Vientiane - 1,5 Tage unterwegs auf Tempel- und Museumstour
Gestern ging es dann gegen Mittag mit dem Bus von Vang Vieng nach Vientiane. Ich hatte mich diesmal gegen den Lao Train entschieden, da mir das drumherum mit...


Veröffentlicht: 27.03.2025



















































































































Am Dienstag (25.03.) ging es dann früh beizeiten aus den Federn, denn kurz nach 9.00 Uhr Ortszeit sollte mein Flieger in Vientiane starten. Also quälte ich mich um kurz nach 6.00 Uhr aus dem Bett, bereitete mir nach der Morgenroutine einen "leckeren" Instantkaffee zu, schlang irgendwie ein Fertigcroissant runter, denn Frühstück wäre erst 7.30 Uhr gewesen und Lunchpaket stattdessen kannte man an der Rezeption nicht, und rief mir nach dem Auschecken mein Grab-Taxi zum Flughafen. Die Ausreisemodalitäten gingen wieder unproblematisch und mit der gewohnten laotischen Gelassenheit vonstatten, also ohne Hektik aber eben auch mit Warten verbunden ... Und schon saß ich im Flieger und es ging ca. 2000 km Richtung Süden nach Kuala Lumpur, also mit Malaysia das nächste Land auf meiner Route. Der internationale Flughafen in Kuala Lumpur hat schon ganz andere Größendimensionen als mein Abflughafen in Vientiane. Schnell hatte ich meine neue Sim-Karte erworben und auch die neue Währung war fix im Portemonnaie. Die vorher im Netz beantragte MDAC (MALAYSIA DIGITAL ARRIVAL CARD) - machte auch die Einreise sehr einfach, da nichts am Schalter unter kritischem Auge gestempelt wird, sondern alles digital abläuft... Der Flughafen war gut eine Autostunde vom Zentrum und meinem Hotel entfernt oder fast zwei mit dem ÖPNV. Also wählte ich die Grab-Taxioption. Aber es war gar nicht so einfach, den zugewiesenen Grabbereich zu finden. Aber man wäre ja nicht in Südostasien, wenn man da nicht mit Reisegepäck beladen sofort die Begehrlichkeiten einiger Beförderer weckt. Und mit dem Dritten wurde ich dann auch handelseinig, wobei er mir ungefragt erzählte, dass er sich bei seinen Kollegen immer unbeliebt macht, weil er so günstig unterwegs sei. Alles klar, da hatte ich ja wiedermal unglaubliches Glück gleich auf einen echten Wohltäter getroffen zu sein... Auch seine sonstigen Geschichten waren doch - nett gesagt - etwas eigentümlich, aber so verging die einstündige Fahrt dann recht unterhaltsam, wenngleich ich somit auch sofort einen ersten Eindruck von den Einheimischen hatte ... Das Wetter ist hier so, dass es im März/April schon um die 50% Regentage gibt bei Temperaturen von trotzdem über 30 Grad.... Durch den doch anstrengenden Reisetag war der erste Abend in Kuala Lumpur dann doch ganz gemütlich. Ich drehte noch eine Runde in meinem neuen Viertel über den örtlichen Nachtmarkt mit den zahlreichen Essensmöglichkeiten und suchte den nahen Einkaufsmarkt auf. Dort hatte ich noch eine tolle Begnung mit dem netten Verkäufer. Meine wiederholte Frage nach einer Tragetüte beantwortete der etwas korpulentere Kollege, der dabei mienen- und regungslos hinter seiner Ladentheke saß und auf meine nicht ganz geringe Menge an gekauften Dingen blickte, ganz einfach mit zwei Worten: "no bag". Sache erledigt. Ich würgte dann alles irgendwie in meine Hosentaschen und jonglierte es auch in meinen Händen dann bis ins Hotel. Das war angenehm klimatisiert und hatte einen mit Youtube verbundenen Fernseher. So schaute ich gemütlich ein Filmchen, seit über einem Monat auch mal wieder ganz nett, buchte noch etwas meine weiteren Reiseunterkünfte und Fahrten/Flüge, versuchte dabei einem Chatbot zu erklären, dass ich eine - wie auch immer zustande gekommene - Doppelflugbuchung im selben Flugzeug nicht zweimal wahrnehmen kann. Und dann war es doch wieder weit nach Mitternacht als ich in den Schlaf ging...
