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02.11. Verlassener Wasserpark

Veröffentlicht: 02.11.2018

Heute ging es am Morgen mit dem Fahrrad zu einer Grabstätte, der Tu Duc Tomb. Nach vielen Hügeln hinauf und hinunter und einem Zwischenstopp an einem hübschen buddhistischen Tempel erreichten wir unser Ziel. Die früheren Könige und Geistlichen haben auf jeden Fall einen sehr schönen Ort für Ihre letzte Ruhe bekommen. Um einen mit Seerosen bepflanzten größeren Teich ordneten sich viele mit bunten Ornamenten verzierte Gräberbauten an, sodass man wieder einen schönen Fußweg durch die Anlage hatte und über die Kunstfertigkeit vergangener Tage nur staunte. Dabei war es wieder einmal unerträglich heiß! Es müssen über 30 Grad gewesen sein, denn außerhalb des Schattens war es kaum auszuhalten. 

Der Tempel am Wegesrand
Der Seerosenteich
Eine der vielen Grabstätten

Ein schönes Extra war die Aufführung einer Gruppe von Frauen, die mit traditionellen Instrumenten und Gesang alte Lieder in einem offenen Haus am Seerosenteich vortrugen.

Nach der Grabstätte ging es weiter zu einem eher unüblichen Ziel - einem verlassenen Wasserpark, der nie fertiggestellt worden war. Offiziell darf man den Park am Haupteingang nicht betreten, jedoch kann man mit etwas Geld durch einen Hintereingang bei einem Anwohner, um trotzdem in den Park zu gelangen. Zuerst kam man zu einem großen Gebäude in der Form eines Drachen vorbei.

Vermutlich war dieser Drache als Restaurant, Museum und Aussichtsturm für den Park gedacht, denn unten waren viele Nischen für kleine Läden und eingeschlagene Vitrinen für Ausstellungsstücke oder eventuell sogar für Tiere, man konnte es nicht mehr erkennen. Wir konnten bis in das Maul des Drachens aufsteigen, wo wir ersteinmal eine Runde Karten spielten, die bei uns immer mit auf Ausflügen dabei sind.


Das Innere des Drachen
Im Maul des Drachen

Danach ging es weiter um den See herum, um den der Wasserpark erbaut worden war, zu einem System aus Rutschen und kleinen Schwimmbecken. Es war erstaunlich zu sehen, wie sich die Natur langsam aber sicher alles zurück holte. Die Rutschen waren moosbewachsen und die Fliesen der Schwimmbecken waren abgesprungen und Pflanzen wuchsen durch den Boden hinein. Eigentlich wäre der Wasserpark, glaube ich, sehr schön geworden, mitten in der Natur und außerhalb der Stadt, aber aus irgendeinem Grund stellte die Regierung den Geldhahn ab und der Park wurde so gelassen, wie er heute ist.

Die alten Rutschen

Poolbecken mit nicht mehr ganz so sauberem Wasser
Als letzte noch erhaltene Attraktion gab es dann noch auf der anderen Seite des Sees eine Tribüne, von der aus man vermutlich ein Wasserspektakel bewundern konnte, da in einem Becken davor verschiedene Düsen für Fontänen angebracht waren mit denen unterschiedliche Formen und Figuren erschaffen werden konnten.


Daraufhin ging es wieder in die Stadt und nachdem wir noch kurz auf einem großen Markt waren, ging es mit dem Bus weiter nach Phong Nah. Nun sitzen wir im letzten geöffneten Restaurant in dieser kleinen Stadt, denn in Vietnam schließt generell alles um 23 Uhr, auch die Bars und Clubs und wir müssen nun auch bald wieder zurück in unser Mango-Hostel, damit die armen letzten Kellner auch gehen dürfen.

Morgen werden wir uns die Höhlen, die es hier in Hülle und Fülle gibt anschauen und da alle, die hier waren, davon schwärmen, sind wir schon sehr darauf gespannt.
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