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A Wahnsinn is des

Veröffentlicht: 05.05.2017

Warum dieser Titel?

Am Ende wirst du es wissen. Anfangen tu ich mit meinem Zimmer. Es wird Zeit, dass ich diese Zelle mal vorstelle. Nein, nein! Ich meine nicht, dass es mir wie im Gefängnis vorkommt. Es ist mehr im Sinne eines Klosters gemeint: Das sind meine vier Wände, hier bin ich jetzt zu Hause und hierher kann ich mich zurückziehen und meinen Gedanken nachhängen. Übrigens möchte ich dazu gar nicht viel sagen. Ich lasse die Bilder sprechen. Gefällt besser, denke ich, als dass ich alles klitzeklein beschreibe. Gestalte mal einen interessanten Text, in welchem du ein Zimmer beschreibst! Ha! Nein, schaut euch die Bilder an. Nur so viel: Inzwischen fühle ich mich wohl hier drin.

Und jetzt langsam zur Aufklärung des Titels. 

Heute lief ein reger WhatsApp Verkehr. Manuela stupste die Gruppe an, mal ins Kino zu gehen. Da ist ein Superkino ganz in der Nähe an der Av. del 16 de Diciembre, gleich gegenüber dem Megamaxi. Da laufen die aktuellsten Filme. Daniela, die Studentin aus den USA bevorzugt kleine Filme, gute Filme. So ein bisschen à la Cineplexx gegen Madlen. So entschieden wir uns, ins Kino 8einhalb zu gehen. Irgendwie war ich der Meinung, da liefe ein Film aus Ecuador, also in Spanisch und teilweise in Ketschua mit spanischen Untertiteln. Doch nein, es lief einer in breitestem Wienerdialekt mit spanischen Untertiteln. "I habs gmeint, des gibts net. Da sitz i in an Kino in Südamerika und bin mit den zwei Schweizerinnen der anzige, der was den Fuim verstehts." - So, das ist die Erklärung für den Titel dieses Blogs ("71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls" war übrigens der Titel des Films von Michael Haneke). - A Wahnsinn!

Danach ging es nochmals auf ein Bierchen ins Cherusker, ein Lokal im Vergnügungsviertel Mariscal rund um die Plaza Foch. Manuela und ich hatten dort schon vor dem Kino abgemacht und was gegessen. Günstig gelegen, weil in relativ kurzer Gehdistanz vom Kino. Etwas vor Mitternacht gings im Taxi nach Hause und dort ... oo Scheisse, funktionierte der Schlüssel nicht. So musste ich meine Hostmutter aus den Federn klingeln. Sie hatte geglaubt, ich sei schon im Bett und hat die Türe total verriegelt. Dann kann man von aussen gar nichts mehr machen, selbst wenn man die beiden Hausschlüssel hat. Das ist so eine Sache hier in Quito: Jedes Haus hat sicher zwei oder mehr Schlösser. Klar ist jedes mit einer hohen Mauer umgeben und oft sind oben elektrische Drähte an Isolatoren befestigt, in mehreren Reihen. Keine Ahnung, ob alle Anlagen unter Strom stehen, ich möchts aber auch gar nicht wissen. Oft ist da auch Stacheldraht oder, eher in den ärmeren Quartieren, sind oben auf den Mauern Glasscherben eingepflastert.

Jetzt ist es halb eins in der Nacht, ich bin am schreiben, ihr in der Schweiz am aufstehen und drum mach ich jetzt Schluss. Blog schreiben JA, Hausaufgaben heute mal NEIN.

Noch was Kleines: Stiefel für die Selva (Urwald) habe ich mir noch gekauft in einem Laden wie bei uns der Jumbo. Diese könnt ihr auf den Fotos bestaunen. (Ohhh!)

Gute Nacht! 

Äḧḧ, nein: Guten Morgen!

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