Veröffentlicht: 24.06.2019



















Am Montag und Dienstag erledigten wir viel Gartenarbeiten. Am Morgen deckten wir zuerst noch eine Stute, dann gingen wir reiten und danach in den Garten. Wir kamen ein kleines Stück weiter mit dem Randstein, den Rest der Zeit verbrachte ich mit Rasenmähen. Ich wurde gerade rechtzeitig fertig, bevor das Gewitter am Dienstag Abend kam.
Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag half ich Rob mit den Pferden, denen er die Hufe bearbeitete. Wir unterbrachen die Gartenarbeiten, da es regnerisches Wetter war. Ich holte ein Pferd nach dem anderen von der Weide, dann sorgte ich dafür, dass es ruhig stand während Rob an den Hufen arbeitete. Sobald er fertig war, brachte ich das Pferd wieder auf die Weide und nahm das nächste mit zum Stall.
Der Samstag war ein gemütlicher Tag, am Morgen, nach dem wir alle Pferde gefüttert hatten, gab Tanya Reitstunden und Rob war an einem Autorennen, das er mit seinem Club organisiert hatte. Am Nachmittag schaute ich mit Tanya das Finale des NRHA Derby. NRHA steht für National Reining Horse Association. Reining ist die Westernreitdisziplin, die Tanya ritt und manchmal auch selber an Shows teilnahm.
Am Sonntag besuchte ich und Tanya dann eine solche Reining Show. Tanya hatte als Mitglied bei Reining Alberta mitgeholfen, diese Show zu organisieren. Beim Reining musste man verschiedene Objekte reiten, die dann von einer zweiköpfigen Jury benotet wurden. Zu diesen Objekten gehörten das galoppieren von zwei grossen, schnellen Zirkel, dann der Wechsel zu einem kleinen, langsameren Zirkel. Um vom linken Zirkel zum rechten zu wechseln machte man einen fliegenden Galoppwechsel. Typisch für das Reining war der Sliding Stop und Spinning. Beim Sliding Stop stoppte das Pferd auf seinen Hinterbeinen und schlitterte mit diesen durch den Sand, während es mit den Vorderbeinen 'weiter' lief. Das sah dann so aus, als würde sich das Pferd hinsetzen. Beim Spinning drehte sich das Pferd um die eigene Achse, dabei blieben die Hinterbeine am gleichen Ort und mit den Vorderbeinen bewegte sich das Pferd im Kreis. Wir mussten drei Stunden fahren, da die Show nahe Edmonton war. Der Tag begann um halb 5, und um 3 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, obwohl die Show noch nicht fertig war. Denn zu Hause warteten noch zwei Stuten, die wir decken mussten, bevor wir endlich schlafen gehen konnten.
