Tag 9: Tokyo (Disneyland)
Konichiwa alle zusammen, Heute stand ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Plan – insbesondere für Ramona: Wir hatten Tickets für Tokyo Disneyland. Ramona war ganz aufgeregt, und...


Veröffentlicht: 13.06.2025






















Konichiwa alle Zusammen,
Heute Morgen sind wir aufgestanden und haben erstmal eine Runde Wäsche gewaschen. Unser Zimmer liegt im 7. Stock, die Waschmaschine befindet sich im 3. – also dachte ich mir direkt nach dem Duschen: „Schnell runter, Wäsche rein, fertig.“ Noch im Bademantel, welcher eher wie ein Faschingskostüm für Krankenschwestern aussieht als ein klassischer Bademantel – bin ich also in den Aufzug gestiegen. Meine Hoffnung, niemandem zu begegnen, zerschlug sich sofort. Die Türen öffneten sich – und natürlich war der Aufzug gut gefüllt. Alle sahen mich an. Keiner sagte etwas. Aber jeder versuchte, das Lachen zu unterdrücken – mit mäßigem Erfolg. Nur ich stand da, innerlich gestorben. Kennt ihr das, wenn ein Moment einfach zu komisch ist, um ernst zu bleiben, aber man trotzdem nicht lachen darf? Genau so war’s – für alle anderen. Nur so viel: Als ich die Wäsche später wieder abgeholt habe, war ich definitiv umgezogen.
Nach dem Wäsche-Disaster sind wir erstmal zum Mittagessen, und heute stand für mich Gyudon auf dem Speiseplan, während Ramona sich für Fried Korean Chicken entschieden hat. Ich habe meine Gyudon mit einem rohen Eigelb bestellt. Früher hätte ich beim Gedanken an ein rohes Ei im Essen maximal an Tiramisu, Carbonara oder Rocky Balboa gedacht. Aber inzwischen? Bestell ich das Eigelb ganz selbstverständlich dazu. Das Essen wird dadurch cremiger und einfach irgendwie Umami.
Anschließend haben wir uns einen Kaffee im nahegelegenen Harry-Potter-Café gegönnt und dabei diskutiert, ob wir zum Making of Harry Potter – Warner Bros. Studio Tour Tokyo gehen sollten oder nicht. Ramona war dafür, ich hingegen skeptisch. Ich bin nun mal kein eingefleischter Harry-Potter-Fan und wollte ehrlich gesagt keine 7.000 Yen (also rund 45 Euro) dafür ausgeben. Aber dann kam Ramona mit dem Argument, dass Carmen gestern so begeistert davon erzählt hat und dagegen kam kein Argument mehr von mir an (Danke Carmen 😋). Noch im Café buchten wir die Tickets 😄
Nach dem Kaffee-Stopp ging's zurück ins Hotel, kurz umgezogen – und ab zur Warner Bros. Harry Potter. Nach gut 50 Minuten Fahrt standen wir vor dem Eingang und… zack, direkt drin. Noch bevor wir überhaupt den ersten Zauberstab geschwungen hatten, waren wir im ersten Harry-Potter-Merchandise-Laden gelandet. Eine Art magisches Bermuda-Dreieck, aus dem man nur schwer wieder rausfindet – vor allem mit vollem Portemonnaie. Da gab es alles, wirklich ALLES was mit Harry Potter zutun hat: Dobby-Kuscheltiere, Zauberstäbe mit pesonifizierten Gravierunfen, goldene Schnatze, Hermine-Haarreifen, Gryffindor-Krawatten, sprechende Hüte und natürlich Umhänge in sämtlichen Hausfarben. Ich war eigentlich nur wegen des Butterbeers da. Klang cool – bis ich realisierte, dass es sich um eine Art hypergesüßtes Karamellgetränk mit Sahnehäubchen handelt. Selbst Ramona, hat nach zwei Schlucken kapituliert. Das will was heißen. Eins muss man Warner Bros. lassen: Deren Marketingabteilung macht einen hervorragenden Job. Hätte ich Ramona keinen Halt geboten, wäre sie wahrscheinlich pleite und müsste Übergepäck buchen 🤭
Ich muss zugeben: Die Kulissen waren ziemlich imposant. Egal ob Winkelgasse, das Zaubereiministerium, der Verbotene Wald oder der Hogwarts Express – die Detailverliebtheit in jedem einzelnen Raum war einfach faszinierend. Man konnte sich regelrecht vorstellen, wie viel Arbeit und Präzision hinter der Entstehung eines solchen Filmsets stecken muss. In der Making of Harry Potter – Warner Bros. Studio Tour Tokyo geht es primär darum die Entstehung der Filme zu zeigen – von den aufwendigen Kulissen über Kostümdesign und Maskenbild bis hin zu visuellen Effekten und Sounddesign. Was auch super war: Es gab auch interaktive Stationen, an denen man selbst in die Rolle eines Schauspielers schlüpfen konnte – zum Beispiel auf einem fliegenden Besen durch eine Filmszene zu fliegen.
Und das war’s dann auch fast schon mit unserem Tokyo-Abenteuer. Morgen stehen noch zwei Programmpunkte auf dem Plan, so: Ein letzter Shrine-Besuch (spirituelle Reinigung kann ja nie schaden) und ein Abstecher auf das GovernmentBuilding – nicht um Politik zu machen, sondern um die kostenlose Aussichtsplattform zu genießen. Danach heißt es: zurück zum Bahnhof, rein in den Shinkansen und ab nach Osaka.
