Auf nach Lissabon
Der heutige Tag verlief bis auf einen kurzen Moment relativ unspektakulär. Spätes Frühstück im Garten bei Kaiserwetter, dann entlang der Küstenlinie Richtung Lissabon. Eine Menge...


Veröffentlicht: 16.05.2026
Heute hab ich mich zunächst im Stadtteil Belem umgesehen, wo auch meine Unterkunft liegt. Zunächst wollte ich mir das Kloster des Jeronimo samt Kathedrale ansehen, habe den Gedanken aber ob der hunderte von Menschen, die davor standen und auf Einlass warteten, schnell wieder verworfen.
Ganz in der Nähe befindet sich ein markantes Wahrzeichen: das Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen). Das Denkmal soll an das Zeitalter der Entdeckungen erinnern und zeigt 33 wichtige Persönlichkeiten des Spätmittelalters in Portugal, die aber nicht alle zur gleichen Zeit gelebt haben. Tja, sorry liebe Gastgeber, aber irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Geschichte der Kolonialisierung, Unterdrückung und Sklaverei hier ein wenig verherrlicht wird. Denn dazu findet man keinerlei Hinweise oder Anmerkungen. Hat mich durchaus befremdet.
Der Turm von Belem wurde 1521 fertiggestellt und diente zur Verteidigung der Klosters und der Zufahrt zur Stadt über den Fluß Tejo. Er ist eines der wenigen Bauwerke, die das verheerende Erdbeben und Flutkatastrophe 1755, das große Teile Lissabons dem Erdboden gleichmachte, unbeschadet überstanden hat. Eine Besichtigung war wegen Renovierungsarbeiten leider nicht möglich.
Zum Abschluss gab es dann ein absolutes "musst Du probieren" in Lissabon: Das Pastel de Belém ist das Original des köstlichen Lissabonner Gebäcks! Dieses gibt es nur in der gleichnamigen Konditorei im Lissabonner Stadtteil Belém. Hier wird das beliebte Gebäck seit 1837 nach Geheimrezpt gebacken. Die Touristenschlangen davor waren natürlich wieder enorm, warumniemand den zweiten Eingang entdeckte, bleibt mir ein Rätsel. So bin ich, ohne große Wartezeit, in den Genuss der Leckerei gekommen.
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