julias-radltouren
vakantio.de/julias-radltouren

Montag, 13.8.2018


Strecke: Donau-Radweg 4 (Szegszard - Mohacs)

gefahrene Kilometer: 80

Highlight des Tages: netter Mann in Mohacs, chillen an der Donau, das Zimmer


Leider kamen wir heute nicht so früh raus wie gestern, weil das Frühstück erst um halb 8 begann. Es war nicht im Hotel, gehörte aber dazu und bestand aus Semmeln mit Marmelade und einer 2l-Kanne O-Saft. Die haben wir blöderweise ausgetrunken. Um viertel 9 waren wir dann unterwegs, zuerst die 13km zurück zur Variantenstrecke. Der Weg führte uns durch den Wald, auch wenn es wieder ein Dammweg war. Dank der frühen Stunde spendeten die Bäume jedoch Schatten und schützten vor der Hitze. Aber irgendwie lief es einfach nicht so. Hinzu kam, dass mir der O-Saft einfach sau schwer im Magen lag. Wir kamen also nur relativ langsam voran. Dafür konnten wir uns den Wald besser anschauen (dahinter oder darin waren immer wieder Tümpel und Flüsschen) und die wilden Wiesen rechts mit allerlei Blumen. Irgendein Imker hatte ca. 40 Bienenvölker am Waldrand stehen.

Schließlich überquerten wir die Bahngleise und fuhren an einer Hauptverkehrsstraße nach Baja, wo wir am Hafen vorbei in die Innenstadt gelangten. Die war ganz nett und auf einer Bank über einem Donauausläufer mitten in Baja machten wir unsere Mittagspause mit trockenen Semmeln. Über den großen Markt-/ Parkplatz im Zentrum verließen wir Baja nach einer Stunde Pause mit einer Runde Quizzduell wieder. Dann ging es auf kaum befahrenen Straßen und Radwegen weiter, dem extremen Gegenwind zum Trotz. Das schlauchte uns gewaltig. Irgendwann machten wir an einem Wegesrand mit Blick auf die Donau Pause. Das war schön.

Schließlich fuhren wir weiter, wie immer an diesem Tag mit einer CD von Martina Schwarzmann. Der Plan war, in Ujmohacs ins Freibad zu gehen. Dort angekommen fanden wir aber keines, sondern kapierten, dass es sich hier um einen Donaustrand handelte. Wir setzten uns also in den Sand, aßen, tranken und chillten. Es dauerte nicht lange und ich schlief. Julius weckte mich dann so um 4 und wir fuhren mit der Fähre über die Donau. Dann waren wir auch schon in Mohacs. Direkt an der Donau begann die wirklich nette Altstadt, wo wir mit den Rädern durchschlenderten. Wir hatten auf der Karte gesehen, dass es hier einen Radladen geben müsse. Wir sahen ein Geschäft, das ziemlich zu aussah, und während ich nach den Öffnungszeiten schaute, kam ein älterer Herr zu Julius, fragte, ob er helfen könne und empfahl ein italienisches Restaurant – alles auf Deutsch. Danach gingen wir in den Laden, er hatte noch auf. Die Verkäuferin konnte keine Fremdsprache, aber durch sehr lustige Zeichensprache, gaben wir ihr zu verstehen, dass wir eine am Po gepolsterte Radlhose suchten. Leider hatte sie keine.

Wir suchten also unser Hotel, es war unweit der Altstadt und sehr schön. Unterwegs kamen wir an einer Fahrradwerkstadt vorbei, zu der wir dann auch zurückkehrten, um Kettenöl zu kaufen und eben nach einer Radlhose zu schauen. Es gab zwar eine aber die passte Julius nicht. Der Laden war geil: echt klein, der Verkaufsraum war voll mit allem, was man für ein Fahrrad benötigt, dahinter eine Mini-Werkstatt und an den Wänden hingen Bilder und Zeitungsausschnitte und Urkunden irgendwelcher Radrennen. Im Bücherregal mit Fahrradbüchern stand sogar eines von Jan Ullrichs Tour-de-France-Sieg 1997. Und der Verkäufer sprach perfektes Deutsch. Danach kauften wir noch Knabberzeugs für die nächsten Tage ein. Zurück im Hotel wuschen wir unsere Räder auf der Wiese ein bisschen und ölten die sehr ratternden Ketten. Danach gingen wir duschen, bevor wir schließlich nochmal in die Stadt liefen, vorbei an einer griechisch-orthodoxen serbischen Kirche und einem Rathaus mit deutlich türkischem Einschlag. Wir besuchten das Lokal, das der Herr uns empfohlen hatte. Eine der beiden Bedienungen sprach gut Deutsch, die andere gar nix. Sie erzählte, dass man deutsch dort in der Schule nicht lerne – englisch offensichtlich auch nicht. Das Essen war oke. Danach ging’s ins Zimmer und nach ein bisschen deutschem Fernseh ging es ins Bett.
#donau#donauradweg#radtour#radreise#ungarn
Kommentare