No risk no fun
Am Dienstag den 08. November sollte es für uns weiter in den Süden Thailands gehen. Schon vorher hatte unser Fahrer telefonisch versucht Kontakt zu uns aufzunehmen und eine...


Veröffentlicht: 09.11.2018
Hallöchen Freunde :)
Jetzt melden wir uns doch schon früher als eigentlich gedacht, da das hier mit dem WLAN doch ganz gut funktioniert. Am zweiten Tag haben wir ehrlich gesagt den ganzen Vormittag (bis 14 Uhr) nur geschlafen (der Jetlag lässt grüßen) und haben zum Glück das Gepäck von Hedda und Lea wieder bekommen!!! Alles ist zum Glück noch bei den beiden da, doch leider musste ich feststellen, dass mir mein allerliebster Seidenschlafsack und meine Moon Straps (die Schnüre für meine Hängematte) geklaut wurden. Keine Ahnung wo genau, aber da scheint sich irgendjemand bedient zu haben. Anschließend sind wir nochmal in die Khao San Road, um unsere nächste Reise ein bisschen weiter zu planen und noch neue Moon Straps zu kaufen (Jaha! Es gab dort tatsächlich einen "ticket to the moon Laden"). Jetzt starten wir schon allmählich in den Süden, damit Lea und Hedda auch noch ein bisschen schnorcheln, tauchen, schwimmen und sich sonnen können. Inzwischen haben wir uns aus Bangkok -der großen, lauten, geruchsintensiven Stadt- herausgekämpft und sind in Kanchanaburi gelandet. Dort sind wir direkt nach der Ankunft in die "Stadt" gelaufen und haben uns, wie Touris das halt so tun, die River Kwai Bridge angeschaut und sind sogar darüber gelaufen. Das ist schon echt ein spektakuläres Teil, aber es wimmelt da nur so von Touris, sodass man sich anfangs ziemlich durchboxen muss. Die Hitze war ja schon generell ein kleiner Schock für uns alle, aber an diesem Tag dachten wir echt, es müssen 40 Grad sein. Innerhalb von Sekunden in der Sonne hatte man das Gefühl man müsse sich zum Sterben in eine Ecke legen. Gegen Abend wollten wir uns auf den Rückweg machen und nebenbei schauen, wo wir etwas Essen könnten. Doch das verlief nicht ganz wie geplant, da uns jemand nicht durchlassen wollte. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich an einen Taxifahrer, der uns sein "Tuk-Tuk" aufdrängen wollte oder an einen Hotelbesitzer, der uns ein Zimmer andrehen wollte. Nein! Die Straßenhunde aus ganz Kanchanaburi versammelten sich zu einer Hunde-Mafia und vereinten sich gegen uns. Wir wurden gejagt, verscheucht, verfolgt, markiert und beinahe aufgegessen. Schon gefährlich diese Hunde-Mafia, mit der ist ganz sicher nicht zu spaßen. Die hatten uns den ganzen Aufenthalt in Kanchanaburi in der Pfote, sodass wir uns vor ihnen verstecken mussten. Nachdem wir die Hunde-Mafia abschütteln konnten, haben wir ein hübsches Plätzchen zum Essen gefunden. Der Besitzer hat in Deutschland studiert und sich dementsprechend tierisch gefreut, als er gehört hat, dass wir Deutsche sind. So hat er sich immer mal ab und zu zu uns gesetzt, während wir gegessen haben und uns ein bisschen was über Thailand erzählt. Nachdem wir auf seinen Rat hin noch einen Nachtflohmarkt besucht haben, sind wir glücklich (weil die Hundemafia uns nicht mehr gefunden hat) und müde ins Bettchen gefallen. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich den wunderschönen Nationalpark in der Nähe von Kanchanaburi besuchen, mussten aber leider feststellen, dass wir das zeitlich nicht unter einen Hut bekommen, da es nachmittags schon wieder weiter gen Süden gehen sollte. Also entschieden wir uns für das, was niemals irgendein Touri macht. Wir wagten uns an eine noch nie von Touris erlebte Bootstour mit einem Speedboot, gesteuert von einem Thai!!! Tja, nachdem wir ordentlich verhandelt haben (wir wissen langsam wo der Hammer hängt) setzten wir uns hinein und erlebten die spektakulärste und irgendwie dann doch recht kurze Bootstour, die man nur einem Touri bieten konnte . Aber immerhin hatten wir Spaß dabei.
Fühlt euch gedrückt und bis bald :)
Philine
PS: Keine Sorge. Die Hunde-Mafia beschränkte sich auf ein paar (trotzdem recht viele) vereinzelte Hunde, wobei uns ein Hund wirklich angeknurrt und uns nicht die Straße hat lang laufen lassen.