Pura Vida Costa Rica
Vor 14 Tagen sind mein Mann und ich aufgebrochen, in eines der grossen Naturparadiese dieser Erde. Costa Rica hat uns auch dieses Mal begeistert mit seiner unbeschreiblichen...

Veröffentlicht: 21.11.2023
Vor 20 Jahren fragte mich eine Kollegin einmal:" Ihr reist so viel, wollt ihr nicht auch mal in die USA?" Damals kam, wie aus der Pistole geschossen ein klares Nein. An den USA reizt uns nichts. Dort wollen wir nicht hin. Nun wollte es der Zufall, dass der Startpunkt einer Karibikkreuzfahrt Fort Lauderdale in Florida war. Von diesem Zeitpunkt an, hatte uns das USA Fieber gepackt.
Mittlerweile haben wir schon unzählige Orte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bereist. Aber kein Bundesstaat hat es uns so angetan wie Florida. Inzwischen ist nach Florida zu reisen, wie nach Hause zu kommen. Fast jedes Jahr sind wir hier unterwegs und geniessen die Sonne und das unbeschwerte Leben.
Unser Reisemonat, der November, ist eigentlich ein guter Zeitraum. Es ist nicht mehr so drückend heiss, wie im Sommer und es regnet seltener.
Nun kann es aber durchaus sein, dass es ein Kaltluftpfropfen aus dem Norden Kanadas und den USA bis in den Süden schafft und so haben wir schon öfter im November bei Nachttemperaturen um 0 Grad und Tagestemperaturen von 15 Grad gefroren und uns gewünscht, wir hätten die Schneeanzüge dabei. Gott sei dank geht die Kälte so schnell, wie sie gekommen ist und nach 2-3 Tagen liegt man bei 28 Grad, Sonnenschein und strahlend blauem Himmel am Strand und verarztet die Frostbeulen der letzten Tage.
Normalerweise bleibt man im November von den gefürchteten Hurrikans, die Florida regelmässig verwüsten, verschont. Aber auch hier gilt die Regel, es ist sicher, dass nichts sicher ist.
Dieses Jahr ist ein El Niño Jahr. Ein Wetterphänomen, dass die Temperatur des Pazifik steigen lässt und für Chaos in den Wetterküchen der Welt sorgt. Überraschenderweise, gab es in diesem Jahr keine starken Hurrikans, obwohl der Atlantik Temperaturhöchstwerte aufwies. Ob El Niño das bewirkt hat, weiss ich nicht. Ich bin mir aber sehr sicher , dass ein Klimaforscher eine Antwort auf diese Frage kennt, die irgendwie lautet, der Klimawandel ist schuld.
Nach 14 Tagen im tropischen Costa Rica freuen wir uns nun auf eine kleine Abkühlung in Florida.
In diesem Jahr wagen wir ein weiteres Experiment. Praktisch ist es für uns auch ein El Niño Jahr zwei grosse Veränderungen in einen Urlaub.
Anstatt ins Venedig Südwestfloridas Cape Coral zu reisen, machen wir Urlaub in Davenport nahe Orlando. Unsere Kinder erholen sich hier und wir gesellen uns zu ihnen, in der Hoffnung, dass dieses Experiment gelingt. ( Ich vermisse jetzt schon die Kanäle Cape Corals)!
Nach nur 3 Stunden Flug erreichen wir die Hauptstadt der Vergnügungsparks. Es ist angenehm warm, ohne die grosse Luftfeuchtigkeit Costa Ricas. Unser Schwiegersohn, der uns vom Airport abholt, erzählt, dass es bereits den ganzen Tag geregnet hat und auch auf der Fahrt nach Davenport regnet es weiter. Kein Grund zur Sorge, solch ein Regen geht rasch vorbei hier im Sunshine State. Als es auch am nächsten Tag durchgängig regnet, werden wir etwas unruhig und sehen uns die Nachrichten an. Bitte was? Ein Tropensturm hat es sich bei seinem Zug von Jamaika über den Atlantik vor der Ostküste Floridas gemütlich gemacht und versorgt den Sunshine State mit sintflutartigen Regengüssen. Super ,wir gefangen in der biblischen Sintflut. Zeitweise regnet es so stark, dass wir Ausschau nach dem nächsten Bootshändler halten, der bei der Anmietung eines Bootes ein Auto in Zahlung nimmt.
Den Tag verbringen wir mit unserer Enkeltochter im Crayola Land. Einem Paradies für Kinder, in dem sich alles um die berühmten Wachsmalstifte dreht. Ja die Amerikaner wissen, wie man Kindern Spass und Spiel bietet. Wir malen, schmelzen Crayolas ein und machen lustige Figuren daraus und wir basteln unsere Kronen, die wir mit Crayolas anmalen. Alle werden wir wieder ein bisschen zu Kindern. Ein tolles Erlebnis.
Für den kommenden Tag haben wir einen Besuch im Disneyworld geplant. Der Tropensturm hängt fest und hat anscheinend den Plan, ganz Florida zu versenken. Also fragen wir höflich im Disneyworld an, ob wir den Termin bei Mickey und Minnie verschieben dürfen. Die Dame am Telefon hat Mitleid und gegen einen nicht unerheblichen Aufpreis wird der Termin verschoben. Gott sei dank. Ich hatte mich schon ganz in Neopren und mit Mickey Maus Ohren gekleidet in einem Boot durchs Magic Kingdom fahren sehen, begleitet von Ariel und Nemo .
Schlussendlich geht dem Sturm die Puste aus und er wird zu einem mickrigen Tiefdruckgebiet, das sicher bald die Europäer mit Regen und Wind versorgen wird. Wir sind ihn aber los.
Morgen heisst es dann Petrus sei dank
Kennedy Space Center wir haben kein Problem.