Along comes Polly...

Nach 2 Wochen in Albufeira verspüren wir mal wieder das Verlangen uns weiter zu bewegen und neue Orte zu entdecken. Weihnachten rückt immer näher und wir wissen noch nicht, wo wir die Feiertage verbringen werden. Unser letzter Stopp vor der spanischen Grenze ist Tavira bzw. ein kleiner Nebenort 5km entfernt. Der Campingplatz Rio Farmosa ist der deutscheste Platz, den wir bisher kennenlernen durften. Die Parzellen sind ca. 35qm "groß" und es ist kaum möglich all seine Dinge in der Parzelle unterzubringen. Dazu kommt noch, dass die Mitarbeiter*innen akripisch darauf achten, dass Niemand mit seinen Sachen über die gelbe Markierung kommt. Das ist ein absolutes No-go! Und wenn der Platz nicht ausreicht, muss man halt 2 Plätze bezahlen. Wirklich schade, denn so kommt wenig Gemütlichkeit auf. Ein Hallo geht den wenigsten über den Lippen. Seltsamerweise wird in der Nacht völlig zufällig eines der beiden Waschhäuser abgeschlossen. Warum, erklärt sich uns nicht. 

Aber all den Frust bzw. eher die Luxusprobleme über den Platz verschwinden sobald man die nähere Umgebung erkundet. Der kleine Fischerort liegt an einem Fluss bzw. Lagunen. Vor dem Ort befinden sich viele kleine Inseln und hinter diesen der weite Atlantik. Tavira ist die nächst größere Stadt und wird als das kleine Venedig Portugals bezeichnet. Es fließt ein Fluss direkt durch die Stadt und der Altstadt erkunden wir viele kleine Gassen. In Tavira starten wir auch unseren Versuch ein Paket nach Deutschland zu schicken. Nach Recherchen empfehlen viele Pakete mit GLS nach Deutschland zu senden, da diese als besonders zuverlässig in Portugal gelten. Tja, ein GLS-Shop finden wir in einem kleinen chaotischen PC-Laden. Die Abwicklung war ein wenig seltsam,  wir erhalten die Rechnung als SMS aber niemals die Trackingnummer. Der Inhaber kann kaum englisch und alles wirkt nicht wirklich seriös. Aber das Paket kommt wirklich relativ zeitnah an und scheint unbeschädigt zu sein. Darüber freuen wir uns sehr! 

An einem Sonntag besuchen wir auf einer kleinen Burg einen portugiesichen Weihnachtsmarkt. Nicole ist voller Hoffnung, einen Glühwein zu bekommen. Aber leider nein... Der Weihnachtsmarkt in Portugal ähnelt eher einem Flohmarkt. Es werden hauptsächlich Handarbeiten verkauft. Unterhalb der Burg sind wunderschöne Lagunen, in denen Rocky gerne ein Bad nimmt. 

Ein weiteres Higlight ist unser kleiner Ausflug nach Manta Rota. Ein langer breiter Strand. Kaum Menschen. Hinter den Dünen befindet sich ein traumhafter Womostellplatz, der rappelvoll ist und auf dem viele seit Jahren den Winter verbringen. Leider sind dort keine Wohnwagen erlaubt. Näher am Meer stehen, geht kaum.

Leider ist dise unser letzter Stopp in Portugal, denn die Corona-Lage spitzt sich hier langsam zu und wir befürchten irgendwann in einem Lockdown festzustecken. Auf gehts zurück nach Spanien!!! 



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