Pachamama
Kilometerstand: 161779 Dass am Samstag Morgen um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz weit draußen an den K


Veröffentlicht: 05.10.2026
Kilometerstand: 161863
Der Morgen begann ganz leise, ein sehr angenehmer Kontrast zum vergangenen. Wir hatten das Angebot zum Frühstück nicht angenommen und konnten so richtig schön ausschlafen. Auf der Suche nach jemandem, bei dem wir unseren Aufenthalt bezahlen konnten, fand Sebb nur die Volunteers, die eigentlich gerade die Bäder putzten. Aber da hier irgendwie alle in eine Kasse arbeiteten, war das kein Problem und Jolie kassierte uns ab. Dann nahmen wir unseren Abschied von der Community.
Die Fahrt ging mal wieder durch den Regen. Erst war der Himmel nur grau, dann regnete es ein paar Minuten mal heftiger, mal schwächer und als der Himmel wieder aufklarte, war von Regen plötzlich fast nichts mehr zu sehen und die Sonne strahlte.
Heute wollten wir auch das erste Mal eine Waschmaschine am Einkaufszentrum ausprobieren, diese Waschsalons hatten wir schon zuvor gesehen, aber noch nie in Anspruch genommen. Wir fuhren also einen der großen Märkte an, beluden eine der Waschmaschinen und während wir einkauften, wurde unsere Wäsche gewaschen. Dann kam ein Teil der Wäsche in den Trockner und wir fuhren zur Caravan-Service-Station, um unser Abwasser aus den Tanks zu lassen. Nach zwanzig Minuten war auch der Trockner fertig und das Auto wieder voll einsatzbereit. Alles hatte scheinbar einwandfrei funktioniert und wir konnten weiter.
Der Campingplatz und die Gegend von Porto Covo waren uns beim Barbecue am 24.09. in Gafanha da Boa Hora empfohlen worden. Da wir uns ja gerne Empfehlungen geben lassen und dann auch bereit sind Dinge auszuprobieren, hatten wir den Platz als Ziel des heutigen Tages gesetzt. Wir brauchten auch einen richtigen Campingplatz, denn wir mussten ja einen Teil unserer Wäsche noch aufhängen, da nicht alles in den Trockner gedurft hatte.
Der Platz erwies sich tatsächlich als gut gebucht, sehr aufgeräumt und organisiert. Es gab erstaunlich viele Abfallsammelstellen mit allen Sortiertonnen, blau, gelb, grün (Glas) und Rest. Wir hatten auf unserem Fleckchen auch genug Platz zum Wäsche aufhängen. Ein Wermutstropfen war allerdings das wirklich hässliche, rosa Armbändchen, das uns umgelegt wurde und welches auch nicht wegzudiskutieren war.
Als unsere Wäsche langsam trocken wurde, stellte Ines fest, dass wir die Waschmaschine heute wohl doch überladen hatten. Die Wäsche fühlte sich nach dem Trocknen seifig an und schien nicht richtig zu trocknen. Es war einfach viel mehr Wäsche gewesen, als wir erwartet hatten. Die Maschine hatte zwar mit acht Kilogramm doppelt so viel wie unsere heimische Maschine aufgenommen, aber ohne Waage, wie viel waren da acht Kilogramm? Am Ende hatten Ines die Trommel einfach voll gemacht. Wahrscheinlich zu voll, wie sich jetzt zeigte. Nach längerem Überlegen ging Ines also los und spülte einen guten Teil unserer Wäsche noch einmal im Handspülbecken nach.
Währenddessen hatte Sebb den Spiegel in unserem Bad, der nicht mehr richtig halten wollte, wieder angeklebt und ein bisschen aufgeräumt. Als Ines nach einer halben Stunde immer noch nicht wieder da war, hatte er auch schon angefangen die Hühnchenstreifen für das Abendessen zu braten. Es gab heute wieder Salat. Dieses Mal, mit Hühnchen und Pilzen.
Nach dem Abendessen saßen wir noch eine Weile vor dem WoMo, sahen uns die Sterne an und hörten Fußball. Das Spiel der deutschen Elf lief in unserem Radio, wir wurden aber auch informiert, wenn die Portugiesen im Parallelspiel ein Tor schossen, denn dann jubelten die Nachbarn.
