Tag 10 - Tokyo mit unserem Stargast Harry Potter
Konichiwa alle Zusammen, Heute Morgen sind wir aufgestanden und haben erstmal eine Runde Wäsche gewaschen. Unser Zimmer liegt im 7. Stock, die Waschmaschine befindet sich im 3....


Veröffentlicht: 14.06.2025














Nun ist es also so weit – wir sagen Tschüss, Tokyo! Und hoffentlich: bis bald. Die Zeit hier ist wie im Flug vergangen, und ja, wir sind tatsächlich ein wenig traurig, schon wieder Abschied nehmen zu müssen. Auch wenn das nächste Abenteuer bereits wartet – morgen geht’s weiter nach Südkorea! Heute sind wir früh aufgestanden, kurz nach sieben, mit einem klaren Plan: Koffer packen, einen letzten Blick von der Aussichtsplattform im Metropolitan Government Building auf Tokyo zu werfen und anschließend noch den Hie-Schrein zu besuchen. Der Koffer war schnell gepackt (wir sind ja geübt), und auch der Besuch beim Hie-Schrein war ein schöner, ruhiger Abschluss. Nur die Aussichtsplattform hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht – die ist samstags nämlich geschlossen. Und weil ich keinen Überblick darüber habe welchen Wochentag wir haben, hab ich das falsch eingeplant. Ramona war überraschenderweise nur ganz kurz etwas stinkig – vermutlich war sie gedämpft aufgrund des frühen Aufstehens. Glück im Unglück nennt man das wohl! 😄
Unser Shinkansen nach Osaka war für 14:07 Uhr angesetzt – also eigentlich genug Zeit, um in Ruhe Abschied von Tokyo zu nehmen. Und wie macht man das am besten? Natürlich mit einem letzten guten Essen. Also sind wir nach dem Auschecken direkt zur Tokyo Station, dem Hauptbahnhof, gefahren. Soweit, so gut. Dort angekommen, kam dann die Überraschung: Unsere Shinkansen-Tickets galten gar nicht für die Abfahrt von dort, sondern ab Shinagawa – einem anderen Bahnhof, etwa 20 bis 30 Minuten entfernt. Mein Fehler. Wieder einmal. Falls ihr also jemals mit dem Shinkansen ab Tokyo fahrt: Achtet genau darauf, welcher Bahnhof auf dem Ticket steht. "Tokyo" ist nämlich nicht immer gleich "Tokyo". Ramona blieb erneut relativ entspannt, kein Geschimpfe! Glück im Unglück II - Ich glaube, wir sollten öfter früher aufstehen. Also sind wir direkt weiter nach Shinagawa. Und siehe da: Auch dort findet man ohne Probleme gutes Essen. Ich glaube, es ist ein ungeschriebenes Gesetz in Tokyo: egal wo man ist, gutes Essen ist nie weit. PS: der Shinkansen war diesmal pünktlich - auf die Sekunde!
Kaum in Osaka angekommen, haben wir uns direkt ein letztes Mal die legendären Nikuman (Pork Buns) von 551 Horai gegönnt – ein absolutes Muss! Wir werden sie wirklich vermissen. Und nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich das schreibe – sie sind einfach wirklich so gut. Im Hotel angekommen gab es diesmal keine bösen Überraschungen aufgrund meiner manchmal etwas wackeligen Planung. Im Gegenteil: Wir haben ein richtig tolles Hotel direkt am Flughafen erwischt – ein entspannter Abschluss unseres Japan-Abenteuers.
Was ich gestern im Blog nicht mehr untergebracht habe, hole ich jetzt nach: Wir haben noch die berühmte Hachikō-Statue in Tokyo besucht. Ramona – bekennender Riesen-Tierfreundin – wollte da unbedingt hin. Ich muss gestehen, ich kannte weder Hachikō noch den Film mit Richard Gere (ja, Asche auf mein Haupt). Für alle, die genauso ahnungslos waren wie ich: Hachikō war ein japanischer Akita-Hund, der durch seine unglaubliche Treue weltberühmt wurde. Er begleitete seinen Besitzer, Professor Ueno, jeden Morgen zum Bahnhof Shibuya – und wartete dort jeden Abend geduldig auf dessen Rückkehr. Im Mai 1925 starb der Professor plötzlich während einer Vorlesung, doch Hachikō kam weiterhin jeden Tag zur gewohnten Uhrzeit zum Bahnhof, fast zehn Jahre lang – bis zu seinem eigenen Tod. 1934 wurde ihm zu Ehren eine Bronzestatue direkt vor dem Bahnhof Shibuya errichtet – und genau die haben wir besucht (natürlich nicht ohne ein paar obligatorische Fotos).
