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Zuletzt in Frankreich

Autopanne und pure Verzweiflung

Veröffentlicht: 23.12.2025

Fahrt
Bédoin → Arles
D570
Taxi
Nîmes → Salin-de-Giraud
France
Unterkunft
L'effet mer
Ferienwohnung · Salin-de-Giraud

Nun, leider bewahrheiteten sich meine schlimmsten Befürchtungen. Kurz nach Abfahrt aus Bédoin wurden die Geräusche nicht besser, die mein Camper von sich gab. So ein Mist aber auch! 

Ich suchte, während ich fuhr, nach einer Iveco- Werkstatt und stellte fest, dass heute Samstag war. Alle Firmen hatten geschlossen. Na super, dachte ich. Warum konnte ich denn nicht auch einfach Freitags weiterfahren?

Aber gut, mich selbst damit zu ärgern brachte mich nicht weiter. Also nahm ich die Situation an, wie sie eben gerade war und versuchte, das Beste daraus zu machen. Nach einigen Kilometern schoss plötzlich die Kühlmittel-Temperaturanzeige nach oben und begann zu leuchten. Panik pur! Nein, nein, nein. Das konnte doch jetzt nicht wirklich passieren? Ich wollte es wenigstens bis nach Arles schaffen zur Werkstatt. Bitte - dachte ich - halte durch! Für mich! Bitte!!

Immer wieder hielt ich bei kleinen Haltebuchten an, um dem Kühlmittel Gelegenheit zu geben abzukühlen. Das letzte was ich jetzt gebrauchen konnte, war ein Motorschaden. Selbstverständlich ging es, zwar nur leicht, aber stetig bergauf, so dass ich nicht einmal die Chance erhielt, den Camper einfach rollen zu lassen. Dazu alle paar Kilometer - wie sollte es anders sein - ein Kreisverkehr. Natürlich. Bremsen, anhalten, neu anfahren, Beschleunigen. Toll, wenn sowieso schon der Motor zu warm wird. 

Kurz vor Arles passierte das, was ich krampfhaft versucht hatte zu vermeiden. Ich blieb liegen, mitten auf der D570 im Niemandsland. Weit und breit kein Haus, Hof oder sonstiges um Hilfe zu holen. Motor aus, nichts funktionierte mehr - die Batterie war offensichtlich auch komplett leer. Der blanke Horror. Was war denn jetzt zu tun?

Ok, ich musste einen kühlen Kopf bewahren, das nützte alles nichts. Schließlich war Knut auch noch da, um den ich mich kümmern musste. Also nahm ich Kontakt zum Truck-Service auf, damit ich zur nächsten Werkstatt geschleppt werden konnte. Der ADAC war für mich leider raus - die sind nur für Fahrzeuge bis 3,5 t zuständig. Didi hat 4,8 t, somit ein LKW. Glücklicherweise hatte ich mich im Vorfeld in Deutschland vor Antritt der Reise informiert und entsprechende Verträge abgeschlossen. Sonst würde ich vielleicht noch jetzt dort stehen. 

Nach 3 Stunden war der Abschleppdienst da und brachte meinen Camper nach Nimes zu Iveco, wo er vor den Toren abgestellt wurde.

Hier sei einmal gesagt: ich höre von vielen, die Franzosen seien Stur. Ich kann das glatte Gegenteil behaupten. So viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft hätte ich in Deutschland sicherlich nicht erleben dürfen!

Der Fahrer des Abschleppdienstes, welcher auch nur französisch sprach, war so freundlich, sich für mich jm ein Taxi zu kümmern, welches Knut und mich mit Sack und Pack nach Salin-de-Giraud brachte, wo ich eine Unterkunft organisiert hatte. 

Im strömenden Regen half mir der Taxifahrer, welcher ein paar Brocken englisch sprach, meine Sachen und Knut ins Taxi zu bringen. Ich war überglücklich, wenn auch gerade völlig am Ende mit meinen Nerven. Ich war im warmen.

In der Unterkunft "L'effet mer" wurden Knut und ich von der Gastgeberin Clothilda sehr freundlich empfangen. Was für eine Wohltat! Jetzt gab es erst einmal eine heiße Dusche. Etwas zu essen bekam ich auch. Super! Ich hatte es mit der Unterkunft gut getroffen.

Auf einen Blick

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Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Autopanne auf der D570 kurz vor Arles
  • Abschleppdienst nach Nîmes
  • Taxi nach Salin-de-Giraud
  • Unterkunft L'effet mer
RoadtripTransit
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