Von alten Festungen zur Touristenhochburg
Wir sind angekommen. Wir sind in Peñíscola. Wir sind am Meer. Unsere Kleine-Perlen-Tour ist fast zu Ende. Fast deshalb, weil wir euch in den nächsten beiden Tagen auch di


Veröffentlicht: 03.11.2026









Nun, Kelche, Schalen oder Pokale haben schon immer eine große Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Und das ist auch umgekehrt so (meine Old-Boys wissen das!). Ich begab mich also heute Morgen auf Schatzsuche.
Ich war einer der ersten Besucher. Und schon in der ersten kleinen Kammer sah ich an den Wänden Figuren auftauchen: Ritter des Templerordens. Einer von ihnen überreichte einen prächtigen Gral an einen Mann mit einer Papstkrone auf dem Haupt. Das musste Papa Luna sein, Benedikt XIII., der hier jahrelang residierte und schließlich auch in der Burg verstarb. War das ein Zeichen?
Ich fand Bücher, die ich mithilfe meiner KI durchforstete und übersetzte. Ich entdeckte verborgene Regale und geheimnisvolle Fläschchen mit farbigen Tinkturen. Was war das? Die hatte ich bei meinem ersten Besuch nicht gesehen. Oder vielleicht waren sie damals auch noch gar nicht da?
Ich ging weiter. Stufen, aus groben, schweren Felsbrocken geschlagen, führten steil bergab, dann wieder hinauf. Es war nicht ungefährlich, denn die Steine waren von jahrhundertelangen Stiefeltritten glatt geschliffen worden. Ich rutschte aus, stürzte und fiel die Treppe hinauf. Mein Kopf schrammte an der Felswand entlang, doch zum Glück blieb nur eine Schürfwunde zurück.
Ich kam oben an. Durch mächtige Zinnen hindurch bot sich ein grandioser Ausblick. Von hier oben konnte ich den tiefer gelegenen Burghof genauer inspizieren. Ich entdeckte eine kleine Tür, die ich vorhin übersehen hatte.
Ich ging hinunter. Die Tür war mit einem schweren Schloss gesichert. Doch als ich es anfasste, stellte ich fest, dass sich der Riegel bewegen ließ. Dahinter führte eine schmale Treppe tief hinunter in die Dunkelheit. Schmutz und Staub auf den Stufen verrieten mir, dass sie schon lange nicht mehr benutzt worden war. Sollte ich das wagen?
Ich schaute mich um. Niemand war zu sehen. Ich spürte in mich hinein. Da war etwas. Ein Wunsch, ein Drang, weiterzugehen. Irgendetwas zog mich hier hinab.
Ich nahm die ersten Stufen. Jetzt nur nicht fallen. Die Treppe wurde immer enger, die Stufen steiler. Bald musste ich die Taschenlampe meines Handys einschalten. Die Wände wurden feucht, die Steine spitzer. Ich spürte, wie meine Weste und mein Hemd rissen. Etwas Warmes lief meinen Arm hinunter … Blut.
Ich wollte gerade umkehren, als ich weiter unten im Licht meines Handys ein fahles Schimmern entdeckte. Was war das?
Ein paar Stufen weiter wurde der Boden plötzlich flach. Und da! Auf einem kleinen Holztisch stand etwas.
Ich konnte es nicht glauben.
Da war er!
Er musste es sein!
Der Gral.
Ich hatte ihn gefunden.
An meine Old-Boys aus der Fußball-Tipprunde: Keine Sorge, Jungs, natürlich bringe ich ihn nächstes Mal mit nach Straubing.
