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Kingston - Toronto

Veröffentlicht: 18.07.2016

In Kingston, die Stadt an den Thousand Island Inseln, haben wir die letzte Nacht verbracht. Die Stadt selbst liegt am Übergang des Ontariosees in den Sankt-Lorenz-Strom. Die Innenstadt liegt direkt am Wasser und hat viele kleine Kneipen und Restaurants.

Das Hotel, in dem wir übernachteten, war eine Absteige, die eigentlich keine weitere Erwähnung verdient. Eigentlich. Aber ich möchte mit diesen Zeilen selbstverständlich auch aufklären und warnen. Also, einige Details: die Wände waren so dünn, das jedes, aber absolut jedes Geräusch aus dem Nachbarzimmer zu hören war. Wirklich JEDES! Den Rest hierzu überlasse ich Eurer Phantasie.

Die Toiletteschüssel war so klein, dass jeder Toilettengang zum Zielschiessen wurde. Die Betten waren so weich, das selbst Nicole, die ja nichts wiegt, mit dem Hintern auf dem Boden lag. Und der Frühstücksraum des 120-Betten -Hotel hatte Platz für 15 Personen. Und Frühstück war für 10 Personen da. Und das allerschlimmste: das WLAN funktionierte nicht richtig. Wir mussten uns also im Zimmer unterhalten! Furchtbar!!!! 

Das einzig positive: es war (augenscheinlich) sauber.

Daher: Aufwachen, Koffer packen, abhauen! 

Ach ja, die Bude heißt Thriftlodge Peachtree Inn.

Die Fahrt nach Toronto führte zunächst am Ufer des Ontariosees im Bereich der Prince-Edward-Insel vorbei. Hier gab es immer wieder traumhafte Aussichten auf Buchten oder die gegenüberliegende Küste. 




Nach etwa einer Stunde haben wir die Insel wieder verlassen, und der Ontariosee hat sich geöffnet: Unglaublich, das es ein See ist. So groß wie Rheinland-Pfalz, und er ist der kleinste der Großen Seen. Der einzige Unterschied zu einer Meeresküste ist nur der fehlende typische salzige Meeresgeruch.



Die Schiffe, die wir sehen konnten, sind genau so groß wie Ozeankreuzer.

Dann gings auf die Autobahn. Als vorbildlicher deutscher Beamter habe ich natürlich die vorgeschrieben 100 km/h eingehalten. Das könnte aber auch an den alle 10 Meter auf Schildern angedrohten hohen Geldstrafen gelegen haben. Nach einigen Kilometern habe ich bemerkt, dass alle, die mich überholten, den Kopf schüttelten oder mir mit der Faust drohten. Offenbar war ich der einzige Autofahrer in ganz Kanada, der sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hat. Bevor wir von einem frustrierten Holzfäller abgehängt werden, habe ich mal etwas mehr Gas gegeben.

Nach weiteren zwei Stunden auf einer überfüllten Autobahn erreichten wir die drei-Milionen-Metropole Toronto.

Sofort nach der Abfahrt von der Autobahn fühlten wir uns wohl. Die Stadt ist riesig, aber trotzdem gemütlich und unglaublich sauber.





Die Fahrt auf den 340 hohen CN-Tower haben wir aufgrund einer einstündigen Wartezeit zunächst abgesagt. Morgen versuchen wir unser Glück nochmal.

Ein Spaziergang auf der "Harbourside" am Seeufer verursachte den nötigen Hunger fürs Abendessen und die nötige Bettschwere...

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