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zloty, zloty, Danzig

Veröffentlicht: 26.08.2019

Was hat mein Mann geflucht auf dem Weg nach Danzig. Puh. Ewig lang Straßensperrungen, undurchsichtige Umleitungen, Schotterpisten und Flickenteppiche. Das war anstrengend und hat selbstverständlich viel länger gedauert als geplant. Henry hat tapfer durchgehalten und sich fast gar nicht beschwert.

An dieser Stelle mal ein Riesen Danke an Ole, der uns immer sicher von A nach B bringt und der schlechteste Beifahrer aller Zeiten ist.

Auf dem Campingplatz „Camping 218“ angekommen ist es rappelvoll und wir finden zum Glück noch eine klitzekleine Lücke in die wir den Nuggi quetschen können. Sonst wär vermutlich auch einer von uns geplatzt.

Campingplatz Idyll


Wir kommen in Ruhe an, gehen an den Strand und planschen. Abends gibt es Kartoffeln mit Kräuterquark und Salat.

Elisabeth, ohne deine wunderbaren Gewürze wäre unser Essen schon vor Langeweile gestorben. Damit bekommen wir echt alles gepimpt. Chimichuri auf‘s Frischkäse Gurkenbrot ist momentan mein persönlicher Hit.

Danke!

Aber ich sollte ja was zu Danzig schreiben. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ist ne wunderschöne Stadt. Wir fahren mit Bus und Bahn rein und steigen da aus wo am meisten Leute aussteigen. Erst wissen wir dann nicht so genau wohin. Das geht der Familie neben uns ebenso und so starten wir schon mit einem lustigen Hin und Her und einem netten Gespräch in das Danziger Innenstadtleben. Ich werde, bevor wir auch nur annähernd losgelaufen sind, magisch von einer Fotobox angezogen. Ich möchte unbedingt eine haptische Erinnerung an unseren Trip und nicht nur furchtbar viele schöne digitale Bilder. Also rein in die Box, kitschigen Hintergrund ausgesucht und Tür zugemacht. Henry fängt sofort übertrieben an zu schreien. Ich werde hektisch, will die Tür wieder aufmachen und in dem Moment wird das Foto aufgenommen. Als dann noch der Drucker auf halber Strecke aufgibt ist das Familienbild perfekt. Hauptsache Daddy grinst. Das wird zu Hause gerahmt. Besser hätte es nicht laufen können.

Fotobox Abenteuer


Henry beruhigt sich auch schnell und wir gehen kurz in die Touriinfo und lassen uns einen schönen Rundgang durch die Stadt erklären.

Die erste Straße durch die wir schieben ist schon unfassbar beeindruckend. Es reihen sich die schmalen, für eine alte Hansestadt typischen, Häuser aneinander und übertreffen sich mit Verzierungen und Besonderheiten.


In den folgenden Straßenzügen zeigt sich uns wieder einmal wie harmonisch alt und neu nebeneinander existieren können. Toll.




Wir überqueren Die Mottlau zweimal, zukkeln über einen Foodcourt und nutzen Henrys Schlafpause um super leckere Piroggen essen zu gehen. Ich sag nur Chorizo und Mascarpone.

Danach geht’s noch ein bisschen auf den Spielplatz und am Ende des Tages sind wir ein bisschen enttäuscht von der Markthalle, die nur noch aus komischen Billigshops und Fleischläden zu bestehen scheint. Henry wird ungeduldig und unsere Füße sind auch langsam lahm.

Ab nach Hause. 40 Minuten mit Bus und Bahn liebe Leute, das sagt manchmal mehr über eine Stadt als 6 Stunden Stadtbummel.

Müde Busfahrer


Auf jeden Fall entscheiden wir uns abends am nächsten Tag weiterzufahren. Es ist wirklich schön hier, aber wir sind stadtsatt.

Wir fahren jetzt noch ein bisschen durch Polen und freuen uns auch schon doll auf zu Hause und auf euch.

Annika

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