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Woche 6 auf der Ranch

Veröffentlicht: 18.06.2019

Diese Woche kam ich endlich wieder zum reiten. Ich ritt vor allem eine kleine Stute, Jenny, die kein Reitschulpferd ist. Sie mochte es nicht, wenn viele verschiedene Leute sie ritten und immer wieder andere Kinder auf ihr sassen. Deshalb wurde sie ungehorsam und Tanya konnte sie nicht mehr für Reitstunden einsetzten. Da nun nur ich sie ritt, war sie zufriedener, aber dennoch manchmal nicht einfach einzufangen auf der Weide. Jenny war ein sehr gut ausgebildetes Pferd, wovon ich viel profitieren konnte. Zur Abwechslung in der Reithalle ging Tanya mit ihren Reitschülern ausreiten, ich begleitete sie ein paar mal.

Am Montag kam ein neues Kundenpferd an, eine Stute die frech war und die Besitzerin kam nicht mehr richtig zurecht mit ihr. Aber schon nach einer Woche Training unter der strikten und konsequenten Hand von Tanya hatte sie sich stark verbessert.

Ab Dienstag kamen die Enkelkinder von Tanya und Rob, Kalen und Christan, auf die Ranch, sie blieben für 10 Tage hier, während ihre Mutter in den Ferien war. Kalen ging in die 3. Klasse, Christan in die erste. Wenn Tanya am Nachmittag Reitstunden hatte und Rob hatte Kunden, deren Pferden er die Hufe pflegte, passte ich auf die Kids auf, wenn der Schulbus sie zurück brachte.

Am Donnerstag Nachmittag begannen ich und Tanya entlang der Rabatte rund ums Haus einen Randstein zu verlegen, damit der Rasen nicht rein wächst. Wir haben erst die Frontseite des Hauses geschafft, bevor die Kinder nach Hause kamen und Tanya Reitstunden hatte.

Am Samstag Abend gingen wir ans Pro Rodeo in Bonnyville. Diesmal war es spannender als letzte Woche in Cold Lake. Es fing an mit Bareback Bronc Riding. Dabei musste der Reiter sich 8 Sekunden auf dem bockenden Pferd halten, ohne Sattel und er durfte sich nur mit einer Hand festhalten.

Dann ging es weiter mit dem Calf Roping. Der Reiter fing möglichst schnell das Kalb mit einem Lasso um den Hals ein, sprang vom Pferd und band 3 Beine des Kalbs zusammen, damit es nicht weg rennen konnte. Einige Cowboys schafften das innert 6 Sekunden.

Danach war Saddle Broc Riding an der Reihe. Diesmal hatten die Reiter einen Sattel auf dem bockenden Pferd, durften sich aber auch nur mit einer Hand fest halten. Alle, die sich 8 Sekunden lang festhalten konnten, bekamen eine Punktzahl für ihren Reitstil und den Schwierigkeitsgrad des Bockens, so wurde die Rangliste erstellt. 

Dann folgte das Team Roping. Zwei Reiter fingen ein Langhorn-Rind mit dem Lasso ein. Der erste warf sein Lasso über den Kopf des Rindes, dann fing der zweite Reiter die Hinterbeine ein.

Nachher wurden 3 Fässer aufgestellt für das Barrel Race. Nun kam die Frauendisziplin, sie versuchten möglichst schnell um die 3 Fässer zu reiten. Einige waren zu schnell in den engen Kurven, die Pferde rutschen und eines fiel sogar hin, stand jedoch sofort wieder auf und raste weiter.

Die vorletzte Disziplin war Steer Wrestling, auch Bulldoggig gennant. Ein Reiter sprang vom rennenden Pferd auf ein Langhorn-Rind, packe es bei den Hörnern und versuchte es zu Boden zu ringen.

Zum Schluss kam noch das Bull Riding. Es waren nur 3 Reiter, die sich wagten auf den Stier zu hocken. Wie letzte Woche konnten sich auch diese nur etwa 3, 4 Sekunden halten, bevor sie im hohen Bogen runterfielen.

Am Sonntag Nachmittag machten Kalen, Tanya und ich einen Ausritt, Christan und Rob schraubten weiter an dem Oldtimer rum. Am Abend hatten wir ein Feuer, wir brätleten Würste und Marshmallows, und Tanya hatte einen Teig vorbereitet für Stangenbrot. So konnten wir die Woche gemütlich ausklingen lassen. 

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