Dementsprechend war es dann am nächsten Morgen nicht ganz so zeitig als ich das Frühstück im hoteleigenen Restaurant auf dem Rooftop im 7. Stock wahrnehmen wollte. Dort stand ich allerdings vor verschlossenen Türen, obwohl ein Schild davor deutlich aufzeigte: "We are open". Abendlich - beim Bier am selben Ort - erfuhr ich vom netten Barkeeper, dass es daran lag, dass aktuell ja Ramadan ist und es insoweit kein Frühstück im Hotel gebe. Malaysia ist ein weit überwiegend muslimisch geprägtes Land, obwohl gerade in Kuala Lumpur ein Schmelztiegel vieler Religionen ist. Also versorgte ich mich anderweitig und dann rief ich mir ein Grab-Taxi, das mich zu meinem ersten Ziel, den Batu-Höhlen, brachte. Bei diesen handelt es sich um Kalksteinhöhlen, die eine Vielzahl von Hindu-Tempeln beherbergen. Die größte der Höhlen ist die ca. 100 Meter hohe sogenannte Tempel- oder Kathedralenhöhle. Dorthin führen 272 steile Treppenstufen vom Vorplatz hinauf zum Eingang zu dieser Höhle. Insbesondere bei Frauen wird auch penibel auf die Einhaltung von Kleidervorschriften geachtet, wenn man die heiligen Stufen hinaufschreiten will. Auf dem Vorplatz ist auch die 43 Meter hohe Statue des Gottes Murugan. Viele der Schreine erzählen die Geschichte vom Sieg des Gottes Murugan über den Dämon „Soorapadam“. Überall auf dem Gelände befinden sich auch unglaublich viele Affen, die überhaupt keine Scheu vor Menschen haben. Wenn man etwas zu Essen hat, sollte man sich in Acht nehmen, da dies Begehrlichkeiten weckt.
In schlenderte einige Stunden auf dem Gelände herum. Die hinduistischen Abbildungen und Figuren sind schon beeindruckend und etwas Neues auf der Liste meiner gesammelten Tempeleindrücke. Danach ging es zurück in die Stadt (die Batu-Höhlen liegen ca. 15 km außerhalb).
Ich steuerte zunächst das Kuala Lumpur City Center und den anliegenden Park an. Dort hat man inmitten im Trubel und umgeben von Unmengen von Wolkenkratzern eine kleine grüne Oase. Das City Center beinhaltet auch ein riesiges mehrstöckiges Einkaufsareal, wo sich ebenfalls das Aquaria KLCC befindet. Ein gut gemachtes Ozeanarium. Ich hatte noch ein paar Stunden bis zu meiner gebuchten Tour der Besichtigung der Petronas Tower. Das nutzte ich auch um das Aquaria KLCC zu besuchen. Das Highlight dessen ist ein 90 Meter langer Unterwassertunnel, der einen 360°-Blick auf die herumschwimmende Unterwasserwelt bietet. Man steht inmitten von Haien, Stachelrochen und vielerlei anderen Meerestieren... Nachdem ich dann etwas gegessen hatte, durch den Park geschlendet bin und mir die Wolkenkratzerumgebung etwas angeschaut hatte, gings auf die Tour innerhalb der Petronas Tower. Das sind die größten Zwillingstürme der Welt mit 451,9 m Höhe. Erster Halt war im 41. Stock (auf 170 m) die Skybridge und zweiter Halt das Observation Deck im 86. Stock (ca. 370 m). Man hat hier einen traumhaften Blick über die Weiten der Stadt... und das Wetter spielte auch mit, sodass ich zum Schluss auch den beginnenden Sonnenuntergang mitnehmen konnte...
Danach schlenderte ich zurück durch die buntbeleuchtete Stadt, machte kurz Rast in meinem Hotelzimmer und ging dann noch einmal für einen Snack und ein kühles Getränk auf das Rooftop-Restaurant in meinem Hotel und plauderte noch etwas, bevor ich nach einem kurzen Abstecher in einer kleinen Musik- und Sportbar die nächtlichen Segel strich...
Gestern hatte ich dann noch ein paar kleinere Ziele. Ich beschloss diese früh mit einem Hop-on-Hop-off-Bus zu absolvieren. Dabei gibt es in Kuala Lumpur die Garden- und die City-Tour. (Spät-) Vormittags wollte ich die Gardentour machen und nachmittags die City-Variante. So machte ich los und stieg immer mal aus, um mir so ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen; Little India mit seinem Bollywoodflair, den unzugänglichen Königspalast und den beeindruckenden Merdeka-Square mit seinen Kolonialstil-Gebäuden und dem Sultan Abdul Gebäude sowie dem höchsten Fahnenmast des Landes in einer schönen Parkanlage... Die nachmittägliche City-Runde fiel dann etwas ins (Regen-) Wasser, da es immer mal kräftig schüttete. Insoweit war ich froh, dass ich dann alles aus dem geschützten Bus raus beobachten konnte. Ich stieg deshalb nur noch einmal am KL-Tower aus, dem zweithöchsten Gebäude der Welt, aber auch nur, um ein paar tourimäßige Bilder zu machen... Abendlich gings dann zum Ausklang in Kuala Lumpur noch einmal in eine nette Rockbar mit Live-Musik...
