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Ein Tag, zwei Strände und drei Jahreszeiten

Veröffentlicht: 24.10.2017

Seit unserer Ankunft in Auckland haben wir noch nicht einmal die Sonne, geschweige denn den blauen Himmel Neuseelands gesehen. Die grauen Wolken hingen seit Tagen über der Stadt und das schien sich auch heute nicht zu ändern. Trotz Nieselregen machten wir uns auf den Weg zur Mission Bay, denn diesen Anblick wollten wir uns vor unserer Weiterreise keinesfalls nehmen lassen. Außerdem sind das ja auch nur 8 km Fußweg hin und 8 km Fußweg zurück. Easy peasy. Gelegentlich ließ uns der Regen auch mal ein paar Minuten Ruhe, bis er im nächsten Moment wieder mit voller Wucht in unser Gesicht geblasen wurde. Komischerweise konnte sich nicht nur der Regen nicht entscheiden, was Sache ist, auch die Temperatur schwankte gewaltig.

Heiß, kalt, nein, warm, doch wieder kalt, stopp. Nee, doch wieder Jacke aus, Jacke an, Jacke aus, zweite Jacke an. Oh, es regnet. Das kam unerwartet. Neuseeland, nun entscheide dich mal!

Nach gut 1,5 Stunden kamen wir endlich an der Mission Bay an, waren aber so durchnässt, dass wir uns erst einmal auf die Suche nach einem Imbiss machten. Zunächst sprach uns ein Laden an, der „The Taste of New Zealand“ hieß, aber da gab es -ungelogen- nur Eis. Also ab in den benachbarten Burgerladen. Nebenbei bemerkt einer der besten Burger, die ich je gegessen habe. Allerdings waren unsere Ansprüche nach dem Burger King Besuch am Donnerstag auch nicht besonders hoch.

Gestärkt und halbwegs trocken gingen wir nun zum Strand hinunter, der zwar deutlich kleiner war, als wir uns vorgestellt hatten, aber schön war es dort trotzdem. Einzelne Personen gingen sogar baden, trotz 12 °C Außentemperatur, Windböen und regelmäßigen Regenfällen. Ein Vater schubste seinen Sohn hinein. Der fand‘s lustig – verrückt, diese Neuseeländer. Auch Ulli machte Bekanntschaft mit dem Meer, aber wohl eher unfreiwillig. Sie war so vertieft ins Fotografieren, dass sie die anrauschende Welle zu spät bemerkte. So konnte sie aber immerhin in vollem Umfang die Wasserdichte ihrer Schuhe testen. Ergebnis der Stiftung Ulli-Test: 1,0. Füße trocken, Rückweg gesichert, Erkältung abgewehrt.

In einiger Entfernung sahen wir einen weiteren Strand und beschlossen, auch diesen noch zu erkunden (wir waren ja noch nicht genug gelaufen heute). Der sogenannte Kohimarama Beach ähnelt der Mission Bay in Länge und Gestalt. Einziger merkbarer Unterschied: hier kämpften verschiedene Vögel um ihr Revier. Die Gruppe Möwen hat gewonnen, sie waren einfach viel mehr.

Als wir die atemberaubende Aussicht vor lauter Wolken und Regen nicht mehr genießen konnten, traten wir den Heimweg an. Doch nach einigen Minuten entschied sich das Wetter wieder einmal für eine 180 ° Drehung und wir sahen zum ersten Mal seit unserer Ankunft die Sonne und den blauen, neuseeländischen Himmel. Die Aussicht war gleich gefühlt zehnmal schöner und auch die Temperatur schnellte in die Höhe. Also wieder Jacke aus – aber diesmal blieb sie es bis zum Schluss. Danke, Neuseeland, dass du dich nicht noch einmal umentschieden hast.

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#strand#missionbay#auckland#neuseeland