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Live Kırklareli

Aufbruch ins Unbekannte

Veröffentlicht: 26.05.2026

Radtour
Budapest → … → Jászkisér
EuroVelo 14
Unterkunft
Waldstück in der Gegend
Frei­camping

Tag #25

Montag, der 25.05.

Von Budapest bis Jászkisér

Land: Ungarn


Ab heute werde ich die ausgewiesenen Radwege verlassen.

Doch erstmal auf die Straße und Frühstück in Form von Salat und 2 Brötchen besorgen. Es gibt wenig Auswahl, fast alles hat geschlossen.

Dann das Fahrrad beladen und es kann los gehen.

Für den Anfang noch ein Stück an der Donau entlang, den Moment genießen.

Dabei treffe ich auf 2 Bikepacker.

Nach einem netten Austausch geht's über die Széchenyi Iánchid (Kettenbrücke), die ich mir als Wahrzeichen der Stadt gestern aufgespart hab, um heute mit dem Fahrrad über das Wahrzeichen der Stadt zu radeln, Richtung Osten.

Eine Brücke, die Buda und Pest miteinander verbindet.

Dann raus aus der Stadt und einen Supermarkt suchen.

Da alle Läden geschlossen haben, bleibt mir nur die Tankstelle

Und was ich nach einem kurzen Gespräch erst noch herausfinden muss, was die meisten von euch wahrscheinlich präsent haben, es ist Pfingsten.

Und ich weiß jetzt, dass dies auch in Ungarn ein Feiertag ist.

Okay, auch mit Gummibärchen, Schokocroissants und einer Tüte Sonnenblumenkernen kann man den Tag überstehen. Außerdem bleiben mir noch meine Riegel, die ich als Notvorrat dabei hab.

Es beginnt, dass ich ausschließlich Landstraßen folge. Und nachdem ich auf den ersten Kilometern die paar Höhenmeter auf dem Weg nach Rumänien bewältigt habe, kommt die ungarische Tiefebene.

Sehr grade geht es wieder durch die Landschaft, vorbei an von einzelnen Bäumen und Büschen gesäumten Feldern.

Als einziger Bewuchs, der höher ist als das Gras.

Ansonsten Felder. Und Felder. Und Landstraße. Und Felder.

Und ein kurzes Stück EuroVelo 14, wie mir die Schilder verraten

Die gibt's auch wirklich überall.

Und dennoch bleib ich bei der Strecke meiner App, da ich mich für die Route durch Transilvanien und die Karpaten entschieden habe.

So liegt immerhin auch Bukarest mit auf meiner Route.

Die nächste Stadt mit B.

Bei der Eintönigkeit der Landschaft kommt ein Gefühl von Stillstand auf, wobei der Tacho was anderes sagt und ich im Grunde gut unterwegs bin.

Ist ja heute auch zum Glück wieder windstill. Zumindest, wenn ich Richtung Osten fahre.

Was mich an die Jungs erinnert, die ich noch an der Donau getroffen habe.

Die Beiden sind von Istanbul unterwegs nach Frankreich. Haben also heute ordentlich Gegenwind, die Armen.

Indes bin ich mal gespannt, wann ich das nächste mal auf Radreisende treffen werde, nachdem ich heute (fast) endgültig die ausgewiesenen Radwege verlasse.

Entlang der Landstraßen bin ich froh über mein Blinklicht und das Reflektorband. Das gibt ein besseres Gefühl und nährt die Hoffnung, dass die vorbeiziehenden Autos auf etwas mehr Abstand achten.

Oder man macht es, wie ein Rennradfahrer, der direkt mit Begleitfahrzeug unterwegs ist, das mit eingeschalteter Warnblinkanlage hinter ihm her fährt.

Reischips sind mein Mittagessen, in der Gesellschaft zweier Schmetterlinge, die sich auf meiner Hand niederlassen und kaum aus der Ruhe bringen lassen, wenn ich mich bewege.

Gespannt bin ich, wie mein Nachtlager aussehen wird, auf zelten bin ich bei der Landschaft eingestellt.

Alle Trinkstellen, die ich entlang der Strecke finde, sind außer Funktion und so bin ich froh gegen Abend nichmal durch einen ort mit Tankstelle zu kommen.

Dazu gibt's noch ein Paket Sandwichs, und zusammen mit zwei verbleibenden Schokocroissants hab ich eine Art Abendessen zusammen.

Kurz darauf biege ich, dem Navi folgend, in Wirtschaftswege ab, die sich überraschend gut fahren lassen. Der Boden ist von der Hitze ordentlich festgebacken.

Gegen 19:00 entscheide ich es für heute gut sein zu lassen.

Mein Navi wollte mich wo lang schicken, wo beim besten Willen kein Weg mehr zu erkennen war. Ein Graben, das schon.

Ohne Wasser, also selbst mit Kanu wäre man aufgeschmissen.

Auf dem alternativen Weg über die Felder komme ich irgendwann an einem der wenigen Waldstücke in der Gegend vorbei und nutze die Gelegenheit.

Zudem möchte ich, nachdem ich mein Tagesziel bereits erreicht hab, auch meine Kräfte etwas schonen.

Kurzer Check und mein Gefühl sagt mir, dass höchstens Bauer Gerda vorbeikommen könnte, also baue ich mein Lager auf.

Es beginnt dunkel zu werden, Mondlicht zeichnet Schatten auf den Boden, in der Ferne bellen ein paar Hunde und nur ein paar nervige Mücken stören die Idylle, bevor ich einschlafe.

Song des Tages:

The Browning - Fed Up

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Frühling
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Széchenyi Iánchid (Kettenbrücke) mit dem Fahrrad überquert
  • Erste Etappe ab Budapest auf Landstraßen und Wirtschaftswegen
  • Übernachtung im Zelt in der ungarischen Tiefebene
BlinklichtReflektorbandFahrrad
StadtRoadtripTransitNaturEssen
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