach ging es direkt zum Hostel, wo es keine Duschen und nur begrenzt Strom gab. Aber dafür eine Flasche Wein zum Abendessen! 😂


~Velina


Tag 3 

Heute ging es schon um 5:00 Uhr los. Zuerst sind wir zu Geysirs gefahren, wo teilweise unter ohrenbetäubendem Lärm, heißer Wasserdampf aus dem Boden schießt und dabei eine Riesen Dampfsäule hinterlässt.


 Es roch dort sehr stark nach faulem Ei, vermutlich Schwefel, welcher mit aus dem Boden gepustet wird. Das ganze war noch bevor die Sonne auf ging und es waren ca 5 Grad Celsius Lufttemperatur.

Umso mehr haben wir uns auf die nächste Station gefreut, die heißen Quellen. 


Unser Geländewagen hatte leider nicht wirklich eine Heizung. Uns war so kalt, dass wir beim Hineingehen ins Wasser Schmerzen empfanden. Genau das hatten wir gebraucht. Nach kurzer Eingewöhnung waren die Quellen dann einfach nur schön angenehm warm und entspannend. Aus dem Becken heraus konnte man die aufsteigende Sonne gut beobachten. Wenn wir uns nach einer Weile im Wasser dann mal an den Rand gesetzt haben, nur noch mit den Beinen im Wasser, wurde uns schwindelig. Man sollte empfohlener Weise maximal 20 Minuten im Wasser bleiben, wir hatten aber mehr Zeit. Unsere Italienische Reisegefährtin wollte unbedingt zu einer entfernten Lagune fahren, weshalb wir bei den Quellen für ca 2 Stunden ausgesetzt waren, gut für uns.

Mittagessen gab es auf einem kleinen Hof, mitten im Nichts.

Anschließend ging es auch schon zurück, Richtung Uyuni. Auf dem Weg haben wir noch bei der Valle de las rocas gehalten, einem Gebiet mit vielen außergewöhnlich geformten Felsen und Steinen.


 Dort hatten wir 30 Minuten Zeit zum herumklettern und Fotos machen.

Die letzte Station vor Uyuni, war San Cristobal, eine alte Kirche in irgendeinem kleinen Dörfchen. Dort gab es auch viele der üblichen Marktstände und einheimische Frauen die frischen Saft gepresst haben.

Gegen 17:00 Uhr sind wir dann wieder in Uyuni angekommen, haben uns einen Snack geholt und sind in einen Bus nach Potosi gestiegen.

~Viktor

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