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Live Kroatien

Kartenfresser und Feigen

Veröffentlicht: 30.06.2026

Fahrt
Librazhd → … → Tirana
Albania
Attraktion
Altstadt von Elbasan
Elbasan, Albania
Sehenswert
Geldautomat in Elbasan
Elbasan, Albania
Park
Park neben einer archäologischen Ausgrabung in Elbasan
Elbasan, Albania
Essen
Restaurant in Tirana
$ · Abendessen
Sehenswert
Skanderbegplatz
Tirana, Albania
Unterkunft
Unterkunft in Tirana
Tirana

Tag #59

Sonntag, der 28.06.

Von Librazhd bis Tirana

Land: Albanien


Alles passt, das Schaukeln der Hängematte war herrlich und ich bin bereit für einen frühen Start.

Alles erledigt und dann die Frage, wo sind die Kopfhörer.

Vermutlich in der Seitentasche der Hängematte, wo ich sie "kurz" zwischengeparkt habe.

Mit dem Gedanken, dass ich unbedingt dran denken muss sie rauszuholen.

Da bin ich mir jedenfalls sehr sicher, doch das will ich lieber sofort überprüfen und räume an der Straße erstmal mein Drybag aus.

Mit Musik auf den Ohren kann es endlich losgehen und ich folge weiter der Landstraße, die irgendwie auch Baustelle ist.

Irgendwann geht es in eine Art Autobahn über. Die noch so neu ist, dass ich alleine auf meiner Spur unterwegs bin, da alle Anderen auf der anderen Seite der Leitplanke fahren.

Zuerst denke ich noch, dass die Autos in meiner Richtung als Geisterfahrer unterwegs sind.

Wider erwarten erlebe ich jedoch keinen Unfall.

Zwischendurch kommt mir ein Lastwagen entgegen.

Hier macht gefühlt jeder, was er will.

Der letzte Rest bis Elbasan ist wieder Landstraße und ein Schienenersatzverkehr verrät, wo unsere ausrangierten Busse bleiben.

Es geht stetig bergab und so bin ich schnell in Elbasan, einer älteren Stadt in Zentralalbanien.

Kurz mache ich einen Abstecher in die Gassen der Altstadt.

Da ich gerne Bargeld hätte, wird der nächste Bankautomat angesteuert.

Der dann meine Kreditkarte frisst. Angeblich die PIN zu oft falsch eingegeben.

Fuck.

Im Park, neben einer archäologischen Ausgrabung, fülle ich erstmal mein Wasser auf.

Dann geht's weiter, macht keinen Sinn den Tag hier zu verbringen und auf den Montag zu warten.

Abwarten, ob ich morgen in Tirana was erreichen kann.

Ein Taxifahrer grüßt mich auf deutsch.

Er hat mal in Oberhausen gearbeitet und direkt gesehen, dass ich deutscher bin.

Hoffentlich aus anderen Gründen, als meinem Gesichtsausdruck, der nach der Aktion mit der Karte ... vielleicht etwas grimmig ist. In Teilen ärger ich mich über mich selbst.

Hätte ich die Karte doch mal nur an das Lesegerät gehalten.

Und es ist schon wieder spät geworden und damit heiß.

Dann geht es steil und lang nach oben, die Hitze ballert inzwischen wieder ordentlich.

Also Musik auf die Ohren, die ballert.

Auf den letzten Metern grüßt mich ein vorbeifahrendes Auto.

Die Doppelhupe ist da recht eindeutig.

Dann hält das Pärchen an und ich bekomme Feigen geschenkt.

Auch ohne gemeinsame Sprache wieder ein sehr herzlicher Moment.

Da ich fast am höchsten Punkt bin steht sowieso eine Pause an und ich lasse mich unter einem Baum nieder.

Die Aussicht ist herrlich.

Und während ich noch dabei bin meine Vorräte auszubreiten und Blick in die Ferne genieße, kommt ein Obstbauer vorbei und schenkt mir nochmal eine handvoll Feigen.

Super nett und diesmal garantiert aus anderen Gründen, als das ich ob der Höhenmeter leidend aussehe.

Was für eine Abfahrt, die nun folgt.

Über guten Untergrund geht es kurvenreich wieder hinunter.

Zwei Autos muss ich dann doch überholen, die bremsen mich nur aus.

Es geht weiter viel bergab und nach einer letzten schweißtreibenden Steigung breitet sich unter mir Tirana aus.

Was für ein Anblick, großartig es bis hierhin geschafft zu haben.

Über Radwege und Seitenstraßen geht es in die Innenstadt zum zentralen Skanderbegplatz.

Neben seiner Reiterstatue gibt es auch ein Hochhaus, das an sein Konterfei angelehnt ist.

Denken Sie groß.

Unterkunft buchen, frisch machen und ab in die Stadt, die Jagd nach Essen beginnt.

In einer Wechselstube noch Euros in albanische Lek umtauschen und im Restaurant mir einem Getränk erstmal ausprobieren, ob meine verbleibende Karte angenommen wird.

Passt.

Anschließend lasse ich den Abend am zentralen Platz ausklingen und bin nach einem bewegten Tag spät im Bett.

Song des Tages:

Moscow Death Brigade - Against Them All

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Abseits der PfadeAbenteuerlich
  • Die Kreditkarte wird am Geldautomaten in Elbasan eingezogen.
  • Unterwegs werden Feigen geschenkt.
  • Ankunft in Tirana und Abend am Skanderbegplatz.
HängematteDrybagKopfhörer
StadtRoadtripEssenTransit
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Antworten (2)

Christinavor etwa 1 Monat
Irgendwie hatte ich erst die Befürchtung, dass eine deiner SD Karten hopps gegangen ist - aber die Kreditkarte ist auch richtig mies (auch wenn man eine zweite hat... Aber hey, rate mal wer ohne sein Portemonnaie 4 Tage in Brüssel sein wird...oupsiii und ein hoch auf Gpay und co....). Hoffe die Feigen waren gut! Eine Freundin sagt immer: wenn sich Feigen anfühlen wie Eselshoden, sind die genau richtig xD

vor etwa 1 Monat
Zum Glück passt soweit noch alles und im Notfall kann ich mich immer noch an meinen Bankberater wenden :) Die Feigen waren sehr gut, hab auch die Tage mal selbst welche gepflückt ... Ohne einen Vergleich zu Eseln zu haben ... Da vertrau ich auf mein Gefühl, dass die reif waren ;D

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