Woche 3 Litauens wilder Osten (Litauen, Lettland)
Die Burg von Trakai ist wirklich ein Hingucker. Auch wenn wir normalerweise nicht gerade die Schlößer-, Burgen- oder Museumsfans sind, diese Burg ist schon sehr...


Veröffentlicht: 06.09.2019































Da die baltischen Länder flächenmäßig nicht die größten sind haben wir schon Lettland erreicht. Zuerst steuerten wir direkt Riga, die Hauptstadt an. Witzigerweise meiden wir in unseren sonstigen Urlauben eher die Großstädte und bummeln durch kleine Dörfer oder Städte. Im Baltikum jedoch ziehen uns die großen Städte magisch an, da sie trotz ihrer Größe auch Entspannung ausstrahlen. Sie sind zugleich wunderschön alt und geschichtsträchtig als auch modern und jung mit tollen Ideen und Innovationen.
Nun zu Riga. Wir übernachteten wieder auf einem Campingplatz in der Stadt, von dem aus wir diesmal zu Fuß alles erreichen konnten. Die Altstadt lag auf unserem Weg und war hübsch anzusehen, überzeugte uns aber nicht allzu sehr. Außer Restaurants und Souvenierläden gab es nichts Sehenswertes für uns, was zum Verweilen einlud.
Daher gingen wir weiter zu den ehemaligen Zeppelin Hangar Hallen, in denen ein riesiger Wochenmarkt an 364 Tagen im Jahr stattfindet. Nur an dem Johannistag, am 24. Juni nicht, da wird gefeiert. Da wir auch in Kiel ultra große Wochenmarkt Fans sind waren wir von diesem Markt mehr als begeistert. Die Dimensionen sind schwer zu überblicken aber es macht riesig Spaß an jedem Stand etwas anderes zu kaufen. Die einzelnen Hallen haben jeweils ein Thema (Fisch, Fleisch, Molkereiprodukte, Gewürze und Eingelegtes usw.). Und Kleinigkeiten für zwischendurch sind super günstig.
Abends gingen wir dann noch ins Stadtzentrum und genossen die Atmosphäre hier sehr. Es war viel los auf den Straßen, die Außenplätze aller Restaurants waren besetzt aber es wirkte überhaupt nicht hektisch. In den vielen lettischen Parks wurden die verschiedensten Sportarten und Kartenspiele gespielt. Zum Beispiel Mannschaftsfrisbee. Alle schienen aktiv und gerne draußen zu sein. Die Preise in Riga's Restaurants fanden wir im Verhältnis zu Litauen wieder erstaunlich günstig. Nur eben in der Altstadt nicht.
Wie meistens folgte dem Stadtaufenthalt ein Nationalpark. Vor uns lag der Gauja Park durch den sich der Fluss (Gauja) schlängelt. Man merkte das wir mittlerweile im Westen Lettlands angekommen waren, da alles etwas touristischer wirkte. Die kleinsten Sehenswürdigkeiten, bei denen man sich freuen würde, wenn man sie zufällig entdeckt, wurden hier groß beworben und es fuhren viele Reisebusse dort hin. Das Übernachten war im Gauja Nationalpark nur auf Campingplätzen möglich und die Preise wieder etwas Höher. Dennoch war der Park schön und wir wanderten ein paar kurze Strecken.
Der Boden in dieser Gegend besteht aus Sandstein, und so kommt es, dass das ausgewaschene Flussbett sehr weiche Wände hat. In diesen Wänden sind viele Höhlen entstanden. Wie es scheint ist es hier eine Art Volkssport, sich in den Sandsteinwänden zu verewigen.
Eine Nacht verbrachten wir im Gauja Nationalpark und wir fragten uns, ob die Campingplatzbesitzer wohl Kannibalen seien ;-)
Langsam aber sicher machten wir uns auf den Weg nach Tallinn. Jedoch wollten wir noch einen kurzen Rast an einem gar nicht mal so kleinem Wasserfall machen um zu Frühstücken. Der Wasserfall war echt ein Hingucker. Und bei den 25°, die wir schon wieder hatten, war der nasse Dunst des Wasserfalls eine schöne Erfrischung. Leider ist der Pegel des Flußes zu dieser Jahreszeit recht niedrig, so dass der Wasserfall nur sehr schmal verlief. Trotzdem echt cool.
Wir sind sehr gespannt auf Tallinn und werden in der nächsten Woche berichten.