Ab in den Urlaub. 西安 (Xī'ān) die 1.
Samstag, 23.06.2018 Wir haben uns eine Woche frei genommen. Für Philipp sind sowieso Kindergartenferien und ich habe noch genügend Urlaub den ich, im Gegensatz zu meinen...

Veröffentlicht: 28.06.2018
















Sonntag, 26.06.2018
Unser Plan für den Tag umfasste Besichtigung der Stadtmauer, Große Moschee und die Fontainenshow. Aufgrund der Erfahrungen mit den Temperaturen gestern beschlossen wir aber eine längere Mittagspause einzulegen. Der Tag wurde auch wieder heiß, über 30 Grad Celsius, Und das schon am Vormittag. Eine gute Gelegenheit exponiert auf eine Stadtmauer umher zu wandern😅. Aber der Plan stand und preußisch wie wir ein bißchen sind, folgten wir ihm.
Die Mauer ist die besterhaltenste Stadtmauer in China. Sie ist ca. 12km lang und auf der Oberseite 12- 14m breit und damit gut begehbar.
Man kann an 4 Toren auf sie raufsteigen. Wir fuhren zum Nordtor.
An dem viel befahrenen Platz wurden wir Zeuge eines Freiluft Haarschnittes. Ich hatte davon gelesen aber noch nie einen gesehen.
Auf der Mauer war es wie gesagt heiß! Philipp konnten wir kurz mit Photos schießen bei Laune halten aber es war klar, dass eine Wanderung unter diesen Umständen kein Spaß werden würde!
Aber gegen die drohende schlechte Laune gab es wieder einen Touribus 👍. Es hat mich zwar einige Nerven gekostet die Tickets zu kaufen, die Verkäuferin wollte das Geschäft erst abschließen wenn das nächste Vehikel da wäre dann kam eines war aber schon voll usw, aber gut, Wir haben schon ganz andere "Abenteur" gemeistert.
Die Fahrt führte uns vom Nordtor zum Südtor, also einmal halb rum. Es wäre sicher schön gewesen einiges zu erlaufen aber so ist es halt. Die Gebäude innerhalb der Mauer sind größtenteils zweckmäßig und nach neuerem Baustil erbaut. Nur vereinzelt sieht man Parzellen von historisch anmutenden Häusern die die Zeit und vielleicht den ein oder anderen Stadtplaner überdauert haben. Außerhalb der Mauer dominieren Hochhäuser das Bild.
Ich begann ein bißchen rum zufragen. An der Kreuzung gibt es einen Platz mit Geschäften. Es war Sonntag und einige Einheimische kamen zusammen um ihren freien Nachmittag hier zu verbringen aber niemand hatte meinen Rucksack gesehen. Dafür sprach mich aber ein Junge mit seinem Schulenglisch an, Wir sollten die Polizei rufen, Die könnten ja auf ihre Kameras schauen, (Verkehrs)Überwachungsstaat sei Dank, eine gute Idee! Gesagt getan. Irgendwann kamen dann zwei Beamte in einem Kia Kleinwagen, ein sehr lustiges Bild, beeugten den Tatort und bedeuten mir und einem älteren englisch sprechenden Chinesen mit zur Wache zu kommen. Der Chinese machte mir Mut. Da ich Ausländer sei würde dem Fall bestimmt mit Nachdruck nachgegangen. Auf der wach schauten wir dann auf die Aufnahmen. Es gab 12 Monitore von 12 verschiedenen Kameras. Doch ausgerechnet "meine" Kamera war zum Tatzeitpunkt auf einen anderen Quadranten geschwenkt und konnte mein Missgeschick und die "Finder" nicht filmen. Ich hinterließ meine Nummer und Anschrift aber der Beamte machte klar, dass sie diesem Fall nicht großartig nachgehen würden da keine Wertgegenstände abhanden gekommen sind und auch kein Diebstahlsdelikt vorlag. Nun gut, selbst Schuld, dann brauche ich wohl einen neuen Rucksack, dachte ich und fuhr zurück ins Hotel.