nola-meets-pura-vida
nola-meets-pura-vida
vakantio.de/nola-meets-pura-vida

Ein Tag auf dem Meer

Veröffentlicht: 17.11.2023

Nachdem wir den Corcovado von Land aus bestaunt haben, geht es heute aufs Wasser. Wir machen eine Bootstour auf dem Golfo Dulce. 

Josh, unser Guide aus Seattle, der bereits seit 20 Jahren in Costa Rica lebt, empfängt uns gut gelaunt auf seinem Boot und schon gehts los. Wir starten bei strahlendem Sonnenschein. Josh erklärt, dass am Golfo Dulce an 300 Tagen im Jahr blauer Himmel und Sonne zu sehen sind und das in einer Region, die zu den regenreichsten der Erde gehört. 

Grund hierfür ist der angrenzende Dschungel. Hier steigt ab Sonnenaufgang die Feuchtigkeit nach oben und es bilden sich riesige Wolken, die dann am Nachmittag für reiche Regenfälle  über dem Dschungel sorgen. Das gesamte Meer wird umspannt von einem Wolkengürtel und in der Mitte strahlt die Sonne von einen azurblauen Himmel.,

Unser Guide erklärt uns auch, woher der Name Golfo Dulce( süsser Golf)  kommt. Die Einheimischen nannten ihn so, weil das Süsswasser, welches aus 16 Flüssen ins Meer mündet, sich über das Salzwasser schiebt und so, das sagen die Einheimischen, könnte man aus dem Meer trinken.,

Wir sind noch nicht lange unterwegs, da stoopt unser Bootsführer. Eine Schildkröte treibt im Wasser. Gerne lässt sie sich fotografieren, bevor sie davongleitet. Wir geniessen die wunderschöne Landschaft und die Geschichten, die Josh zu erzählen weiss. Zum Beispiel die über seinen Kumpel Stefan aus Deutschland, der in der Band Böhse Onkelz spielt. Er hat hier in Costa Rica unweit unserer Unterkunft ein Haus. Anstatt Heavy Metall Klängen, hört Stefan hier Meditationsmusik und macht Yoga. Einer guten Freundin hat er ein Stück Land gekauft, auf dem sie eine kleine Gaststätte eröffnet hat. 

Als wir an einem Bilderbuchstrand vorbeifahren, sehen wir eine Villa versteckt hinter Palmen. Diese Villa, so weiss Josh zu berichten, gehört Mel Gibson, der aber fast nie hier ist. 

Die üppig grünen Ufer des Golfo Dulce, sind Heimat unzähliger Vogelarten, die wir hier sehen. 

An einem kleinen Strand  halten wir an und nehmen ein Bad im herrlich warmen Golf. Keine Wellen, 26 Grad Wassertemperatur, was will man mehr. Lediglich die Tatsache, dass wir kurz zuvor einen Stachelrochen an genau der Stelle gesehen haben, wo wir jetzt baden, lässt mich immer wieder unruhig nach unten schauen. 

Bei einem kleinen Strandspaziergang offenbart sich die ganze Schönheit dieser Gegend. 

Zwischen zwei Palmen ist eine Hängematte gespannt. Das perfekte kitschige Fotomotiv. Ich in der Hängematte unter Palmen. Ich lege mich in die Hängematte und augenblicklich finde ich mich auf dem Rücken liegend auf den Steinen wieder.,Der Einstieg will geübt sein. Soviel steht fest. 

Wir setzen unsere Tour fort und sehen einige Delfine, die kurz mit uns spielen, dann aber abdrehen. Leider tauchen Buckelwale, die hier in  den warmen Gewässern ihre Kinder bekommen, nicht vor unseren Linsen auf. Wir sind zwei, drei Wochen zu spät, die Wale sind bereits auf den Weg in die Antarktis. 

Plötzlich ändert sich die Kulisse. Wir scheinen über einen Spiegel zu gleiten. Die Wolken spiegeln sich im Wasser, es ist nicht eine Welle zu sehen. Am Horizont meint man Fata Morganas wie in der Wüste auszumachen. Ein hellblauer Spiegel mit einem Boot darauf. Ich habe so etwas noch nie gesehen und genau, wie meine Mitstreiter bin ich sprachlos. 

In den Mangroven des Golfo Dulce, macht unser Guide auf der rechten Seite ein Krokodil aus. Wie aufgescheuchte Hühner  rennen alle  nach rechts , um ein Foto zu erhaschen. Das Boot hat bedenkliche Schlagseite und nur das Einschreiten meines Mannes, verhindert, dass wir kentern und ich mich zwischen einer Bande gefrässiger Krokodile wiederfinde. 

Unsere Tour neigt sich dem Ende. Unterwegs sehen wir noch einige Delfine, die sofort ins Kameravisir der Anderen  geraten, die aufgeregt, jede Bewegung der fröhlichen Gesellen auf Speicherchip haben müssen. Ich beschliesse, einfach nur dieses unglaubliche Naturschauspiel zu geniessen., 

Gegen Mittag erreichen wir den Hafen von Puerto Jinenez. Ein schöner Vormittag geht zu Ende, in einer der unberührtesten Flecken dieser Erde. 

Den Nachmittag verbringen wir mit Kofferpacken,,denn schon morgen heisst es

Bye bye Costa Rica. 


nola-meets-pura-vidaFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten