Wie alles begann…
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!
Veröffentlicht: 07.08.2025
Die Reise am 03.08. beginnt ganz entspannt 5.52 Uhr am Dresdner Bahnhof. Und rate mal mit wem: ja genau, Dynamo Ultras, die zum ersten Zweite Liga Spiel von Dynamo nach Fürth ausrücken (Spoiler: sie haben verloren hehe).
Alle in schwarz und mit starker Polizeipräsenz und dann mein roter Koffer und ich machen wir uns auf den Weg nach Hohenstein-Ernstthal, wo ich kurz nach 7 Uhr von Paula, meiner Kommilitonin und Freundin, und ihrer Familie abgeholt werde. Wir fahren sage und schreibe 3 Stunden!! Oder vielleicht 3,5h, ich schlaf die ganze Zeit, auf jeden Fall so, dass wir schon vor 11 am Flughafen Frankfurt ankommen. Dort geht auch alles super schnell: mein Koffer wiegt 22,4 Kilo, meine Nagelschere wird nicht entdeckt, meine Drogen im Bauch und Sprengstoff in der Bauchtasche auch nicht, und dann sind wir schon eingecheckt und am Gate. Da treffen wir auch Xaver und Lydia, die mit uns reisen.
Unser Flugzeug ist riesig, eine 747, wie Jone direkt erkennt. Zwei Etagen. Wir starten gegen 13.50. Die Lufthansa kümmert sich auf dem 12h Flug echt sehr sehr gut um uns! Wir haben alle Decken, Kissen, kriegen zwei warme Essen, Schokolade, viele Getränke und Cracker und natürlich tolle Filme und Serien. Ich schau viele Folgen White Lotus und schlafe etwa 3h zwischendurch. Ein passt Stunden lang hab ich starke Kopfschmerzen, die werden aber glücklicherweise mit Tabletten besser.
Ich sitze leider auf einem Mittelplatz, aber meine Mitreisenden sind sympathisch. Eine Karikatur: ein sehr reservierter Deutscher zu meiner Rechten, der sich dafür entschuldigt, zu lang die Steckdose genutzt zu haben. Zu meiner Linken eine Mexikanerin, die sich stündlich bekreuzigt und mir viel über Mexiko erzählt, auf Spanisch auch und ich bin erleichtert, ein Gespräch führen zu können!
Bei der Landung wird mir plötzlich sehr übel, ich renne aufs Klo, muss mich zum Glück nicht übergeben aber die Stewardess stresst mich, zurück auf meinen Platz zu gehen und läuft mir sehr laut mit ner Kotztüte hinterher, wie unangenehm.
Wir landen 17.30 h mexikanischer Zeit (8h Zeitverschiebung), es ist angenehmes Pulliwetter. Wir kommen recht gut durch den Visa-Schalter und dürfen jetzt 6 Monate bleiben! Juhuu! Koffer kommen auch und lustigerweise treffe ich in der Kloschlange ein Mädchen, die schon seit einen Jahr in Mexiko wohnt. Sie empfiehlt mir eine eSim, die wir alle nich am Flughafen online kaufen und so direkt Mobile Daten haben. Läuft alles wie am Schnürchen! Nur als ich versuche, Geld abzuheben, scheitert meine Karte und Paula muss mir was leihen. Ich hoffe, das wird nicht noch zum Problem.
Dann kann ich wieder ohne Probleme ein Uber rufen (ein billiges Taxi), das uns für gerade einmal 20 Euro die 45 Minuten nach Hause chauffiert. Der Fahrer ist sehr lieb und erzählt uns gleich ein bisschen über Mexiko. Wir wohnen alle sehr nah beieinander, ich in der Avenida de las Torres 200 (Turmstraße) im Stadtviertel Tlalpan. Da ist ein großes Tor, mit einem netten kleinen Mann in der Tür, wohl der Security Guard, der mich reinlässt. Dahinter befindet eine kleine Straße mit nochmal etwa 20 Häusern. Eine Angestellte meinem Vermieters kommt mich sogar abholen, das ganze Spanisch überfordert mich gerade ein bisschen. Sie zeigt mir das Haus, in dem wir zu sechst als Internationals wohnen werden. Dazu mehr in einem nächsten Eintrag.
Dann, gegen 20.30 Uhr (04.30 Uhr), bin ich allein mit meinen Sachen in meinem Zimmer und fühle mich plötzlich ein bisschen einsam. Aber ich bin mir sicher, wenn morgen die Sonne draußen aufgeht und direkt der erste Tag der Orientation Week an der Uni beginnt, wird es genug neue Eindrücke geben, um mich ganz gut abzulenken. Ich bin soo gespannt und soo erleichtert, es gut hergeschafft zu haben! Kanipimou und Buenas Noches :)
