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Zuletzt in South San Francisco

Tag 2: Über Zürich nach Kalifornien

Veröffentlicht: 04.07.2022

Nach 4 erstaunlich erholsamen Stunden Schlaf klingelte um 4:15 Uhr der Wecker. Heute geht es endlich nach Amerika.

Mein "Reiseveranstalter" hatte mir vor zwei Tagen extra nochmal per Mail mitgeteilt, dass ich aufgrund des aktuellen hohen Passagieraufkommens unbedingt 3 bis 3 1/2 Stunden vor Abflug am Flughafen sein muss. Also machte ich mich rechtzeitig bei Sonnenaufgang auf den relativ kurzen Fußweg vom Hotel Cockpit zum Hamburger Flughafen. Als guter deutscher Tourist habe ich natürlich großzügig aufgerundet und war im Endeffekt über 4 Stunden vorher da. 

Rollfeld
Terminal 2

Und was soll ich sagen: 10 Minuten am Check-In Automaten, 15 Minuten am Baggage Drop Off und weitere 15 Minuten in der Sicherheitskontrolle später saß ich fast 3 Stunden vor Abflug am Gate und trauerte den 2 Stunden nach, die ich hätte länger schlafen können. Immerhin hat der Hamburger Flughafen im Gegensatz zu einem gewissen Hotel gut funktionierendes WLAN und ich konnte die Zeit nutzen, den ersten Teil des heutigen Berichts zu schreiben. 

Der Flug von Hamburg nach Zürich mit Swiss ging dann glücklicherweise pünktlich, sodass ich nach 90 Minuten Flug rechtzeitig ankam.

Flieger nach Zürich

Von Zürich selbst sah ich abgesehen vom Gate nur die entfernten Alpen, denn mein nächster Flieger stand schon bereit. Nach zwei Stunden Layover saß ich dann im United-Airlines-Flieger Richtung San Francisco.

Noch ein Flugzeug (diesmal größer)

Ich hatte mir schon vor ein paar Wochen einen Gangplatz in der aller letzten Reihe des Flugzeugs reserviert. Aus irgendeinem Grund hielt ich das damals für eine akzeptable Wahl. Schnell stellte sich heraus, dass es wohl der schlechteste Platz des heutigen Fluges war. Aus mehreren Gründen: Zunächst musste ich feststellen, dass der Essen/Getränke Wagen immer von vorne nach hinten durch die Reihen fuhr, sodass ich als letztes bedient wurde. Und wer wartet schon gerne auf sein Essen? Vor allem wenn man beim Warten die glücklichen Menschen in den Reihen vor einem beobachten muss, wie sie einen großen Bissen von ihrem lauwarmen halbgaren Flugzeugcurry zu sich nehmen. Also ich nicht!

Der zweite Grund war, dass man ohne Fensterplatz nicht die wunderschönen ewigen Eislandschaften Grönlands bestaunen konnte. Bei mir hats daher nur zu diesen semi guten Aufnahmen aus dem kleinen Türfenster gereicht (trotzdem sehr beeindruckend).

Grönland
Auch Grönland, bloß dunkler

Der Hauptgrund allerdings war, dass das einzige kleine, nervige, dauerhaft schreiende Kleinkind im ganzen Flugzeug natürlich zusammen mit seinen Eltern genau links neben mir saß. Ich mag Kinder sehr gerne, aber dieses Exemplar hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mich zu provozieren. Nachdem ich das dauerhafte Schreien durch den Einsatz von Kopfhörern kontern konnte, änderte es seine Strategie und begann mich regelmäßig zu treten und beinahe meine Kopfhörerbuchse abzubrechen. Nach 11 langen Stunden war es dann endlich geschafft und mein neuer Erzfeind und ich konnten endlich getrennte Wege gehen. 

Die Einreise und Gebäckabholung liefen anschließend relativ unkompliziert ab (mein Koffer stand einfach mitten im Raum statt auf einem Band). Als ich das Terminal verließ, schrie sofort alles nach Kalifornien. Die Hügel im Hintergrund, die Sonne, die Autos, die Straßen.. es hat sich alles so angefühlt wie erwartet. 

SF Airport

Um zu meinem Hotel in die Innenstadt von San Francisco zu kommen, nutzte ich zum ersten Mal Uber. Und das ging ziemlich intuitiv. Innerhalb von 5 Minuten war ein Fahrer bei mir und brachte mich direkt vor mein Hotel. Abgerechnet wird direkt über PayPal und der Preis steht vorher fest. Für mich persönlich deutlich attraktiver als Taxi-Fahren. Schade, dass der Dienst in Deutschland so reguliert ist. Mit meinem Uber-Fahrer namens Karma unterhielt ich mich zudem über viele interessante Dinge, insbesondere über Viertel von San Francisco, die ich nach Einbruch der Dunkelheit lieber meiden sollte. Gut zu wissen.... 

Dann checkte ich in meinem Hotel "The Grant" ein. Das Gebäude und Zimmer ist nicht besonders neu, sauber oder schön, aber erfüllt wieder seinen Zweck. Allerdings befanden sich im Bad genau eine Rolle Klopapier und genau 0 Klobürsten. Als Entschädigung dafür habe ich aber ein eigenes Bügelbrett und Bügeleisen im Zimmer, Top! 

Hotel Grant

Zum Abschluss des Tages ging ich noch kurz zum kleinen Supermarkt einen Block weiter und konnte endlich mal die ersten Fotos aus der Stadt machen. Passend dazu kam direkt eines der weltbekannten Cable Cars vorbei.

Cable Car

Mehr habe ich mir heute nicht zugetraut, obwohl es nach amerikanischer Zeit noch gar nicht so spät ist. Aber nach 25 Stunden ohne Schlaf (Alex wäre stolz) hole ich diesen jetzt nach. Morgen erkunde ich dann die Stadt.


Leart

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