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Meine Uni

Veröffentlicht: 07.08.2025

Sehenswert
Tec de Monterrey
Mexico City, Mexico
Sehenswert
Campus der Tec de Monterrey in Tlalpan
Mexico City, Mexico
Sehenswert
Bibliothek der Tec de Monterrey
Mexico City, Mexico
Sehenswert
Sportstätten der Tec de Monterrey
Mexico City, Mexico
Essen
Taki
Mexican · $ · Mittagessen

Die Tec de Monterrey: die angeblich teuerste Universität in Lateinamerika. Mit mehreren Standorten in Mexiko und engagierten Studierenden gehört sie zu den besten des Landes. Wer hier studieren möchte, setzt sich gegen krasse Konkurrenz durch und zahlt etwa 14.000 Euro im Jahr. Und naja dann gibt’s da noch mich, die einen völlig neuen Campus erleben darf, die TU Dresden könnte hier (was das Äußere angeht) niemals mithalten. Unser Standort liegt im Süden der Stadt, man braucht ca 1-1.5 Stunden ins Stadtzentrum. Das Viertel Tlalpan ist nicht besonders fancy oder gentrifiziert, was die Uni noch mehr rausstechen lässt. 

Es ist alles eingezäunt, man hat Security Guards (zT sogar mit Waffen) an allen Eingängen, was erstmal befremdlich wirkt. Es sorgt aber auch dafür, dass man sich hier völlig frei bewegen kann und sicher fühlt, wenn man mit seinen Wertsachen unterwegs ist. Das ist draußen auf der Straße leider nicht so ganz der Fall. 

Der Campus ist super modern, er wurde erst 2017 fast völlig neu gebaut, allerdings aus einem traurigen Anlass: Bei einem besonders starken Erdbeben sind drei Studierende der Tec ums Leben gekommen, weshalb beim Wiederaufbau keine Kosten gescheut wurden, alles absolut erdbebensicher zu gestalten. Trotzdem lernen wir gleich am ersten Tag, wie man sich im Ernstfall zu verhalten hat.

Die Hauptgebäude sind nur wenige Minuten voneinander entfernt und umgeben von viel Grün. Überall sind Sitzgelegenheiten. Es gibt sogar einen kleinen See, der irgendwie Wasser auffängt und damit die Toilettenspülung betreibt. Alles ist sehr nachhaltig gestaltet, wir trennen rigoroser den Müll als Deutsche und der Fahrstuhl fährt nicht in den ersten Stock, weil das mehr Energie braucht, als zu laufen. Es gibt außerdem keine Snacks mit Zucker in den zahlreichen Automaten. Sehr interessant. 


Was ich dann aber nicht ganz verstehe, ist das Menü unseres hauseigenen Starbucks, natürlich voll mit Zucker. Generell gibt es hier alles, was das Herz begehrt: Crêpes, Subway-Sandwiches, Tim Hortons, Smoothie-Bars, Chinesisch, Rohkost, Fast Food, und so viel, was ich noch gar nicht entdeckt habe und auch niemals alles durchprobieren kann. 

Was sich aber schnell als mein Lieblingsessen rausstellt, ist ein kleiner Stand mit mexikanischem Essen, Taki oder so. Ich find es gar nicht soo außergewöhnlich lecker, aber der Mann, der dort arbeitet, ist ein absoluter Schatz. Als ich ihm erkläre, dass ich noch nichts Mexikanisches kenne, ist er total aufgeregt und will mir die ganz Karte erklären. Schon beim zweiten Mal erinnert er sich einfach an meinen Namen, wie süß. Er gibt mir zB Enchiladas mit meinem ersten Huhn seit sechs Jahren (schmeckt ganz ok, ich sterbe nur vor Schärfe, er sagt extra noch „no pica“) und Tacos Dorados. Auf jeden Fall super, um sich langsam an alles ranzutasten. Alles sehr interessant, und etwa 3-4 Euro für ein ganzes Essen! Das lokale Essen ist auch im Supermarkt billig, während alles internationale nur ein kleines bisschen billiger ist als bei uns. Zum Essen hier vielleicht mal einen weiteren Eintrag, wenn ich das Gefühl habe, ansatzweise zu durchsteigen, was hier was ist.

Es gibt auch Banken und Geldautomaten auf dem Campus, ein Medical Center mit Ärzt:innen für jegliche Krankheiten, einen Shop für Unikleidung, eine Art Pfennigpfeiffer, und weitere Läden. Ich fühl mich, wie eine verwöhnte Prinzessin hier. Besonders aber fällt mir auf, wie unglaublich viel Personal hier unterwegs ist. Kein Wunder, es muss so viele Menschen brauchen, um dieses perfekte Bild aufrechtzuerhalten. Alle sind sehr höflich und behandeln mich so gar nicht wie ne kleine Studentin. Das fühlt sich irgendwie noch sehr seltsam an. 

Zu den Gebäuden kann ich wohl die Fotos für sich sprechen lassen. Die Bibliothek als Herzstück der Uni ist soo cool. Ganz oben kann man auf einer Terrasse über die Stadt blicken. Ich seh kein Ende, in alle Richtungen ziehen sich Stadtviertel bis in die Berge hoch. 

Zu einigen Gebäuden gibt es komplett gesicherte, ebenfalls abgesperrte Wege durch die Straßen. Nur die Sportstätten sind etwas weiter weg, eine ist gleich bei mir zuhause, wie praktisch. Hier gibt es natürlich auch alle Sportarten, die man sich wünschen kann, darunter mehrere Fitnessstudios mit Sportkursen, Tennis, irgendwo wohl ein Schwimmbad und einen Grillplatz. Mal schauen, wo mein Volleyball und Tanzen stattfinden wird. Und wenn es doch zu weit ist oder man sich soo unsicher fühlt, nimmt man einfach den Bus der Uni, der zwischen den einzelnen Geländen zirkuliert. 

Das ist wohl erstmal alles, was mir so auffällt, schon bisschen krank oder? Ich bin ja mal gespannt, ob die Qualität der Unikurse diesen äußerlichen Ansprüchen gerecht wird.


Auf einen Blick

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Wetter
Sommer
Kulturell
  • neuer Campus der Tec de Monterrey
  • Bibliothek mit Blick über die Stadt
  • grünes, sehr modernes Campusgelände
  • günstiges mexikanisches Essen auf dem Campus
StadtArchitekturEssenGeschichte
  • Studiengebühr pro Jahr14.000 €
  • Mittag-/Abendessen auf dem Campus4 €
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