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Backpacking in Pokhara

Veröffentlicht: 30.09.2018

Die Tagen fliegen im Nu vorbei. Irgendwie ist jeder Tag randvoll. Klingt merkwürdig, ist aber so. Ich wohne im Little Tibetan Guest House, das dadurch besticht, dass es am Ende eines versteckten Gartens liegt, ein wenig abseits der Hauptverkehrsstraße und dadurch etwas ruhiger und grüner. Also genau mein Ding! Für die Nacht im Doppelzimmer mit Balkon und Badezimmer komme ich nebensaisonbedingt mit günstigen 1000 Rupien pro Nacht (7,50€) weg. Da kann man doch nicht meckern, oder?

Im Backpackerleben steht normalerweise so etwas wie Nahrungssuche, der Gang zu Laundry zum Wäschewegbringen oder -abholen, Fotobearbeitung, Suche nach stabilem WLAN oder Sightseeing auf dem Programm. Und alles dauert hier seine Zeit. Nichts geht schnell. Heute klingelt der Wecker um 4.30 Uhr, damit ich rechtzeitig um 5 Uhr auf der Straße bin, um mir ein Taxi nach Sarangkot zu schnappen. Von diesem Berg aus soll der Sonnenaufgang mit Blick auf den Annapurna, einer der Achttausender des Himalaya atemberaubend sein; und das will ich natürlich sehen. Die Wettervorhersage, die ich hier täglich im Auge habe, verspricht einen trockenen, teilweise sonnigen Sonnenaufgang. Das klingt doch schon nicht schlecht. Nach einer 25min Fahrt aus der Abteilung Off-Road-Schlaglochfahren am Steilhang kommen wir am Ziel an. Überall liegen dicke schwere Wolken und der Annapurna ist leider nur zu erahnen als die Sonne sehr zögerlich einzelne Strahlen durch die dicke Wolkendecke schicken kann. Sehr schade! Es ist und bleibt eben nicht die beste Reisezeit.

Danach muss ich mich erstmal stärken. 

Ich treffe mich mit Aaman, gebürtigem Beganlesen und derzeit Student in den Staaten zum Teetrinken und Quatschen über Fotos. Aaman kenne ich über Couchsurfing. Er ist so unkompliziert und lustig, wie ein kleiner Bruder, den ich nie hatte, so dass es einfach Spaß macht mit ihm Zeit zu verbringen. Und so komme ich tatsächlich auch zu Fotos von mir.


Jeden Tag steht etwas anderes auf dem Programm. Den einen Tag mache ich mit Aaman auf zur World Peace Pagoda. Da wir gehört und gelesen haben, dass Touristen da in letzter Zeit überfallen worden sind, lassen wir Kamera, Handy und Kreditkarte zu Hause und machen uns nur mit ein wenig Bargeld auf den Weg. Zu meinem Glück ist Bengala Nepali anscheinend etwas ähnlich, so dass Aaman einige Brocken versteht. Zudem kann er etwas Hindi und so fragt er immer wieder nach dem richtigen Bus und wo dieser abfährt. Dies erweist sich als relativ kompliziert, wir müssen zweimal umsteigen und durch die Stadt laufen. Am Ende kommen wir gut an und ohne uns bedroht. Wir machen eine tolle Wanderung bergab durch den angenehm schattigen Wald und setzen mit dem Boot über nach Pokhara. Ein perfekter Ausflug! Fotos gibt es leider nicht. Dafür einen netten Imbiss am See. Ist das nicht ein toller Ausblick?

Ich habe Glück. Ein Saddhu kommt vorbei. Ich liebe diese Farben!

Und auf dem Nachhauseweg gibt es nochmal eine Runde Fotos.



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