Cabo Espichel
Kilometerstand: 161689 Es ging weiter. Wir hatten am Abend diverse Vorschläge von den Taxifahrern des gestrigen Tages gesammelt, wo wir als Nächstes Station machen sollten. Der...


Veröffentlicht: 04.10.2026
Kilometerstand: 161779
Dass am Samstag Morgen um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz weit draußen an den Klippen das Leben erwachen würde, hatten wir nicht erwartet. Kurz nach besagter Uhrzeit fuhr der erste Linienbus an uns vorbei, sodann kamen der Foodtruck und das KaffeeMobil und begannen Tische und Stühle aufzubauen. Als gegen 10.00 Uhr alles stand, kamen auch schon die ersten Gäste mit Auto, Motorrad und Reisebus. Wir fragten nach, wann denn die ersten Churros in der Fritteuse des Foodtrucks fertig sein würden, wurden aber leider von der Antwort enttäuscht. Vormittags gäbe es nur Erfrischungsgetränke, Bier und belegte Brötchen, Churros aus der Fritteuse wären erst ab 15.00 Uhr im Programm.
Unser Frühstück blieb heute also einfach so wie fast jeden Tag. Nach dem morgendlichen Kaffee und ein paar Scheiben Brot packten wir unsere Sachen und spazierten zum Leuchtturm und dem Aussichtspunkt nebenan.
Als wir zurück bei Gary waren, war es leider immer noch nicht spät genug, dass beim Foodtruck die Fritteuse an war, also fielen Churros heute leider aus.
Wir fuhren weiter zum nächsten Stellplatz bei Alcácer do Sal. Die Strecke führte heute über teilweise sehr kaputte Straßen, dafür ging es aber durch Kork-Plantagen und wir konnten uns so viele der Korkeichen ansehen, wie wir wollten.
Am Stellplatz für die heutige Nacht wurden wir auf Englisch empfangen, als der Typ jedoch unser Nummernschild erkannte, schaltete er gleich um auf Deutsch. Er zeigte uns den großen Hof, wo Bambus und Bäume wuchsen und meinte, dass wir stehen könnten wo wir wollten. Wir entschieden uns für einen Platz etwas weiter weg vom Haus. Hier lebte eine kleine Kommune aus Freunden, die so etwas wie eine Familie geworden waren. Manche waren seit ein paar Wochen da, andere seit Jahren. Die Schweine, Schafe, Hühner und Gänse waren direkt hinter dem Haus. Wir hätten auch Yogakurse buchen können.
Zum Abend wurden wir zum Pizza-all-you-can-eat zum Freundschaftspreis eingeladen, im holzbefeuerten Pizzaofen brannte schon das Holz.
Die Bar war auch schon geöffnet, aber für Cocktails war es uns noch zu früh.
Wir machten erst einmal einen Rundgang über das Gelände, um danach bei Gary eine Pause einzulegen.
Wir hatten vorgestern extra Salatzutaten gekauft und überlegten was wir nun tun sollten, das Gemüse wurde schon welk, aber Pizza klang einfach zu gut. Wir setzten uns also in die Gemeinschaftsküche, schnippelten unseren Salat und stellten den dann einfach für alle zu den Pizzen auf die Theke.
Den Abend verbrachten wir bei Basti an der Theke und trafen wieder eine Reihe neuer Menschen, die einen lebten hier, andere waren auf der Reise.
Nach reichlich Pizza, Mojito und Caipirinha gingen wir abends satt und zufrieden ins Bett.
