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Zuletzt in Spanien

Ein Barkeeper mit zwei Köpfen

Veröffentlicht: 30.10.2026

Fahrt
Alcalá de la Selva → Culla
101 km · 3h

Wir haben eine ruhige Nacht verbracht in Alcalá de la Selva. Das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn wir standen auf dem einzigen größeren Parkplatz des Ortes. Dort waren nur zwei Autos geparkt, als wir gestern ankamen, aber wir waren uns sicher, dass am Morgen, wenn der Schul- und Berufsverkehr begann, hier die Post abging.

Als ich mich dann heute gegen 9 Uhr mit den Hunden zu einer kleinen Gassi-Runde aufmachte, war ich überrascht. Der Parkplatz war leer, keine Autos, keine Menschenseele. Es war mucksmäuschenstill. Kein Verkehrslärm, keine Stimmen, kein Vogelgezwitscher. Nichts. Die Sonne lugte spärlich zwischen den Schäfchenwolken hindurch, so, als müsste sie es sich noch überlegen, ob sie hier scheinen wolle.

Irgendwie passte das zu meiner Stimmung. Unsere Tour zu den kleinen Perlen Spaniens neigt sich dem Ende zu. Wir hatten wunderschöne Tage verbracht. Besser konnte es nicht werden …

Zum Glück blieb nicht viel Zeit zum Sinnieren. Culla stand heute auf dem Programm, unsere vorletzte Station. Das waren über 100 Kilometer auf der Straße. Aber auf welcher? Mein Navi schlug mir drei Alternativen vor. Die kürzeste über 101 Kilometer, die längste sollte 175 Kilometer lang sein. Ich entschied mich für die kürzeste. Ich registrierte scheinbar nur nebenbei, dass die am längsten dauern sollte.

Eine gute Lehre. Ich werde mir künftig die Strecken vorher genauer anschauen. Die 100 Kilometer waren der Wahnsinn. Steigungen von 12 Prozent, Kurven wie in einem Kreisverkehr, einem kleinen Kreisverkehr! Links steile Bergwände, rechts tiefe Schluchten und keinerlei Spielraum für Ausweichmanöver. Ich fuhr nur im ersten oder zweiten Gang.

Mir fiel ein Verkehrsschild ins Auge: 1,5 Meter Abstand halten zu Fahrradfahrern. Wenn ich hier 1,5 Meter Abstand halten könnte, würde ich mit meiner Fahrerseite die Bergwände rasieren. Ich war mir sicher, dass Radfahrer auf dieser Strecke mein kleinstes Problem sein würden. Ich sah keinen einzigen.

Ich brauchte für die 101 Kilometer über drei Stunden, was einen Stundenschnitt von etwas über 33 Kilometern ausmacht. Culla haben wir heute nicht mehr gesehen. Ich habe einen Kaffee getrunken und mich schlafen gelegt.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit
AbenteuerlichEntspannend
  • Die 101 Kilometer lange Strecke führte über steile Anstiege und enge Kurven durch die Berge.
RoadtripNaturBerge
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