Einsam Gemeinsam
Tag #57 Freitag, der 26.06. Von Žabeni bis Trpejca Land: Nordmazedonien Wir hatten uns für eine ungefähre Zeit zum aufstehen verabredet und frühstücken noch zus


Veröffentlicht: 29.06.2026






















Tag #58
Samstag, der 27.06.
Von Trpejca bis Librazhd
Land: Nordmazedonien / Albanien
Kurz nach der Abfahrt komme ich am Ohridsee an und genieße die Straße, die leicht wellig am Seeufer entlang führt.
Zunächst gibt's eine schöne Aussicht, bis ich in Ohrid einfahre.
Der gestrigen Empfehlung zu folgen mir die Altstadt anzuschauen ist goldrichtig, es gibt enge Gassen und ein Amphitheater.
Es muss eine Neuerung sein, es verfügt über einen offenes W-Lan Netz.
Das nutze ich, um mich um eine eSim zu kümmern.
Dabei werde ich in ein Gespräch mit einem Ehepaar aus England verwickelt, das endet, als es um Politik und Wokeness geht.
Schlussendlich kostet es nur Zeit und was mag ich alte Menschen, die in der Lage sind ihren Horizont zu erweitern.
Den QR Code für die eSim, die dann ab Albanien gültig sein wird, habe ich erhalten, doch wie kann ich den einscannen?
Also erstmal jemanden finden, der den abfotografiert, damit ...
Funktioniert.
Doch dann das nächste Problem, ich brauche Internet, um meine Route von der einen App auf die andere und dann auf das Navi übertragen zu können.
Sehr dumm, da alle Informationen vorliegen, doch ist es so und meine Zeit im offenen W-Lan ist abgelaufen.
Morgen wieder ...
Also die nächste Person anhauen, für einen HotSpot.
Kostet auch unnötig Zeit und währenddessen wird es immer heißer.
Nachdem das erledigt ist, geht's endlich ab auf die TransDinarica.
Als ich über eine Wiese geschickt werde und vor mir eine Schlange über den Pfad kriecht ist es nur noch ein Achselzucken wert.
Steigungen in der Mittagshitze sorgen dafür, dass ich nur so tropfe und regelmäßige Pausen einlegen muss.
Und so nähere ich mich langsam, doch fast unaufhaltsam, der nächsten Grenze.
Da ich gelesen habe, dass man sich in Albanien noch bei der Polizei registrieren muss, frage ich beim Grenzbeamten nach, doch der erklärt mir nur, dass auf der einen Fensterseite Nordmazedonien und auf der anderen Albanien ist.
Okay, danke dafür. Dann wird wohl alles erledigt sein.
Nach dem Grenzübergang mache ich Pause in der Sonne, die Aussicht ist zu großartig. Dumm und lohnenswert.
Von oben habe ich einen wunderbaren Blick über die kommende Abfahrt mit vielen Kurven.
Vielversprechend, zudem ist die Strecke übersichtlich und der Untergrund gut.
Die Autos überholen, das wird auch bei den meisten so bleiben, weniger eng, als es im Reiseführer angekündigt war.
Abgesehen von einem, der mich wegen des Gegenverkehrs noch asozial schneidet.
Achso, ist n Aachener.
Über schöne Straße, fern der Hauptwege, geht es durch die Berge weiter ins Landesinnere.
Immer leicht bergab.
An einer Tankstelle erhalte ich Wasser, doch leider ist der Geldautomat leer.
Kartenzahlung ist in Albanien selten möglich.
Im nächsten Supermarkt kann ich zum Glück problemlos mit Euro bezahlen.
Entlang der weiteren Strecke wird viel gebaut, könnte eine Eisenbahnlinie werden. Schwer zu sagen, die Straße wirkt auch teilweise wie ein Provisorium, lässt sich jedoch gut fahren.
In Librazhd nehm ich mir die Zeit, um die weitere Strecke zu planen.
Albanische Alpen oder Tirana, das ist hier die Frage.
Die Entscheidung fällt schlussendlich darauf über die Hauptstadt zu fahren.
Zudem bin ich faul und es ist die entspanntere Route.
Kurz hinter dem Ort gibt es noch eine Wasserstelle. Flaschen auffüllen und schon mal den gröbsten Dreck von Armen und Beinen abwaschen.
Auf der Seite iOverlander, auf die Lotti und Valle mich gebracht haben, habe ich gesehen, dass demnächst eine gute Stelle zum zelten kommen soll.
Doch auf dem Weg dorthin sehe ich einen Abgang zum Fluss, der vielversprechend aussieht.
Und so finde ich zeitig eine Gelegenheit, die ich nutzen kann.
Inklusive passenden Bäumen, sodass ich endlich wieder die Hängematte spannen kann.
Da ich mir im Supermarkt Nudeln geholt habe, das Brot hab ich zu spät gesehen, wird nochmal gekocht.
So langsam lohnt sich der Kocher ja doch noch.
Völlig vollgestopft liege ich dann in der Hängematte und lasse mich endlich wieder sanft in den Schlafsack wiegen.
Song des Tages:
Bonginator - All Cops Are Biomechs
