Lieber Nudeln als Schweineschnauze
Heute war ein Ruhetag. Langsam aufstehen. Langsam frühstücken. Und dann schnell wieder ins Bett. Ich beherrsche das perfekt, weil: Übung macht den Meister.


Veröffentlicht: 01.11.2026










Wir brachen heute nach einer ruhigen Nacht am späten Morgen nach Peñíscola auf. Das waren eigentlich nur knapp 80 Kilometer. Aber nach etwa der Hälfte der Strecke meldete sich wieder einmal der Magen. Laut und deutlich.
Und weil wir gerade durch Albocàsser fuhren und sich links und rechts der Hauptstraße eine Bar an die andere reihte – eine verlockender als die andere –, konnten wir nicht anders, als einen kurzen Halt einzulegen. Es hat sich gelohnt! Ickes Oktopus in würziger Sauce und meine Apfeltasche, frisch aus dem Ofen, waren ein Gedicht.
15 Kilometer weiter trällerte unser Navi und meinte, wir sollten links abbiegen. Mir kam das komisch vor, denn das führte uns direkt in das Städtchen Les Coves de Vinromà. Aber wie mein Vater immer sagte: „Mein Sohn, widersprich niemals deinem Navi oder deiner Frau.“ Ich weiß das noch so genau, weil mir die Reihenfolge etwas seltsam schien. Aber ich bin seinem Rat bis heute brav gefolgt.
Und tatsächlich: Ein Schild verriet uns, dass wir in der Nähe unser Wohnmobil entleeren und mit frischem Wasser versorgen konnten. Da wir seit zwei Tagen keinen Stellplatz mehr gesehen hatten, war das keine schlechte Idee von unserem Navi.
Und weil dieser Stellplatz am Rande der Stadt und direkt an einem schönen Wandergebiet liegt, blieben wir hier. Wir stehen zusammen mit einem französischen, einem englischen und einem Schweizer Pärchen, mit denen wir uns gut unterhalten haben.
Nach Ickes Abstecher mit den Hunden in die Natur – ich musste leider Eishockey schauen – erkundeten wir die Stadt und kamen gegen Ende an einer geselligen Runde Oldies vorbei. Sie saßen zusammen an einem Spielplatz in der Abendsonne und freuten sich, uns zu sehen. Icke fragte, ob sie ein Foto machen dürfe, aber die Dame und die Herren waren sich nicht einig. Erst als Icke erklärte, dass das Foto für madre und padre sei, nickten alle mit einem wissenden Lächeln.
Wir gingen weiter. Und als wir nach 20 Metern noch einmal zurückblickten, saßen alle noch immer da und winkten uns zu.
