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Tag #19 Dienstag, der 19.05. Von Jesenik bis Studenec Sonnenschein begrüßt den neuen Tag. Ich hab gut geschlafen und kann entspannt den Höhenmetern entgegen blicken, die mich heut

Veröffentlicht: 21.05.2026
Tag #20
Mittwoch, der 20.05.
Von Studenec bis Petrova Ves
Die aufgehende Sonne wirft ein rötliches Licht in meine Ansammlung Bäume und während ich langsam aufwache und auf dem Handy die kommende Route checke, treffe ich die Entscheidung heute schon Richtung Slowakei zu fahren. Einfach machen, wonach mir der Sinn ist.
Durch Österreich bin ich zudem schon gefahren und mir würde sonst viel Strecke in der Slowakei verloren gehen.
Zwischendurch kommt mir plötzlich der Song des Tages in den Sinn. Manchmal ist es eben so.
Nachdem auch mein Navi akzeptiert hat, dass es eine neue Richtung gibt, kann's los gehen.
Damit verlasse ich dann auch den EuroVelo 9, dem ich bis hierhin gefolgt bin.
Die Luft ist etwas schwül und laut der Informationen die ich habe, soll es sich ab Mittag von Norden Regen kommen.
Also und mit etwas Glück trocken bleiben. Oder so spät wie möglich nass werden, wenn es denn sein muss.
Was schöne Wege, ausgeschilderte Radwege, die es weiterhin gibt, und die Sonne bewirken können. Gut gelaunt komm ich passenderweise gut voran.
Vorbei an malerischen Seen, bevölkert von Vogelscharen, die ihre Anwesenheit lauthals kund tun.
Den Morava Radweg hab ich mir bei der Routenplanung dazu gepackt, was eine gute Entscheidung war. Über Kilometer hinweg fahre ich am Fluss entlang.
Schön in die Aerobars legen und die Geschwindigkeit kommt quasi von allein.
Irgendwann stelle ich fest, dass ich mich auf dem EuroVelo 4 befinde. Läuft.
Zumindest für eine zeitlang, oder die Beschilderung endet irgendwann.
Ist unerheblich, meine Route liegt vor mir.
In Otrokovice finde ich Gelegenheit einkaufen zu gehen und erledige direkt den gesamten Einkauf des Tages, dass ich bis morgen versorgt bin.
Voll beladen geht's weiter. Auf der graden fällt das Gewicht zum Glück nur beim anfahren ... in's Gewicht.
Wind kommt auf und der Himmel zieht sich zu.
Dennoch muss ich erstmal Mittagspause machen und such mir dafür eine schöne Stelle am Fluss.
Ob ich die ganze Strecke bis in die Slowakei heute schaffen werde, oder noch eine Nacht in Tschechien bleiben werde. Es ist so schön, dass es irrelevant ist.
Alles, was ich auf meiner Tour brauche hab ich dabei und irgendwas ergibt sich immer.
An einer Baustelle, die den Flussweg blockiert, bleib ich stehen, um mich zu orientieren. Links oder rechts die Straße entlang. Umleitungsschilder fehlen.
In dem.Moment kommen mir 2 Bikepacker entgegen, die die Richtung weisen und nach einem netten Gruß setzte ich mich wieder in Bewegung.
Was mich gestern schon gewundert hat, in den Dörfern hängen Lautsprecher. Und heute erlebe ich es zum wiederholten mal, dass es zu verschiedenen Zeiten Lautsprecherdurchsagen, begleitet von Musik, gibt.
Da ich kein Wort versteh bleibt's bei meiner Irritation.
Es zeichnet sich ab, dass ich die Grenze der Slowakei erreichen werde. Heute bin ich vorbereitet und genieße den Übergang in das für mich erste komplett neue Land auf meiner Reise.
Es bleibt allerdings sehr landwirtschaftlich geprägt und ich muss noch Kilometer machen. Alles nur Felder, so weit das Auge reicht. Und da es wieder hügelig geworden ist, kann ich weit gucken.
Irgendwann sehe ich Waldstück oder so, was aus mehr als Büschen zu bestehen scheint, wobei mich die Hochsitze stören.
Später wird auch geschossen und ich bin glücklich, über meine Entscheidung im kleinen Streifen Dickicht neben der Landstraße zu sein.
Da hier passende Bäume fehlen, baue ich zum ersten mal auf einer solchen Radreise mein Zelt auf.
Wie man sich bettet, so liegt man, was bei mir ein bisschen schräg bedeutet, dafür warm und weich.
Bis ich fertig bin, mir fehlt definitiv noch was Übung, ist es dunkel und schnell bin ich eingeschlafen.
Fazit Tschechien:
Es war ein kurzes Intermezzo mit entsprechend wenig Eindrücken.
Mindestens der Teil, den ich gesehen habe, ist für Radurlaube zu empfehlen.
Schone Wege und eine tolle Landschaft.
Weniger alte Bausubstanz, als noch in Polen, wirkt dafür an vielen Stellen moderner.
Das ich wiederkommen werde, ist sicher.
Song des Tages:
Windrose - Diggy Diggy Hole (ihr wisst warum)
