onroadfel
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Die "Perle der Adria" wie sie in vielen Reiseführern betitelt wird wollten wir schon länger besuchen. Nun bot sich endlich die Gelegenheit, denn von unserem Bergdorf Ošlje fuhren wir nur eine gute Stunde die Küste entlang Richtung Süden.
Unser Vermietet warnte noch eindringlich vor der katastrophalen Parksituation und bot an uns an einer Brücke vor der Stadt abzuholen und in das historische Zentrum zu bringen.
Ein Ablehnen dieses "Service" war nicht möglich. Wir teilten ihm also unsere Ankunftszeit an besagter Brücke mit und zu unserer klammheimlichen Freude hatte er leider einen wichtigen Termin und konnte uns nicht einsammeln. Uns war das nur recht, wir fühlen uns bedeutend wohler wenn wir unabhängig unterwegs sind.
Also nichts wie rein ins Getümnel und einfach der Beschilderung zum Parkhaus gefolgt. Kurz vor der Altstadt gibt es ein wirklich großes Parkhaus, in welchem wir ohne Probleme den Wagen für 40 Kuna (ca. 5 €) die Stunde abstellen konnten. Zwar nicht ganz billig, aber alles andere hätte bei dem Parkchaos entlang der Stadtmauern keinen Sinn gemacht. Außerdem stand der Volvo so im Schatten.

Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und ist heute Heimat von knapp 43 000 Einwohnern, wovon natürlich die wenigsten innerhalb der alten Stadtmauern leben. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 90 % die Kroaten. Daneben gibt es noch einige Serben und Montenegriner, Bosniaken, Albaner sowie eine kleine jüdische Gemeinschaft. Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur. Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt.

Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind heute nahezu vollständig behoben.
Bei der 9 Monate dauernden Belagerung kamen laut dem Roten Kreuz 144 Zivilisten und 200 Soldaten ums Leben.

Mit dem Kinderbuggy mussten wir zunächst einige Stufen herabsteigen um eines der beiden Stadtore in den gewaltigen Mauern zu erreichen. Die Altstadt, und damit der Touristenmagnet, ist umgeben von einer beeindruckenden Mauer, welche fast 2 Kilometer lang ist und gegen eine entsprechende Gebühr (10 Euro) komplett begangen werden kann.
Auch wenn nan von dort sicher einen fantastischen Ausblick hat verzichteten wir mit den Kindern bei der Hitze auf diese Unternehmung.

Auf dem Weg in die Altstadt schoben sich bereits die Touristenmassen bewaffnet mit Selfiesticks durch das Tor. Obwohl in der Hauptsaison Busladungen und Kreuzfahrtschiffe hier regelrecht ausgekippt werden hatten wir an diesem Vormittag Glück und konnten uns relativ frei bewegen. Die Hitze ließ aber auch an diesem Reisetag keine intensive Erkundung zu und so bewegten wir uns ganz gemächlich durch die Gassen.


Dubrovnik ist wohl die schönste Altstadt die ich bisher besuchen durfte und ein Wiedersehen so gut wie sicher. Am besten in der Nebensaison wenn es kühler ist und nicht überall Touris die Sicht behindern.

Da die Stadt auch Drehort der erfolgreichen Fernsehserie "Game of Thrones" ist kommen noch mehr Menschen aus der ganzen Welt hier her. 


In einer Nebenstraße gabs noch den bisher teuersten Döner für 8 Euro und dann machten wir uns nach etwas über drei Stunden an den quälenden Aufstieg zum Parkhaus, welcher uns nach jeder Stufe näher an den Kollaps bringt...
Am Ende waren noch 20 Euro Parkgebühren fällig, aber das konnte uns auch nicht mehr schocken und zufrieden fuhren wir zurück in unser Bergdorf.

Kroatien

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